Erstens…

So, da sind wir nun. Fremdes Haus…

Blumen soll ich gießen, steht da. Und die Katzen füttern. Ach und die Aquarien bitte auch nicht vergessen – die Fische seien gefräßiger, als sie aussehen. Der Garten darf so bleiben, wie er ist, es sei denn, es wollen Tomaten geerntet werden. Oder der eine oder andere frühe Apfel. Und überhaupt, warum ist der Garten da so viel toller als meiner? Und wieso haben die einen Wintergarten und ich habe keinen? Die Welt ist ungerecht. Obwohl… die haben keinen Keller. Den haben nun wiederum wir. Andererseits sollte man vielleicht nicht unbedingt stolz darauf sein, ein extra Geschoss nur für Spinnen zu haben…

Wir haben eben noch schnell Lebensmittel eingekauft. Jetzt liegen alle Kinder im ohnmächtigen Mittagsschlaf, denn so ein Supersupermarktbesuch kommt schon einer kleinen Wanderung gleich. Und Herr Müller und ich sitzen den Wintergarten ein. Der leicht grüne Neidstich in meinem Gesicht verleitet Herrn Müller zu der Aussage, er kann mir daheim auch vier Fenster auf die Terrasse betonieren. Da könne ich mich dann dahinter hocken und mir zumindest einbilden, ich hätte einen Wintergarten…

Die Katzen mögen uns übrigens noch nicht so richtig. Die verstecken sich derzeit. Eine unterm Gästebett, eine irgendwo im Haus. Beide Katze tarnen sich so gut, dass wir ihre Anwesenheit nur am stetig abnehmenden Katzenfutterpegel in der Küche erkennen können.

Heute Nachmittag gucken wir dann mal, ob die Ostsee noch genügend Wasser enthält.

Fotos kriegen Sie dann, wenn ich die Kamera wiedergefunden habe.

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