Verkatert…

So. Jetzt ist es passiert.

Schwarze Katze Nr. 4 ist in der Nachbarschaft eingezogen. Mit unserem Kater streunen nun fünf zum Verwechseln ähnliche Viecher durch die Gärten.

Sicher,  diese Fünflings-Sache hat ihre guten Seiten. Kackt eine schwarze Katze irgendwo ins Blumenbeet, wird es schwierig, mit dem Finger auf den richtigen Besitzer zu zeigen und mit Anwälten zu drohen. Und auch die pausenlos alles anpinkelnden Kater sind nicht mehr so leicht als Müllers oder Schuberts Besitz zu identifizieren.

Andererseits galoppieren jetzt auch immer mindestens 2 Katzen herbei, wenn man abends am Gartentor steht und nach der Mieze ruft. Mit nachlassender Sehkraft wird es so schwierig, den richtigen Vierbeiner auszusuchen.

Auch Doppelfütterungem passieren immer wieder. Denn das liebevoll angerichtete Mittagsschälchen wird schon mal von fremden Katzen geleert, die sich rotzfrech durch die Katzenklappe schleichen und gnadenlos ausnutzen, dass sie von Weitem wie Müllers vierbeiniger Mitbewohner aussehen.

Schön aber sind die abendlichen Zusammenkünfte im Garten. Da treffen sich dann 5 schwarze Katzen und der taube Weiße mit dem blauen und dem grünen Auge, schweigen sich lange an und gehen irgendwann wieder ihrer Wege.

Womit eindeutig die Vorteile überwiegen.

Und mir fällt ein: Das Katzenfutter ist schon wieder alle…

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Tarnung: Null…

Der Winter ist aber auch doof! Konnte sich der mit uns unter einem Dach lebende Kater noch bis vor zwei Tagen perfekt im Garten verstecken und nach Vögeln und anderem Getier Ausschau halten, funktioniert die Verschmelzung mit dem Hintergrund bei geschlossener Schneedecke nur noch sehr begrenzt. Zwar macht sich der Kater platt wie eine Flunder, wie er es gewohnt ist, wenn sich leckeres Geflügel nähert. Allerdings wird seine Mittagsplanung von einem lästigen Kleinstvogel durchkreuzt, der es sich etwa zwei Meter weiter oben auf einem Ästlein bequem gemacht hat und lauthals das eigentlich gute Versteck verrät. Unser Vierbeiner guckt denn auch eher so mittel und geht seiner Wege.

Auch der Ausguck neben der Wacholderhecke ist nicht mehr das, was er vor dem Schneefall gewesen ist. Die beiden Amseln haben den schwarzen Kater nämlich längst entdeckt und beschimpfen ihn nun aufs Übelste. Derart enttarnt beschließt der Kater, doch lieber das heimische Sofa aufzusuchen und hockt sich mit traurigem Blick vor die Terrassentür.

Besser ist da schon Hauskatze Nr. 2 dran. Die ist getigert, was ihr eine günstigere Ausgangsdeckung beschert. Allerdings hat es Katze 2 nicht so mit Vögeln und Mäusen. Auf ihrer Knabberliste stehen Schmetterlinge, Libellen, Käfer und Fliegen. Die gibt es um diese Jahreszeit nicht, was den Drang, nach draußen zu gehen, auf ein Minimum beschränkt.

So bleibt nur der neidische Blick nach draußen, wo der weiße Kater der Nachbarn, sonst zu gar nichts nütze, wacker auf Vogeljagd geht. Warte nur, scheint unser Felinchen zu sagen… im Frühling gleicht sich alles wieder aus.

Kein Ninja…

Die Brut ist sauer. Wir haben nämlich keine Ninja-Socken. Ninja-Unterbuxen haben wir auch nicht. Das könnte das Kind aber zur Not verschmerzen. Nur die Sache mit den Socken bereitet schlimme Bauchschmerzen. Weil: Ohne Ninja-Socken ist man kein echter Ninja…

Fast in schwarz gekleidet steht mein Kind vor mir und schmollt. Nur die pinken Socken mit den Herzen drauf sind Mist. Das erkennt man auch als Nicht-Ninja sofort. Damit ist kein Anschleichen möglich… Und cool Karate-Kämpfen kann man damit auch nicht. Wer ein echter Ninja ist, hat schwarz angezogen zu sein. Und zwar von Kopf bis Fuß.

Memo an mich selbst: Schwarze Kindersocken kaufen. Und für den Übergang behelfen wir uns mit fest eingerollten schwarzen Socken von Frau Müller…