Dienstagsbla…

Guten Morgen! Wie haben Sie die Feiertage denn so…? Ach… auch zu viel gegessen… und die bucklige Verwandtschaft… ja, ja… es bleibt einem auch nichts erspart.

Aber freuen Sie sich, ab heute läuft es hier wieder ganz gewohnt. Sie stehen in der Früh auf, gehen zur Arbeit, kommen abends heim, schauen fern, gehen ins Bett, stehen früh…  Jetzt habe ich mich selbst deprimiert… also schnell zum nächsten Thema.

Was muss ich denn da lesen: Die Straßenverkehrsordnung wurde angepasst. Da heißt es jetzt unter anderem nicht mehr „der Radfahrer“ sondern geschlechtsneutral und politisch überkorrekt Radfahrende“. Können Sie ruhig glauben! Das ist mitnichten ein Aprilscherz, obwohl es sich ganz danach liest. Die Bußgelder wurden selbstverständlich auch „angepasst“. Aber das ist nicht so albern wie der Feminismusbuckel wegen der Artikel und deshalb hier keine gesonderte Erwähnung wert.

Herr Müller hat sich indes wieder ein Stück Richtung Kindheit begeben. Gucken Sie mal HIER. Ein bisschen frech finde ich das ja schon. Ich werde wegen pinker Pferdchen belächelt, aber der Herr des Hauses darf mit Steinchen spielen. Und erzählen Sie mir jetzt bloß nicht, das hätte gar nichts mit Spiel zu tun!

Mein unlängst die Grätsche gemacht habender PC hat übrigens Einblick in seine Wehwehs gegeben. Die Festplatte ist dahin. Während ich noch „Hurra, ich bekomme einen neuen Computer“ tanzte, belehrte Herr Müller mich über den Unterschied zwischen Festplatte und Mutterbord und faselte irgendwas von Austausch und „danach wie neu“. Meine Begeisterung hält sich indes in Grenzen, habe ich doch bereits mit einem sündhaft teuren Highend-Gerät der Spitzenklasse geliebäugelt. Wie Männer so sind, warf der Meinige einen kurzen Blick auf meine Entdeckung und zerstörte alle Hoffnung mit zwei kleinen Wörtern: „Geht so…“

„Geht so“ beschreibt übrigens auch den Zustand unseres zweiten Nachwuchses. Der ist zwar mittlerweile fast eins, hat aber immer noch keinen einzigen Zahn. Deuten wir aber den derzeitigen Gemütszustand der Brut richtig, brechen sich wohl in den nächsten Tagen alle Zähne auf einmal Bahn. Wir lassen uns überraschen. So lange noch genug Schokolade im Haus ist, um den Seelenzustand der Hausfrau einigermaßen stabil zu halten, werden wir die Sache wohl unbeschadet hinter uns bringen.

So, jetzt muss ich aber arbeiten…

Ostern… weiß…

Sie da! Hier wird nicht über Schnee gemeckert! Letztes Jahr zu Ostern hat es nämlich auch geschneit. Und, nein, das ist kein Aprilscherz. HIER können Sie bei Bedarf noch mal nachlesen und die schöne Winterlandschaft bewundern.

Noch was: Ich habe selbstverständlich ein schönes Foto zum Restfest für Sie geschossen. Aber angucken können Sie es erst heute Abend, weil ich momentan zu faul bin, meinen Hintern vom Sofa zu lösen. Außerdem verfügt das Eipätt leider über keinen SD -Kartenslot. Ich mache meine Fotos nämlich noch ganz altmodisch mit dem Fotoapparat…

Und zu Schluss: Vergessen Sie nicht, die Uhren umzustellen. Sonst kommen Sie morgen zu spät zur Arbeit.

Ei ist nicht gleich Ei…

Saisonales im Blog, pünktlich zu Ostern.

Heute: Ei ist nicht gleich Ei.

Kind 1 wird gefragt, was es zum Abendbrot möchte und kräht munter „Spiegelaaaaai!“ Ihr Wunsch, mein Befehl. Ich fertige mit Liebe, Hingabe und einer Prise Salz ein perfektes Spiegelei – sunny side up. Und ab auf den Teller damit.

Kind 1 schaut kurz das Ei, anschließend lange und ernst mich an. Dann: „Das ist kein Spiegelei.“
„Doch.“
„Nein.“
„Doch!“
„Neien!“
„Wie willst du es denn?“
„Wie im Kindergarten.“
„Und wie machen die Spiegelei im Kindergarten?“
„Ohne das Gelbe und ohne das Weiße.“
„Also mit nichts.“
Kurze Bedenkzeit. Dann: „Ja.“

Merke also fürs nächste Mal: Liebevoll angerichtete Luft auf den Teller legen.
Sollte zu schaffen sein…

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Nach eingehender Diskussion kommt übrigens heraus, dass das Kind Rührei gemeint hat. Immer diese lästigen Details…

Krank – gesund: Superkräfte…

So ein Kind ist was Tolles: Bekommt von einer Stunde auf die andere 40°C Fieber, krankt 36 Stunden daran herum und ist ganz plötzlich wieder geheilt. Will ich auch – also die Selbstheilungskräfte. Das Fieber nicht unbedingt.

Noch so etwas, das Kinder perfekt beherrschen: Gummibärchen geschenkt bekommen. Beim Arzt des Vertrauens gab es erst ein kaltes Stethoskop auf die Lungen, danach zwei Hände voll Haribos, aus denen ich mir gnädigerweise ein einzelnes grünes Bärchen aussuchen durfte. In der Apotheke nebenan schenkte dann zunächst die erste Fachkraft eine Tüte Süßes, danach gab´s Nachschub von einer zweiten, die zufällig vorbeigeschlendert kam. Und was habe ich bekommen? Sie raten richtig: Nichts! Die Welt ist eben doch ungerecht. Obwohl ich zugeben muss, dass so ein vierjähriges Kind mit Zopf und Kullerblick einfach eher Mutterinstinkte und Schenkungstriebe auslöst als eine Mittdreißigerin in Schwarz. Da hilft auch ein Baby auf dem Arm nichts.

Kind 1 darf nun heute einen Fernsehmarathon daheim absolvieren und ihre erbeuteten Gummibärchen vertilgen. Und morgen geht es hochwahrscheinlich wieder in den Kindergarten.

Darüber hinaus bricht bei uns langsam Ostern aus. Am Wochenende habe ich fleißig Eier ausgepustet. Die plötzlich vakant werdenden acht schalenlosen Eier haben wir dann flink verbacken – zu einer Mount-Everest-artigen Installation aus Muffins. Jetzt muss die bloß noch einer essen. Sie ahnen schon: Irgendwas ist immer…

Schönen Montag!

Eier…

Lesen Sie erstmal und lassen sacken:

Eier

Schlimm, nicht wahr? Da hält man(n) doch sofort schützend beide Hände vors Gemächt. Unbestätigten Gerüchten zufolge haben Männer ihre Eier nämlich sehr, sehr lieb. Warum also verlieren? Noch dazu freiwillig?

Und jetzt erzählen Sie mir bloß nicht, dass es sich lediglich um unglücklich formulierte Werbung im Rahmen einer Oster-Promo handelt…

Da nützt auch die Unterschrift Hase wenig.

Müllers Ostern…

Was haben Sie so gemacht an Ostern? Bei uns war wieder einmal der Familienbesuch dran.

Freitag: Wir machen gar nichts und oxidieren faul vor uns hin. Die seelische Vorbereitung auf den Elternbesuch ist uns sehr wichtig.

Samstag: Schwiegermutter missbilligt den mangelnden Umfang von Frau Müllers Bauch. Da hat Schwiegerpapa in der Beschreibung eindeutig übertrieben. Auch die Tatsache, dass sich keine Rückenschmerzen einstellen wollen, wird mit einem Stirnrunzeln quittiert. Frau Müllers Ranzen wird in der Folge nur noch als „Zustand“ bezeichnet.

Sonntag: Oh du fröhliche! Es schneit. Wir schmücken den Tannenbaum und singen Weihnachtslieder, bis uns das mit dem Hoppelhasen wieder einfällt. Das Kind findet derweilen ununterbrochen Süßigkeiten.

 

10Uhr, immer noch Sonntag: Wir sind eingeschneit. Der Nachbar, sonst für die Bedienung der Schneefräse zuständig, hat das gute Stück längst in den Sommerschlaf geschickt und deutet an, man müsse jetzt wohl auf Handarbeit umstellen. Herr Müller und SchwiePa fügen sich ihrem Schicksal und suchen im Schnee nach dem Auto. Schließlich wollen wir auswärts essen gehen fahren.

12Uhr, Sonntag: Herr Müller verbietet es mir, im Gasthof meinen Teller zu fotografieren. Auch das Eis darf ich nicht ablichten und das kalte Buffet schon gar nicht. Aus Trotz bestelle ich das teuerste Gericht auf der Karte, vertue mich aber im Preis und bekomme stattdessen etwas in der Preiskategorie „Ferner liefen“. Schmeckt trotzdem.

15Uhr: Kaum zuhause angekommen, müssen wir weiteressen. Herr Müller löst den Hosenknopf.

16Uhr: Was dachten Sie denn… es schneit immer noch. Wir wagen uns trotzdem zu einem dringend nötigen Verdauungsspaziergang nach draußen. Durch den Winterwald stapfend, wird uns ganz weihnachtlich ums Herz. Wenn da nicht immer wieder diese verwirrenden Ostereier wären…

Montag: Nach dem Frühstück bringen wir uns noch schnell über die Skandale der Fürstenhäuser auf den neusten Stand. Schwiegereltern haben diesbehuflich eine nicht unbeachtliche Bibliothek angelegt.

Wir verbringen den Rest des Tages auf der Autobahn. Das angelesene Wissen über den Klatsch der letzten Wochen hilft uns über die langweiligen Staustunden hinweg.

Je näher wir der Heimat kommen, desto grüner wird die Landschaft. In heimatlichen Gefilden glaubt uns kein Mensch die Sache mit dem Schnee. Wir werden misstrauisch beäugt.

Das Kind bekommt von den Nachbarn Osternester geschenkt. Das Gesamtgewicht der gehorteten Süßigkeiten beläuft sich mittlerweile auf 14 Kilo. Verhungern wird in der nächsten Zeit also vermutlich niemand.

Ostern wäre geschafft… Wir atmen auf.

Häschen…

 Frohe Ostern zusammen!

Und heute schön raus in den Garten und Schokolade suchen! Aber lassen Sie diese seltsamen Würstchen bitte liegen, die sind wahrscheinlich vom Hund. Und aus Schokolade sind die auch nicht…