Vorfreude…

Jedes Jahr aufs Neue räumt der Handel – pünktlich zum Herbstanfang – die Weihnachtsdeko raus.
Und jedes Jahr aufs Neue wundert man sich umständlich und beschwert sich über den Druck, der sich automatisch aufbaut. Dann wird Unsinn über noch nicht erstellte Weihnachtswunschzettel gefaselt und darüber gewitzelt, wer denn dieses Jahr zu wem fährt. Oder fahren muss.

Meine Lieben: Nichts ist schlimm an Lebkuchen im September. Die schmecken jetzt schon! Wirklich! Und Kekse, in denen Nüsse und Zimt drin sind, sollten ohnehin das ganze Jahr über Bestandteil der häuslichen Keksdose sein. Aus Gründen der Leckerheit.

Es gibt keine Studien, die belegen, dass Spekulatius im Herbst zu frühzeitigem Haarausfall führt. Ebensowenig übrigens wie Eisbecher im Januar! Saisonale Aromen haben kein Fälligkeitsdatum. Und wer jetzt noch keine Kekse möchte, kauft sie einfach nicht. Merke: Man kann den Weihnachtsstapel im Supermarkt auch einfach links liegen lassen.

Aber bedenken Sie: Auch im nächsten Jahr gibt es Ende September wieder Weihnachts-Echos. Seien Sie dann einfach mal nicht überrascht! Freuen Sie sich darüber! Als Kind haben Sie sich doch auch monatelang auf Weihachten gefreut! Holen Sie sich das ab und zu zurück. Vielleicht am Keksstapel im Supermarkt…

Fressflash…

Gestern noch bis spät in die Nacht gebacken. Doppelkeks mit Gesicht und Marmelade. Weil alles, was irgendwie essbar ist, auf den Kater eine unwahrscheinliche Anziehung ausübt, verstecken wir Lebensmittel normalerweise. Wenn man aber müde ist, weil die Uhr seit zwei Stunden Schlafenszeit verkündet, und man nur noch ins Bett will, lässt man Vorsicht schon mal Vorsicht sein. Und so führte denn heute Morgen eine ominöse Krümelspur quer durch die Wohnung. Weil wir keine Kinder im Haus ausgesetzt haben, die mithilfe von Krumen zurück in ihr Zimmer zu finden versuchen, hatten wir sofort den Kater in Verdacht. Der guckte denn auch extra unschuldig, als wir ihn zur Rede stellten. Und stellte sich in der Küche gleich neben den Futternapf. Wie zum Beweis, dass er ganz doll hungrig ist. Und die Kekse sich selbst gefressen haben.

Zum Glück passen in eine sechs Kilo schwere Katze keine vierzig Kekse, so dass noch genug unangetastetes Gebäck übrig geblieben ist, das man heute nachmittag anbieten kann.

Der Kater schläft nun seinen Keksrausch aus und ich wische noch schnell die letzten Marmeladenkleckse vom Küchenfußboden. Das nächste Mal verstecken wir den Fresskram auch wieder vorbildlich. Versprochen.

Jetzt schon: 1. Advent…

Mit einigem Schrecken stelle ich fest, dass wir heute den ersten Advent haben. Kaum Dezember, schon Weihnachtsstress.

Zum Glück backe ich ja seit geraumer Zeit Probe, damit bis Weihnachten alle Bäh-Kekse definitiv ausgeschlossen werden können. Und weil Do-it-yourself derzeit groß in Mode ist, basteln wir auch – mit Backwerk.

Ich stelle heute vor: Schneetannen ála Meunier.

Schneetannen

Nimmt man es genau, handelt es sich hier um simple Butterkekse, verweihnachtlicht mit einer Prise Zimt, behütet und gestapelt mit Zuckerguss und beschneit mit Kokosraspeln. Das Fällen der Bäume stellt sich beim nachmittäglichen Kaffee als ein bisschen schwierig heraus, denn der Zuckerguss hält die geschichteten Kekse recht ordentlich beieinander. Also bekommt jeder ein eigenes Bäumchen auf den Teller und darf das Backkunstwerk nach Gutdünken zerlegen. Auf diese Weise trainiert man sich auch gleich die eine oder andere Vorweihnachtskalorie ab.

Für weihnachtliche Butterkekse nehme man:

500g Mehl
250g Butter
250g Zucker
2 Eier
1 TL Zimt
Vanille, Zitronenschale

Alle Zutaten verkneten und den Teig 1h im Kühlschrank kalt stellen.
Anschließend ausrollen und weihnachtliche Keksmotive ausstechen – für die Tannen nehme man Sterne in unterschiedlichen Größen.
Bei 180°-200°C bis zur gewünschten Farbe backen (meist 10-15min).
Anschließend aus Puderzucker und Zitronensaft eine Glasur anrühren und auf die Kekse streichen. Am Schluss mit Kokosraspeln verzieren.

Dann aufessen.

Ich wünsche einen keksigen 1. Advent!

Faschingspapstfastenmalerei…

Hammse schon gelesen? Der Papst schmeißt hin. Oma würde da jetzt sagen: „Junge, was machse denn für Sachen?“ Ich weiß ja, dass die Neuigkeit keine mehr ist, weil Sie das alles schon seit gestern wissen, aber ich für meinen Teil musste erstmal sacken lassen. Bin ich doch immer davon ausgegangen, dass der Papst nur von seinem Chef persönlich abgesetzt werden kann. Aber scheinbar geht´s auch ohne offizielle Abberufung und Begleitung durch Gevatter Tod. Nun denn, wünschen wir dem Joseph einen geruhsamen Lebensabend. Hat er sich verdient. Bleibt die Frage, ob die BLÖD-Zeitung nun „Wir waren Papst“ auf Seite 1 verkündet. Das wäre nur konsequent, wenn Sie mich fragen…

Heute ist übrigens – Achtung Themenwechsel – nochmal närrisches Treiben. Rein theoretisch, versteht sich, denn praktisch ignoriere ich Karneval nach wie vor beharrlich. Weil der eigene Nachwuchs meine ignorante Ader aber nicht geerbt hat, habe ich aus dem Kind heute nochmal ein kleines Zombie-Gespenst-Vampirchen „mit Schimmel, aber ohne Blut“ gebastelt und in den Kindergarten geschickt. Da wird am Faschingsdienstag übrigens seit Jahren dicht gemacht. Lediglich Eltern, die ausdrücklich „Arbeitszeit“ abzuleisten haben, dürfen ihre Brut in eine sogenannte Bedarfsgruppe bringen. Die macht allerdings auch schon gegen Mittag wieder zu. Der Hinweis, dass ich deshalb einen halben Tag Urlaub opfern muss, wird weggelächelt: „Aber es ist doch Fasching!“ Das ultimative Argument – auch in Nichtfaschingshochburgen…

Da fällt mir ein, ich muss heute nochmal dem Malermeister schreiben, der uns letztens dieses Angebot für den Neuanstrich unseres Hauses dagelassen hat. Und der darf sich nicht mit Fasching rausreden, wenn ich ihn darauf hinweise, dass er a) die Hälfte vergessen hat und wir b) durchaus gern wüssten, was die einzelnen Posten auf seinem Angebot denn nun genau kosten… Unter Umständen wollte er es mir beim Lesen einfach nicht so schwer machen und mich nicht mit Zahlen verwirren. Aber ich bin ja schon groß und kann Zahlen durchaus als solche identifizieren. Auch die mehr als Zweistelligen.

Ach ja: Morgen wieder Fastenzeit. Vielleicht essen Sie heute noch schnell alle Kekse auf. Und die Schokolade. Und vielleicht auch die Gummibärchen, die Sie als eiserne Reserve ganz hinten im Schrank deponiert haben…

Fasching, Tauben, Taschengeld…

Es passiert aber auch gar nichts zur Zeit.

Ich könnte natürlich darüber schreiben, dass der Fasching jetzt auch den Kindergarten gefunden hat und ich mein Kind heute früh standesgemäß verkleidet (Pirat) in selbigen geschickt habe. Die Brut wollte denn auch nur noch mit „Käptn!!“ angesprochen werden. Gern in Verbindung mit einem kehligen Harrrrrr!!! Was ich total verstehen kann, bei der tollen Schnurrbart-fünf-Uhr-Schatten Kombination, die ich extra aufgemalt hatte. Also dem Kind… Morgen will der Nachwuchs dann Feuerwehrmann werden. Oder halt: Feuerwehrfrau. Die Feinheiten der korrekten Geschlechterbezeichnung sind der Brut mittlerweile vertraut. Das hatte letztens noch nicht so gut geklappt, als das Kind beim Bäcker wissen wollte, warum der dicke Mann da Kuchen kauft und die dicke Frau da meinte. Obwohl ich zur Verteidigung anbringen muss, dass das wirklich nicht so gut zu erkennen war. Zumindest nicht auf den ersten oder zweiten Blick…

Das Wetter indes kann sich gar nicht entscheiden, was es werden will. Gestern beinahe 15°C. Heute schneit es indes wieder vorsichtig. Morgen also Regen, wenn ich dem momentanen meteorologischen Durcheinander richtig folgen kann. Das ganze draußen wohnende Viehzeug indes stellt sich offensichtlich schon auf Frühling ein. Zumindest die schon fast zur Familie gehörenden Taubenpärchen, die es seit Tagen munter auf dem Dach treiben.

Ach ja, Herr Müller hat mir übrigens kein Geld da gelassen, als er heute früh das Haus verlassen hat. Falls du das liest: Ich konnte mir keine Kekse kaufen und werde heute Abend möglicherweise unterzuckert sein. Nur falls du dich fragst… was? Ob ich Taschengeld bekomme?  Kriegen Sie etwa keins? Das tut mir leid…

Ich für meinen Teil mache mich nun auf die Suche nach eventuellen Keksresten in Schubladen und… ach ja, arbeiten muss ich dann ja auch noch…

Hier Überschrift einfügen…

Haben wir das Wochenende also erfolgreich hinter uns gebracht. Ich hatte mit meiner Brut wieder einmal einen Vorwand, um ungestraft Kinderfilme im Kino zu gucken, kriege es nach wie vor nicht auf die Reihe, einen Reißverschluss vernünftig einzunähen und habe schon wieder alle auf Vorrat gehorteten Kekse gefressen.

Und Sie so?

Ach ja, etwas Putziges habe ich am Wochenende noch entdeckt. Der hier ansässige Lernkreis verteilt pünktlich zum in Sicht kommenden zweiten Schulhalbjahr wieder Flyer. Nachhilfe kann ja sinnvoll sein. Sollte meine Brut selbige allerdings irgendwann einmal benötigen, werde ich mir wahrscheinlich einen anderen Verein suchen. Es sei denn, die kriegen das bis dahin mit der Rechtschreibung hin…

Mein Wort des Tages: Esistenzsicherung.

Lernkreis

 

Ich wünsche eine schöne Woche!

 

Keks… meiner…

Wenn Sie glauben, Sie wüssten schon alles über Kekse, schauen Sie sich das hier an:

Keks

Oder auch: Das ist doch kein Keks. DAS ist ein Keks!

Da ich die Produktion regelmäßig leer kaufe, dürfte das Gebäck wahrscheinlich die nächsten Monate für Ottonormalkeksesser nicht erhältlich sein. Ich bedauere das keineswegs…

Und nochmal zur Sicherheit für alle: Den güldenen Hannoverschen Leibnitz-Keks hat jemand anderes gestohlen. Ganz ehrlich!

P.S. Selbstverständlich darf ich meine eigenen Zitate aus Twitter klauen. Das ist kreativ, nicht faul. Merken Sie sich das!