Verkatert…

So. Jetzt ist es passiert.

Schwarze Katze Nr. 4 ist in der Nachbarschaft eingezogen. Mit unserem Kater streunen nun fünf zum Verwechseln ähnliche Viecher durch die Gärten.

Sicher,  diese Fünflings-Sache hat ihre guten Seiten. Kackt eine schwarze Katze irgendwo ins Blumenbeet, wird es schwierig, mit dem Finger auf den richtigen Besitzer zu zeigen und mit Anwälten zu drohen. Und auch die pausenlos alles anpinkelnden Kater sind nicht mehr so leicht als Müllers oder Schuberts Besitz zu identifizieren.

Andererseits galoppieren jetzt auch immer mindestens 2 Katzen herbei, wenn man abends am Gartentor steht und nach der Mieze ruft. Mit nachlassender Sehkraft wird es so schwierig, den richtigen Vierbeiner auszusuchen.

Auch Doppelfütterungem passieren immer wieder. Denn das liebevoll angerichtete Mittagsschälchen wird schon mal von fremden Katzen geleert, die sich rotzfrech durch die Katzenklappe schleichen und gnadenlos ausnutzen, dass sie von Weitem wie Müllers vierbeiniger Mitbewohner aussehen.

Schön aber sind die abendlichen Zusammenkünfte im Garten. Da treffen sich dann 5 schwarze Katzen und der taube Weiße mit dem blauen und dem grünen Auge, schweigen sich lange an und gehen irgendwann wieder ihrer Wege.

Womit eindeutig die Vorteile überwiegen.

Und mir fällt ein: Das Katzenfutter ist schon wieder alle…

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Markiert…

Unsere Nachbarschaft ist umkämpftes Terrain. Besonders nachts und in den frühen Morgenstunden. Da bricht draußen Krieg aus.

Krieg der Katzen.

Gefühlt kommen auf jeden Rentner hier in der Gegend zwei Katzen. Die meisten von ihnen sind Freigänger. Aus fragwürdigen  tierliebhaberischen Gründen sind besonders die Männchen gelegentlich noch im Besitz ihrer vollen Katerkraft. Das zieht umfangreiche Revierkämpfe nach sich. Nachts, wenn sich die kastrierten weichgespülten Stubentiger am warmen Ofen den Popo wärmen, schwärmen die Draußenkatzen aus und erweitern ihr Territorium. Am Morgen, wenn unsereins dann mit Kind und Kegel das Haus verlässt, riecht es allerorten lieblich nach Kater. Besonders in unserem Garten scheinen sich diverse Reviere zu kreuzen. Außerdem wird der Müllersche Kater offensichtlich als große Konkurrenz angesehen, was es für die Fremdkater unumgänglich macht, ihm dufttechnisch zu zeigen, wo der Hammer hängt. So haben wir im Laufe der Zeit rund ums Haus diverse Hotspots ausgemacht, den die Kater regelmäßig anlaufen, um die Pipi-Marke des Vorgänger zu überpinkeln.  Derzeit wird die Garage eingenebelt. Außerdem diverse Sträucher und der Platz für die Mülltonnen.

Eine zeitlang habe ich noch versucht, reviertechnisch einzugreifen. Da bin ich dann mit bislang unbenutzten Parfums ausgeschwärmt und habe die Markierungen übersprüht. Ganz nach dem Motto: Wer am schlimmsten riecht, gewinnt. Den Kampf habe ich allerdings verloren. Denn offensichtlich haben die Parfums den Überkaterinstinkt der Felinen erst angestachelt und dafür gesorgt, dass nur noch eifriger markiert wurde. Neuerdings schifft ein besonders freches Exemplar zudem an unsere Haustür. So viel kann man gar nicht putzen. Vom Wollen mal abgesehen.

Ich hege die Hoffnung, dass der bestimmt bald eintreffende Winter den Revierinstinkt der Kater ein wenig eindämmen wird. Zumindest aber lässt der Gestank bei sinkenden Temperaturen erheblich nach. Dann kann man das Pipi auch besser von Türen und Garagentoren entfernen – mit dem Eiskratzer nämlich…