Wer…

Wer eine Katze hat, den wird es nicht wundern, dass diese nachts zum Kotzen extra ins Bett kommt. Finden sich dann im Gewölle die noch gut erhaltenen Überreste einer dreiviertel Maus, ist die Nachtruhe ganz schnell vorbei. Obwohl wir alle Puzzles sehr gern mögen, will keiner die Teile wieder zusammensetzen. Dafür sind wir putzmunter und können auch gleich aufstehen.

Wer am Sonntagabend die Wasserspülung des Klos kaputt macht, der kann sich sicher sein, dass sich kein geeigneter Handwerker auftreiben lässt, der das Maleur schnell mal repariert. Hockt man sich dann am Montag Morgen vor die Schüssel, um den Pott wenigstens sauber zu machen, bevor der nette Mann von der Sanitärfirma mit den rettenden Ersatzteilen kommt, stellt man fest, dass man den Schaden auch gleich selbst richten kann und – Oh Wunder – nach ein bisschen Ziehen da und Drücken dort ist die Wasserspülung repariert. Als Superhausfrau vollführt man solche Wunder noch vor dem Frühstück.

Wer seine Kinder morgens in den Kindergarten bringt, kann sich sicher sein, dass er der Hälfte der begleitenden Erziehungsberechtigten zwanzig Minuten später im ALDI noch mal über den Weg läuft. Meist trifft man sich irgendwo in Höhe der Kinder-Winterschuhe, der Thermo-Unterbuxen und pinken resp. grünen Handschuhe und Mützen. Dann kichert man einander zu, hält die gemachte Beute in die Luft und sagt: „Jetzt muss ich aber!“

Wer gegen neun Uhr morgens in der Arbeit sitzt und gefragt wird, warum er erst jetzt kommt, nimmt ganz gelassen einen großen Schluck Bürokaffee und lehnt sich zurück. Wer vor Sonnenaufgang schon so viel gepuzzelt, gerettet und geshopt hat, für den ist Zeit bedeutungslos…

Tap-esk…

Kennen Sie den Film „This is Spinal Tap“? Dann erinnern Sie sich doch sicher an die Szene, in der Leadgitarrist Nigel Tufnel dem Reporter die besonderen Verstärker der Band erklärt. Die lassen sich nämlich bis 11 regulieren. „It´s one louder!“ Pipi-Normal-Verstärker gehen nur bis 10.

Ähnlich „Tap-esk“ geht nun eine Kaffee-Kapsel-Firma vor. Die hat auch beschlossen, die bislang übliche 10er Skala zu sprengen. Da geht es allerdings nicht nur bis 11. Nein! Der Kaffee kann jetzt sogar mit der Stärke 12 genossen werden!

twostronger
„It´s even two stronger!“
Yeah!

Krims…

So ein Urlaub hält aber auch gar nicht vor. Da kann man wochenlang nur an irgendwelchen Stränden herumgelegen haben – kaum schließt sich die Bürotür hinter dem eigenen Rücken, setzt schon wieder dezentes Herzflattern ein. Natürlich könnte das auch an den zwei Tassen Kaffee liegen, die man vorher auf die Schnelle gestürzt hat, um sich Mut anzutrinken. Wahrscheinlich gibt es aber andere, naheliegende Gründe. Gründe, die direkt mit der Arbeit zu tun haben… Beruhigend ist zumindest die Tatsache, dass sich der Stresskreislauf nach der ersten Woche wieder ein bisschen reguliert. Aber nur ein bisschen.

Der kleine Herr Müller indes ist jetzt ein Kindergartenkind. Heute hat man mich zum ersten Mal nach Hause geschickt. An der Tür griff mein Sohn die Hand der netten Kindergartentante, steuerte die Bauecke an und mich wies man mit einem dezenten „Sie gehen jetzt mal nach Hause“ auf meine Überflüssigkeit hin. So schnell werden die Kleinen groß.

In Großbritannien übrigens hat man Ärger mit anderen Großen. Mit Häusern, die Autos und Fahrräder schmelzen, zum Beispiel. Das Walkie Talkie Building in London mit seiner wunderschönen Fensterfront schafft es nämlich tatsächlich, bei einem bestimmten Sonneneinfallwinkel eine Hitze zu entwickeln, mit der man schon mal Eier braten kann. Die spezielle Architektur des Gebäudes ähnelt dezent einem Parabolspiegel. Steht die Sonne nun günstig, entstehen auf der gegenüberliegenden Straßenseite für 2 Stunden am Tag brenzlige Situationen. Das ist so schlimm, dass man sich nun entschieden hat, die Spiegelfront abzuhängen, um den Hotspot zu entschärfen. Natürlich könnte man jetzt unken, das Ganze sei nur eine Art versteckter Waffentest, denn schon Archimedes soll ja seinerzeit mit Parabolspiegeln zum Zwecke von Flottenversenkungen experimentiert haben. Möglicherweise haben wir es aber nur mit einem Webegag zu tun: „London – Hier brennt die Luft!“

Übrigens: Die Blog-Parade „So ein Sommer aber auch“ geht in die letzte Runde. Einige von Ihnen haben Fotos angekündigt, suchen aber noch nach dem optimalen Schnappschuss. Oder nach dem hässlichen Hund mit Hut in Berlin Mitte – der, der sich so schlecht fotografieren lässt, weil er verdammt schnell rennen kann. Aber immer mit der Ruhe – Sie haben noch 3 volle Tage. Ich freue mich darüber hinaus sehr über Ihre rege Teilnahme. Danke!

Auf Anfang…

Irgendwie ist der  Wurm drin. Erst wendet sich die Waschmaschine gegen mich und tötet meine Klamotten. Dann bekommt die Katze im Bett schlimmes Bauchweh und leert den Magen direkt auf die frischen Laken. Und am Ende des Tages gebe ich Bodylotion ins Badewasser und wundere mich, warum mein Schaumbad so unschaumig ist.

Aber jetzt fängt eine neue Woche an und ich habe zumindest schon einmal unfallfrei Kaffee zustande gebracht. Das kann man jetzt als gutes Zeichen sehen. Vielleicht ist es aber auch nur die Ruhe vor dem Sturm…

Nichtdiät…

Herr Müller hat einen bösen Verdacht: Ich habe ihn heimlich auf Diät gesetzt. Weil ihm nämlich sein Kaffee nicht schmeckt. Dazu sollten Sie wissen, dass Herr Müller seinen Zucker gern mit etwas Kaffee nimmt. Und heute ist da irgendwie nur Milch im Kaffee und so gut wie gar nix Süßes.

Herr Müller sieht mich streng an und löffelt sich demonstrativ noch ein paar Kalorien in die Tasse. Dann zeigt er mit strengem Blick auf seinen Becher und nimmt einen großen männlichen Schluck.

Ich nicke betreten.

Und das nächste Mal vertausche ich dann auch nicht mehr die Tassen…