Blockiert…

Ein gutes Neues Jahr zusammen!

Pünktlich zum Jahreswechsel kann ich mit einer ISG-Blockade aufwarten. Ischias! Hurra! Das tut unglaublich, sprichwörtlich zum Heulen, weh. Besonders beim Stehen, Liegen, Sitzen und Laufen. Kind 2, das trotz seiner fast 4 Jahre immer noch gern getragen werden möchte, kann gar nicht verstehen, warum das praktische Hin- und Hergeschleppe plötzlich nicht mehr drin ist. Stattdessen liegt die Mutter im Wohnzimmer auf dem Teppich und macht Rückengymnastik. Unter Tränen.

Schonung, das müssen Sie wissen, ist bei Rücken nicht mehr angesagt.  Stattdessen rät der Orthopäde des Vertrauens zu „sanftem Durcharbeiten durch den Schmerz.“ Rückenmuskeln, das bestätigt man mir, habe ich schon. Was die sonst obligatorische Anmeldung zur Rückenschule überflüssig macht. Dafür zeigt man mir Übungen, die dem ambitionierten Sportler bereits aus der Dehnungsphase einer normalen Sportstunde bekannt sein dürften. Dann gibt es Schmerztabletten, nur zur Sicherheit, und einen warmen Händedruck.

Daheim angekommen, richte ich mich im Wohnzimmer für eine Dauerlagerung ein. Alle Kinder werden dazu angehalten, die Mutter ja nicht anzustupsen. Kind 1 wendet sich gelangweilt ab. Kind 2 legt sich neben mich: „Biste hingefallen?“ Der Vater eilt hinzu. „Ganz lieb mit Mama sein!“ ruft er panisch. „Musst keine Angst haben,“ erwidert Kind 1. „Ich bin ganz vorsichtig.“ Diese Vorsichtigkeit drückt sich in der Folge in erster Linie durch besonders leises Sprechen aus. Der Rest bleibt wie immer…

Viele Wärmflaschen, einige Nächte in Stufenlagerung und ganz doll Sport später geht es dem Rücken nun zumindest besser. Jetzt soll ich spazieren gehen. Damit sich die Verspannung dauerhaft löst. Aber bloß nicht joggen. Meine Freude hält sich in Grenzen. Ich darf auch Fahrrad fahren. Das aber nur im Keller auf dem Fitnessgerät. Richtigen Sport allerdings soll ich erstmal noch bleiben lassen. Bis alles wieder heile ist.

Und Sie so? Auch schon was gerissen im Neuen Jahr?

Advertisements