Wieder nicht…

Halloween war dieses Jahr wieder der Burner. Kein Kind da! Wirklich nicht! Wenn man von den zwei Prinzessinnen absieht, die an der Tür geklingelt haben, noch bevor es überhaupt dunkel geworden ist. Tageslichtprinzessinnen gelten nicht! Bitte für die Zukunft merken!

Dabei waren wir äußerst nett: Haben Süßes gekauft, verstecken auch wirklich keinen Rosenkohl in Rocher-Papier und machen uns auch keinen Spaß daraus, Zahnbürsten und Zungenreiniger zu verteilen. Nein: Wir sind auf Horden unterzuckerter Winzlinge extrem gut vorbereitet. Mit gigantischen Schüsseln voller Kariesbomben und einem als Spiderman angemalten Kleinkind.

Und dann das: Nichts. In der kompletten Straße herrscht Totentanz (Achtung Halloween-Wortspiel). Vermutlich hat sich herumgesprochen, dass das Rentnergeschwader in unserer Gegend nicht gut auf Monsterkinder zu sprechen ist. Überhaupt muss man sich in der Hochzeit von Horrorclowns ja ungemein in Acht nehmen. Türen öffnen nach Einbruch der Dämmerung ist da nicht drin! Was es ziemlich sinnlos macht, sich als Kind zu uns ins Viertel zu verirren und nach Süßigkeiten zu fragen.

Das extra einstudierte „Süßes oder Saures? Dann hätte ich gern was Süßes.“ bleibt ungenutzt.

Also kein Halloween dieses Jahr. Auch gut. Essen wir die ganze Schokolade eben selbst. Ist auch viel zahngesünder. Zumindest für die nicht hier gewesenen Kinder…

Nichtoween…

Man will ja vorbereitet sein… Obwohl ich weiß, dass auch in diesem Jahr, wie übrigens in den letzten sechs oder sieben davor, niemand wegen Süßigkeiten an unserer Haustür klingeln wird, habe ich Zuckerhaltiges besorgt. Heute früh stand ich im Supermarkt an der Kasse und legte meine Schokolinsen, -riegelchen und -täfelchen aufs Band. Die Dame vor mir übrigens ebenso, nur mit leichter Variation in der Mischung. Der Herr hinter uns guckte missbilligend und faselte etwas von „Importkacke“, was wir geflissentlich überhörten.

Bei uns im Rentnerviertel ist das ja eh so eine Sache. Auch dieses Jahr ist die Spuknacht vor Allerheiligen nichts, mit dem sich unsere Senioren freiwillig abgeben. So flüsterte mir unlängst Oma Elsa zu, sie werde das Gartentürchen abschließen, damit ja niemand auf die Idee komme, dass bei ihr etwas zu holen sei. Weimers planen sogar, den Dackel in den Garten lassen – zur Abschreckung. Und bei Rosemüllers lässt man lieber gleich die Rollladen herunter und tut so, als sei man gar nicht da.

Kind 1, das heute übrigens als Skelett in den Kindergarten geklappert ist, will wissen, warum wir nicht von Tür zu Tür gehen und „Süßes oder Saures!“ rufen. Dass das hier nicht so üblich ist, ist dem Kind egal. Das Wort Tradition ist allenfalls lustig, bringt aber wenig Licht ins Dunkel des kindlichen Spaßdenkens. Und so wird es auch dieses Jahr darauf hinauslaufen, dass ich dem Kind ein Tütchen Süßzeug packe und so versuche, den Wegfall der abendlichen Sammeltour zu übertünchen. Klappt eigentlich immer. Die Hauptsache ist ja das, was am Ende herausspringt…

In diesem Sinne: (F)rohes Halloween… oder auch nicht, falls Sie nicht so…

Halloween-Kürbis für Faule…

Halloween steht vor der Tür. Zeit für uns, zumindest ein bisschen über Deko nachzugrübeln.

Weil wir unglaublich faul sind, haben wir uns für einen Baukasten-Halloween-Kürbis entschieden.

Man nehme: 1 Hokkaido-Kürbis, 2 Marshmallow-Glubschaugen (derzeit Saisonware beim Gummibärchenanbieter Ihres Vertrauens) und ein Kaugummiautomaten-Gebiss aus dem Kram-Fundus von Kind 1.

Kürbis-Einzelteile

Nach ein paar Minuten Schnitzarbeit und diversen versehentlich gegessenen Mashmallows ist er fertig: Unser leicht verhuscht dreinschauender Halloween-Kürbis.

Halloweenkürbis

(Parallel veröffentlicht auf alleshandarbeit.wordpress.com)

Halloween – gern auch pink…

Ach du lieber Gott, da war doch noch was.

Halloween…

Bei uns im Rentnerviertel bleibt man von solcherlei Späßen ja eher verschont. Die alten Leute sehen nämlich den Untergang des Abendlandes eingeläutet, wenn sich bereits Kinder als Boten des Todes verkleiden. Außerdem ist ihnen diese importierte Feierlichkeit nicht geheuer. Sagte doch letztens Oma Erna zu mir, mit Särgen habe sie es nicht so, weil das schließlich das nächste Möbelstück sei, das sie besitzen würde. „Ach, kann man sowas in der IKEA kaufen?“ wollte ich munter wissen, aber der Scherz verpuffte im Angesicht einer total schockierten Seniorin. Merke: Keine Sarg-Witze im Beisein von Rentnern.

Mein Kind sprang mich übrigens heute früh aus einer Ecke an und krähte: „Ich bin ein Skilätt!“ Dank eines gestern eigens gekauften Kostüms stimmte das sogar. Heute darf die Brut nun im Kindergarten ungestraft vor sich hin skelettieren. Da sieht man das nicht so eng und bastelt sogar Spinnen aus Klopapierrollen und Pfeifenreinigern.

Übrigens, Kindergarten und Halloween: Sie glauben nicht, wie viele Prinzessinnen mir heute Früh begegnet sind. Und Feen! Ich darf die pinken Feen nicht vergessen! „Seid ihr wenigstens untot?“ wollte ich wissen. „Oder böse Feen?“ Aber nix da. Die kleinen Mädchen wollten davon nichts hören.  Stattdessen wurde ich mit Sternenzauberstäben betippst: „So, du bist jetzt eine Prinzessin!“

Das üben wir aber noch mal.