Mitbringsel von Geschäftsreisen, die Zwölfte…

Heute: Kalorien!

Einmal Mandeln, einmal Mandeln und einmal Mandeln. Damit es bis Weihnachten reicht. Realistisch betrachtet reicht es bis morgen. Aber der Gedanke zählt…

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Ruhe sanft…

Was macht man eigentlich, wenn man feststellt, dass der Sitznachbar auf der Tagung gerade im Begriff ist einzuschlafen?

Der sitzt schon die ganze Zeit so windschief da. Ich habe mich extra auf die Nichtschlagseite begeben, um zu verhindern, dass gleich jemand auf meinen Schoß sinkt. Das macht die Sache aber nicht unbedingt angenehmer. Denn als Sitznachbar übernehme ich automatisch die Rolle der Aufsichtsperson. Egal ob wir uns kennen oder nicht. 

Der nette Mensch im schwarzen Anzug hinter uns stubst seinen Vordermann regelmäßig mit einem Kugelschreiber in den Rücken, um das vollständige Wegdösen zu verhindern. Alle kichern dabei, nur mir ist nicht nach Lachen zumute, weil ich befürchte, dass das Hochschrecken aus dem Halbschlaf irgendwann von wildem Umherschlagen begleitet sein könnte. Ich sehe schon die Schlagzeilen: Prügelei auf Tagung. Schwangere niedergeschlagen. Aber jetzt kann ich mir unmöglich noch einen anderen Platz suchen, ohne als feige zu gelten. Außerdem hat der erste Redebeitrag begonnen und jeder, der aufsteht, muss auch eine Frage stellen. Passend zum Thema, versteht sich.

Nasales Schnorcheln setzt ein, erst ganz leise, dann mit zunehmender Wahrnehmbarkeit auch für die Umsitzenden. Einige drehen sich irritiert um, andere geben mir Zeichen, dass ich als unmittelbare Nachbarin das Schnarchen zu unterbinden habe. Vorsichtig piekse ich den Schläfer in den Oberarm. Er erwacht mit einem tiefen Schnorchler, der den Referenten auf dem Podium kurz im Redefluss unterbricht, und schaut mich glasig an. „Furchtbare Hotelbetten.“ höre ich ihn nuscheln. Ich nicke mitfühlend. Dann setzt er sich mit einem Schnaufen gerade hin und behält tatsächlich für die nächsten Minuten das Bewusstsein.

Ich beginne Hoffnung zu schöpfen, doch zu spät. Aus den Augenwinkeln sehe ich einen Kopf nach hinten und einen Mund aufklappen. Dann geht es auch schon wieder los.  Der Vortrag muss unterbrochen werden, weil das Publikum kollektiv in Lachen ausbricht. Mein Sitznachbar schreckt hoch und verlässt, Entschuldigungen nach links und rechts nickend, den Saal.

Zwei Stunden später sehe ich ihn mit einem Becher Kaffee in die nächste Diskussionsrunde eilen. Vielleicht hat er sich mittlerweile irgendwo ausgeschlafen.

Mitbringsel von Geschäftsreisen, die Siebte…

Heute: Der Missverständnis-Stift…

Eigentlich handelt es sich hier um einen ganz normalen Kugelschreiber. Er wäre auch ein normaler Kuli geblieben, wäre ich nicht der Meinung gewesen, bei Lemeridien handle es sich um Bakterien, ähnlich wie Clostridien.

„Schatz, die verteilen auf Medizinerkongressen tatsächlich Stifte, die Werbung für Krankheitserreger machen?“

„Nein. So heißt das Hotel, in dem wir untergebracht waren…“