Murmeltiergrüße und anderer Kram…

Schon wieder Streik. Oder immer noch. Man kennt sich gar nicht mehr aus. Während man kurz hoffte, die Bahn käme wieder zu sich, liegt nun wieder alles darnieder. Die Kindergartentanten streiken auch noch. Und jetzt auch die Post. Wenn nun auch die Recken vom REWE ihre Arbeit niederlegen und sich die Lehrer anschließen, wird man nur noch langsam bis 30 zählen können. Dann implodiert der Planet. Ich wette mit Ihnen!

Dann stehen schon wieder Ferien an. Pfingstferien! Wir sind im Freizeitstress. Bei Omas und Tanten kann man die Kinder nicht abwerfen. Die wandern nämlich entweder auf Korfu oder stiefeln in Bergschuhen durch die Schweizer Alpen. Und können/wollen da auf keinen Fall Kinder mitnehmen. Zwei Wochen lang will Kind 1 nun bespaßt werden. Zum Glück springt rechtzeitig der Betreuungsreigen des Schulhorts an und bietet vierzehn Tage lang Wald-, Bade- und Basteltage. Die eine oder andere Mutter würde da sicher auch gern – zumal besonders die Aussicht auf Glitzerkram in Woche 2 verheißungsvoll scheint. Ich beauftrage das Kind, Armband und Kette zu basteln und ernte einen Blick, der an Fremdscham alles ausdrückt, was man mit 7 Jahren nur zustande bringen kann…

Weil das selbstverständlich noch nicht genug Spaß für die ganze Familie ist, ist der Kater krank. Magenkrank. Die letzte Maus muss wohl schlecht gewesen sein. Anders lässt es sich nicht erklären, dass der Kater, unabhängig von Magenfüllung, Tageszeit und Schmusebedarf derzeit unfassbar fies um sich kotzt. Gern auch ohne Vorwarnung. Zum Beispiel beim Kuscheln auf dem Sofa. In diesem Zusammenhang kann ich versichern: Lachen werden garantiert alle – nur Sie nicht. Sie haben nämlich Vorverdautes auf der Brille und müssen sich zusammenreißen, um nicht selbst spontan den Magen zu entleeren. Der Kater guckt derweil nicht im Mindesten peinlich berührt, setzt sich dafür aber auf den Teppich und fährt mit pumpendem Geräusch und passender Körperrhythmik mit der Entleerung fort.

Und dann hatten wir, weil aller guten Dinge Pech sind, noch Läuse… aber davon demnächst…

 

Advertisements

Halloween-Kürbis für Faule…

Halloween steht vor der Tür. Zeit für uns, zumindest ein bisschen über Deko nachzugrübeln.

Weil wir unglaublich faul sind, haben wir uns für einen Baukasten-Halloween-Kürbis entschieden.

Man nehme: 1 Hokkaido-Kürbis, 2 Marshmallow-Glubschaugen (derzeit Saisonware beim Gummibärchenanbieter Ihres Vertrauens) und ein Kaugummiautomaten-Gebiss aus dem Kram-Fundus von Kind 1.

Kürbis-Einzelteile

Nach ein paar Minuten Schnitzarbeit und diversen versehentlich gegessenen Mashmallows ist er fertig: Unser leicht verhuscht dreinschauender Halloween-Kürbis.

Halloweenkürbis

(Parallel veröffentlicht auf alleshandarbeit.wordpress.com)

Schlimme Dinge…

Heute habe ich etwas ganz Schlimmes getan. Ich habe – und wenn Sie schwache Nerven haben, lesen Sie jetzt bitte weg – mein Kind gezwungen zu Basteln!

Unbestätigten Gerüchten zufolge nähert sich nämlich wieder ein Großereignis, in dem wahlweise ein Mann mit weißem Bart vorkommt oder ein blonder Knabe mit lockigem Haar.

Da Nachwuchs im Vorschulalter nun nicht stundenlang auf Stühlen festgehalten werden kann, ohne dass er sich a) daran festklebt oder b) die Tischdecke mit Bastelpapier verwechselt, dosiere ich die Bastelnachmittage derzeit schonend.

Bis Weihnachten müssen alle Omas, Opas, Onkel, Tanten, beste Freunde, Mamas, Papas… anständig beschenkt werden. Was gibt es schließlich Schöneres, als etwas Selbstgebasteltes. Und damit da am Ende wenigstens eine Träne der Rührung zu sehen ist bei der Oma, sollte das Geschenk schon schön sein.

„Nein, das Herz sollst du ausschneiden. Das sieht doof aus, mach´s nochmal. Nochmal! Konzentrier dich! Das üben wir, bis es schön aussieht…“

Noch sind´s ein paar Wochen. Vielleicht schaffen wir es ja, bis dahin etwas Anständiges zu kreieren. Wenn nicht, tue ich an Heiligabend einfach so, als hätten wir nicht seit Wochen gemalt, geklebt und gefaltet. Ich mache mich doch nicht lächerlich, weil das Kind am Ende nur so hässliches Zeug zustande gebracht hat…