Heimflug…

Wir sind zurück in heimatlichen Gefilden. Nachdem das Auto in dieser kleinen mecklenburger Werkstatt rubbeldiekatz repariert werden konnte (Diagnose: Kühlmittelpumpe in ano), konnten wir mit einer Verspätung von nur 24 Stunden wieder heimreisen. Unsereins fährt ja sowieso gern nachts. Da sind die Straßen leer, die Kinder schlafen und eine sechsstündige Autofahrt lässt sich mit minimaler Rastplatzfrequentierung absolvieren. Das alles natürlich rein theoretisch. Denn selbstverständlich schläft kein einziges Kind. Im Gegenteil: Alle Kinder wollen entweder in fünfzehnminütigen Abständen pinkeln oder rufen laut „Kacka-Popo!“, was beides einen sofortigen Boxenstopp bedeutet. An der Raststätte angekommen, geht Kind 1 brav zum Klo. Kind 2 legt den Kopf schief und fragt unschuldig: „Jetzt Pommes essen?“

Nur 4 Stopps später haben wir die Nase dann auch schon voll und verweigern das nochmalige Aufsuchen von Raststätten. Die Kinder entwickeln daraufhin Hunger und fressen die Vorräte leer. Dann ist ihnen schlecht und sie müssen anhalten. Ein letztes Mal stoppen wir den Wagen. Dann streichen wir Essen und Trinken vom Speiseplan. Zumal es mittlerweile dunkel ist. Und das heißt: Schlafenszeit.

Selbstverständlich schläft kein Kind. Stattdessen werden Lieder gesungen, Autos gezählt und in den Sitzritzen nach TicTacs gekramt. Das Ganze unterhält uns fast zwei Stunden lang. Dann wird es hinten merkwürdig still. „Dass eins klar ist, ich schlafe nicht!“ lässt Kind 1 verlauten. Kind 2 kann ich zu diesem Zeitpunkt schon zudecken. Zwei weitere Wachheitsbeteuerungen später ist auch Kind 1 eingeschlafen…

Kurz nach Mitternacht sind wir daheim. Beim Umbettprozedere vom Auto ins Haus werden beide Kinder wach und verlangen unisono Abendbrot, eine Geschichte, ein Lied und überhaupt. Aufs Zähneputzen dürfen wir aber verzichten. Da sind die Kinder nicht so. Gegen 2 Uhr, gleich wird die Sonne wieder aufgehen, liegen dann alle im Bett. Aber sowas von…

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Wurmloch…

Herr und Frau Müller in der mecklenburgischen Provinz. Eigentlich waren wir auf der Suche nach den Müllerschen Patenhühnern. Leser dieses Blog erinnern sich. Die Hühner sind nun schon groß (einige sogar schon gegessen) und wollen endlich einmal persönlich besucht werden.

Eine Weile ging auch noch alles gut. Wir fuhren so durchs Land, guckten links und rechts, vorfreuten uns.

Dann passierte Folgendes:

InsNichts

Dem Navi ging die Straße aus… Weil wir aber Kinder haben und Todesmut aus diesem Grund Teil unserers Naturells ist, fuhren wir weiter

InsNichts2

und müssen irgendwo in diesem Nichts ein Wurmloch passiert haben. Denn plötzlich:

InsNichts3

Tadaa! Lübeck! 466km in nur 1:12 Stunden!

Wir waren dann noch ein bisschen damit beschäftigt, den Sprung durchs Wurmloch zurück zu finden, weshalb sich der Bericht über das Federvieh auf später verschiebt. Das Navi mag übrigens seitdem nicht mehr, aber es kann natürlich sein, dass die eine oder andere Technik einen Hyperraumsprung nicht verkraftet.