Wieder nicht…

Halloween war dieses Jahr wieder der Burner. Kein Kind da! Wirklich nicht! Wenn man von den zwei Prinzessinnen absieht, die an der Tür geklingelt haben, noch bevor es überhaupt dunkel geworden ist. Tageslichtprinzessinnen gelten nicht! Bitte für die Zukunft merken!

Dabei waren wir äußerst nett: Haben Süßes gekauft, verstecken auch wirklich keinen Rosenkohl in Rocher-Papier und machen uns auch keinen Spaß daraus, Zahnbürsten und Zungenreiniger zu verteilen. Nein: Wir sind auf Horden unterzuckerter Winzlinge extrem gut vorbereitet. Mit gigantischen Schüsseln voller Kariesbomben und einem als Spiderman angemalten Kleinkind.

Und dann das: Nichts. In der kompletten Straße herrscht Totentanz (Achtung Halloween-Wortspiel). Vermutlich hat sich herumgesprochen, dass das Rentnergeschwader in unserer Gegend nicht gut auf Monsterkinder zu sprechen ist. Überhaupt muss man sich in der Hochzeit von Horrorclowns ja ungemein in Acht nehmen. Türen öffnen nach Einbruch der Dämmerung ist da nicht drin! Was es ziemlich sinnlos macht, sich als Kind zu uns ins Viertel zu verirren und nach Süßigkeiten zu fragen.

Das extra einstudierte „Süßes oder Saures? Dann hätte ich gern was Süßes.“ bleibt ungenutzt.

Also kein Halloween dieses Jahr. Auch gut. Essen wir die ganze Schokolade eben selbst. Ist auch viel zahngesünder. Zumindest für die nicht hier gewesenen Kinder…

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Ferien: Jetzt…

Jetzt haben sie endgültig angefangen: Die Sommerferien.

Nachdem auch der Kindergarten offiziell seine Tore geschlossen hat und der Urlaub genehmigt wurde, bereiten wir uns seelisch auf die nächsten drei Wochen vor.

Kind 1, denn die Schulferien in Bayern sind längst im Gange, ist bereits seit einer Woche bei den Großeltern. Und ist dort schon im Zoo gewesen, im Vogelpark, auf dem Bauernhof, am Strand, beim Hundeausführen, Hühner füttern, Kuchen backen, Museumsbesuch, Uroma besuchen und überhaupt. Die Oma verfügt über Elan, das merkt man schon. Wir spielen mit dem Gedanken, auch Kind 2 zu den Großeltern zu schicken und so schnell zu rennen, wie wir nur können. Denn Oma weiß offensichtlich, was sie tut.

Aber wir wollen uns nicht ums Erbe bringen. Und haben überdies versprochen, Kind 1 nach spätestens zwei Wochen wieder einzusammeln und selbst zu bespaßen.

Nun also hat unser Urlaub begonnen. Und mit ihm eine geplante Reise an die Ostsee. Die Planung sieht vor, Kind 1 bei der Oma abzuholen, wieder einmal einen Haustausch abzuhalten und auf nettes Wetter zu hoffen. Nach dem 40 Grad Celsius Sommer des letzten Jahres bin ich für die gemäßigten Temperaturen dieser Saison sehr dankbar. Bleibt die bange Frage, wie sich 2 Kinder drei Wochen lang betüddeln lassen, ohne dass am Ende alle weinen oder nie wieder miteinander sprechen wollen. Oder und.

Bücher sind schon mal eingepackt. Neue Buntstifte gekauft. USB-Sticks mit Hörspielen bestückt. Frisbee-Scheibe und Badminton-Schläger aufgestöbert. Und für ein iPad ist selbstverständlich auch gesorgt. Badeanzug und -hose passen, obwohl die Ostsee arschkalt ist. Und der Muscheleimer aus dem letzten Jahr ist selbstverständlich auch wieder dabei.

Wir wünschen einen frohen Restsommer und melden uns sicher nach dem einen oder anderen Urlaubstag.

Frostig…

Minus 14°C.

Die Gartenamseln sitzen, zu grauen und schwarzen Puscheln geplustert, neben dem Futterplatz und warten auf ihre morgendlichen Rosinen. Mittlerweile machen sich die Tiere nicht einmal mehr die Mühe davonzufliegen, wenn man sich ihnen nähert. Papa-Amsel, im Sommer Chef im Revier, im Winter in erster Linie frierend, reißt kurz den Schnabel auf und schimpft. Dann beäugt er die Rosinen. Äpfel hätte er auch gern. Ach ja und vielleicht noch ein bisschen von den Haferflocken…

Morgens finden wir nun immer neue Spuren im Schnee. Amseln, Katzen, aber auch Mäusefährten. Auch am Vogelfutterhäuschen hangeln sich nun Mäuschen entlang – was man ihnen gar nicht übel nehmen kann. Jeder muss schließlich sehen, wo er bleibt.

Mäuse übrigens, haben auch den Dorfkindergarten für sich entdeckt. Bereits den zweiten Tag in Folge freuen sich die Kinder über umherflitzende Spitzmäuse. Weil als Nützlinge anerkannt, kann die Tierchen jeder leiden. Sie werden gefüttert, mit Ooohs und Aaahs bedacht und geben anschaulich Auskunft darüber, dass sie eben keinen Winterschlaf halten, wie von vielen angenommen. Nur den Weg, über den sie ins Haus finden, verraten sie nicht.

Das Auto will bei den derzeitigen Temperaturen erstmal gar nicht anspringen. Obwohl bei neueren Dieselmotoren die obligatorische Rudolf-Diesel-Gedenkminute keine Rolle mehr spielt, starte ich den Wagen jetzt erst, nachdem ich einmal bis 10 gezählt habe. Weil ich mir einbilde, dass das dem Auto guttut.

Die Autoscheiben allerdings sind jeden Morgen zugefroren. Von innen. Schon mal mit einem Eiskratzer Autoscheiben von der falschen Seite freigekratzt? Nein? Dann haben Sie es gut. Aufgrund der sanften Wölbung einer jeden Autoscheibe geht das nämlich nicht. Wer über eine Standheizung verfügt, hat es gut und kann im Gefährt für Tauwetter sorgen. Wer nicht, der nicht. Gegen die inwendig gefrosteten Scheiben wird mir nun allerorten ein Luftentfeuchter empfohlen. Oder die Gesetze der Natur. Will heißen: Auto innen aufwärmen, dann beim Aussteigen alle Türen aufreißen, warme feuchte Luft rauslassen und fertig. Eine handelsübliche Klimaanlage tuts allerdings auch. Die entfeuchtet die Luft auch, was verhindert, dass sich Niederschlag an die Scheiben legen kann.

Apropos Niederschlag: Kind 2, das aufgrund seines Alters einen so richtig kalten Winter bislang noch nicht mitgemacht hat, freut sich wie Bolle. Weil man nun besonders am frühen Morgen den Atem sehen kann. „Ich kann´s!“ schallt es jeden Morgen durchs Dorf. Denn der kleine Herr Müller stößt Rauchwolken aus wie dereinst der Vater von Grisu.

Zumindest der Schneemann im Garten hat nichts gegen die Kälte. Ganz im Gegenteil: Endlich tauen ihm keine Extremitäten mehr weg. Leider lässt sich der Schnee bei diesen Temperaturen nicht mehr dazu zu verwenden, ihm eine Schneefrau zu bauen. Aber man kann ja nicht alles haben.

Simplify your…

Minimalismus ist derzeit in aller Munde. Weniger ist mehr, simplify your life… jeder macht das jetzt!
So richtig mit dem Trend scheinen wir aber nicht zu gehen.

Braucht ein normaler Mensch 546 CDs? Hier kann es nur eine Antwort geben. Ja!
46 Kleider für die Dame des Hauses? Selbstverständlich!
3 Schränke voller Bücher? Bücher wegzuschmeißen verbietet sich, das weiß jeder.
Und die ganzen DVDs? Natürlich Sammlerstücke!

Was mir allerdings schleierhaft ist: Warum besitze ich 5 Morgenmäntel? Ich kann versichern, dass ich selbst nicht einen gekauft habe. Ich kenne auch keinen Grund, einen Morgenmantel anzuziehen – es sei denn, es brennt und ich müsste im Schlafanzug bei minus 10°C draußen im Garten stehen und auf die Feuerwehr warten.

Und der Bademantel da im Schrank? Kann unmöglich meiner sein. Wir haben keine Sauna und verfügen auch sonst über keine bemerkenswerte Wellness-Oase, die den Besitz eines Bademantels rechtfertigen würde. Der Bademantel kann also weg…

Die Schuhe brauche ich aber alle. Doch doch. Vielleicht nicht unbedingt die Bergschuhe, die wir damals auf der Hochzeitsreise gekauft haben, um auf Kreta durch die Samaria-Schlucht zu wandern. Obwohl an den Schuhen so viele schöne Erinnerungen hängen. Und ein paar schmerzhafte, besonders den Meniskus betreffend…

Von ein paar Sachen allerdings kann ich mich ziemlich leicht trennen.
Von der Magazinsammlung meines Gatten zum Beispiel. Der Playboy ist ästhetisch sicher sehr wertvoll. Allerdings sind die ausfaltbaren Damen in der Heftmitte mittlerweile Mütter von Teenagern und sehen heute bestimmt nicht einmal mehr halb so lecker aus wie zum Zeitpunkt des Fotoshootings. Auch die Frisuren sind nicht wirklich up-to-date, wenn Sie mir den schlechten Scherz gestatten wollen.
Auch die eingestaubten Jahrgänge diverser PC-Zeitschriften müssen eigentlich nicht mehr aufgehoben werden. Es sei denn, man will sich darüber informieren, wie das vor 5 Jahren aktuelle Windows Betriebssystem seinerzeit im Produktivtest abgeschnitten hat.

Dann, der Tatsache müssen wir uns leider stellen, haben wir festgestellt, dass wir Kisten-Messies sind. In unserem Keller stehen Umverpackungen von allem, was wir in den letzten 15 Jahren gekauft haben. Angefangen vom Karton, in dem wir dereinst die erste gemeinsame Kaffeemaschine nach Hause getragen haben bis hin zu ungezählten PC-Kisten. Und dann die Schachteln vom Kinderspielzeug! Die gesammelte Pappe bewohnt mittlerweile einen eigenen Kellerraum. Die Tür zu diesem Raum kann man zwar noch öffnen. Und ein schmaler Gang führt auch einmal bis zum Klappfenster ans andere Ende des Zimmers. Der Rest aber ist Pappe.
Und warum heben wir Schachteln auf? Darum! Es könnte immerhin sein, dass aus der Kaffeemaschine ein Garantiefall wird. Und dann kann man das Gerät zurück in die richtige Schachtel stopfen und an den Kundendienst schicken. Dass so ein Garantiefall nie eintritt, versteht sich von selbst. Aber wenn… ja wenn… dann sind wir vorbereitet.
Ganz putzig in diesem Zusammenhang ist übrigens der Fakt, dass es für drei Viertel der Kellerkartons mittlerweile gar kein Gerät mehr gibt. Besonders Computer haben ja eine Halbwertzeit von 3 Jahren und werden dann ersetzt. Das Haus verlassen diese Geräte in der Regel ohne ihren Karton. Der bleibt nämlich bei uns wohnen.

Im Rahmen der Simplifizierung unseres Lebens haben wir uns nun darauf geeinigt, zumindest das Kartonzimmer einmal auszuräumen. Sich von Ballast zu befreien soll ja glücklich machen. Und gleichzeitig die Kreativität fördern. So fällt uns, sollte der Raum tatsächlich leer werden, bestimmt eine neue Möglichkeit der Verwendung ein. Man könnte ja vielleicht eine Sauna im Keller… was dann allerdings wieder bedeuten würde, dass ich mich unmöglich von dem Bademantel trennen kann, der eigentlich schon auf der Abschussliste stand…

Vereinfachung ist doch komplizierter, als ich angenommen hatte…

Erst… dann…

Manche Dinge soll man einfach nicht haben. So war ich unlängst noch stolze Besitzerin eines Strickpullovers. Man beachte die Vergangenheitsform. Jetzt nämlich gehört der Pulli meiner Tochter. Einem Fehler in der Matrix habe ich es zu verdanken, dass sich der Handwäsche-Pullover in der gleichen Waschmaschine materialisierte wie die 60°C-Badehandtücher. Am Ende war dann alles sauber. Und mein Schurwollpullover war von Größe 38 auf eine hübsche 128 geschrumpft. Anmerkung am Rande: So doll kann man den Bauch gar nicht einziehen, dass der winzige Pulli wieder passt. Die Hausfrau freute sich kein Stück, die Tochter des Hauses allerdings auch nicht. Unbestätigten Gerüchten zufolge mögen Kinder nämlich keine Strickpullover. Weíl sie jucken, pieksen, kratzen und vermutlich auch beißen.

Dann wurde, Sie erinnern sich sicher, die Zeit umgestellt. Leider stellen sich nur die Uhren auf dem Nachtschränkchen von selbst um. Die innere Uhr tut das nicht. Diesem Umstand haben wir es jedes Jahr aufs Neue zu verdanken, dass, obwohl es eigentlich erst 5 Uhr in der Früh ist, alle Kinder bereits putzmunter sind und Frühstück verlangen. Im Fernsehen läuft auf dem Kinderkanal um diese Uhrzeit noch Teleshopping, weshalb man den Nachwuchs nicht einfach vor der Glotze parken und wieder ins Bett gehen kann. Nein, man muss aufstehen, Nutellabrote schmieren und selbst für Unterhaltung sorgen.

Wäre da nicht die gemeine Erkältung, die fieberkurvenartig seit Tagen immer mal wieder besser, schlechter und viel schlechter wird. Pünktlich zum Wochenstart geht es dem Befinden zwar wieder so mittel, allerdings ist heute die Stimme weg. Was besonders launig wird, wenn das Telefon klingelt…

Dann hatten wir auch wieder unseren Jedes-Jahr-im-Oktober-Zahnarzttermin. Der war dieses Mal so unspektakulär, dass ich gar nichts drüber schreiben kann. Bis auf die Tatsache vielleicht, dass wir zu spät gekommen sind: Aber das machen wir eigentlich jedes Jahr. Auf der Rückfahrt ins Büro dann schwallerte ich eine ganze halbe Stunde über das Für und Wider von Bleeching-Produkten und die Gefährlichkeit von Zahnsteinentfernungen und stellte erst beim Eintreffen ins Büro fest, dass Herr Müller während der ganzen Fahrt rein gar nichts gesagt hatte. Darauf angesprochen guckte er mich an und nickte milde. Er könne eben viel besser über knifflige Dinge grübeln, wenn er meine Stimme hört. Netter kann man „Ach, ich hör einfach nicht hin.“ kaum ausdrücken…

Da Sie nun über alles Wichtige hier auf dem Laufenden sind, bleibt noch eine Sache:

Die von Pixum machen auch dieses Jahr wieder schicke Kalender für den guten Zweck. Und benötigen hierzu ein bisschen Unterstützung.
Bereits im letzten Jahr hat Kind 1 bereits einen Schutzengel gemalt, eingeschickt und bekam zum Dank ihren eigenen Jahreskalender geschenkt, der nun die Kinderzimmerwand schmückt.

Auch heuer sollen mit Kinderhilfe Schutzengel-Kalender entstehen, die einem guten Zweck zugeführt werden.
Dieses Jahr kommen die illustrierten Jahresbegleiter dem Verein himmel & ääd e.V. zugute. Ein Grund also, Ihre Kinder einen Schutzengel malen oder basteln zu lassen und bis zum 16.11. an Pixum zu schicken. Als Dankeschön gibt es für jedes teilnehmende Kind einen Jahreskalender geschenkt, der das eigene Bild enthält. Hier entlang.

Rechtzeitig zum Fest…

Machen wir uns nichts vor: Weihnachten steht vor der Tür. Glauben Sie nicht? Sollten Sie. In 9 Wochen wird es ernst. Zeit also für die nötigen Vorbereitungen.

Lebkuchenteig, meine Lieben, sollte vor dem Backen einige Wochen lagern. Und wer an Weihnachten Stollen essen will, muss auch jetzt schon mit dem Teig beginnen. Erst wenn alle Zutaten ausreichend miteinander geschlummert haben, schmeckt so ein Gebäck überhaupt nur.

Und die Weihnachtsmarmelade? Die will jetzt gekocht werden. Genau jetzt. Denn Pflaumen gibt es im Dezember nicht mehr. Und Marzipan-Apfel-Marmelade sollte auch ein Weilchen durchziehen, damit sich das Marzipan-Aroma anständig durch den Apfel kämpfen kann.

Rumtopf fürs Besäufnis nach der Bescherung? Jetzt ansetzen. Sonst hat am Ende keiner ´nen Schwips und die Kirschen schmecken noch nach Obst.

Auch die Pullis, mit denen alle Verwandten und Bekannten beschenkt werden wollen (ohne Rentier-Rollkragen-Strick ist es kein Weihnachten) sollten sich jetzt schon im Entstehungsprozess befinden.

Natürlich: Dass sich um diese Jahreszeit noch niemand etwas wünscht, liegt in der Natur der Sache. Nichtsdestotrotz kann es sich lohnen, die Familie im Telefongespräch heilsschwanger auf das
nahende Christkind vorzubereiten. Zwar wird es auch dieses Jahr nichts werden mit dem Wunschzettel von Mutter, Vater und Oma. Aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass der Großmutter doch noch ein Geschenk aus dem Hirn fällt. Donna Leon hat ja vielleicht gerade wieder ein Buch verbrochen… Nur dass der Simmel nichts mehr schreibt, ist ein bisschen doof.

Ich für meinen Teil habe mein Weihnachtsgeschenk bereits im August erhalten. Da habe ich mich in ein Fitness-Gerät verguckt, das ich unbedingt haben musste, um der Versüdlichung von Bauch- und Arschfett entgegenzuwirken. Herr Müller guckte kurz, sagte „Weihnachten“ und das Ding war geritzt. Was auch heißt, dass ich mir nun nichts mehr aus den Fingern saugen muss, wenn man mich fragt, was ich denn unbedingt haben will. Zum ersten Mal in meinem Leben fällt mir nämlich ums Verrecken kein Geschenk ein. Womit sich bei mir wohl ein Phänomen manifestiert, das ich seit Jahren bei allen Verwandten beobachte: Ich hab doch schon alles.

Je weiter das Alter voranschreitet, so scheint es, desto wunschloser wird man. Aber auch deshalb ist es wichtig, rechtzeitig zu Weihnachten Lebkuchen, Marmelade, Rumtopf und Strickpullis parat zu haben – als Nichtgeschenke nämlich.

Noch heißer… und so weiter…

Eins vorweg: Die 40°C hatten wir diesen Sommer schon. Am 05. Juli bereits hat das Thermometer die magische Grenze überschritten. Ich habe ein Foto gemacht, falls es jemanden interessiert. Heute nun, einen Monat später, stehen wir wieder da und machen uns auf 40°C gefasst. Obwohl so viel Panik vielleicht gar nicht angebracht ist – schließlich hat der nette Nachrichtensprecher im Radio heute „nur“ 39°C verkündet. Bleibt nun abzuwarten, was uns tatsächlich glüh… ähm blüht.

Ein Gutes hat der heiße Sommer: Ich kann endlich alle 52 Kleider, die sich im Laufe der Jahre im Schrank angesammelt haben, tragen. Selbstverständlich nacheinander. Eigenartigerweise stellt sich trotz Dauerbeinfreiheit keine Sonnenbräune ein. So bemerkte letztens auch Opa Schröder, ich könne auch Neonröhren im Lampengeschäft verkaufen. Das ist nicht nett, zeigt aber deutlich, wie weiß meine Beine im August noch sind. Andererseits ist vornehme Blässe etwas, gegen das ich nichts habe.

Ganz nebenbei ist dann auch schon fast die erste Woche der Sommerferien geschafft. Das große Kind musste diese Woche wegen zwei arbeitender Eltern zusammen mit ihrem kleinen Bruder in den Kindergarten. Dort betreut man im Bedarfsfall auch mal Grundschulkinder. Spaß gemacht hat dem Kind vor allem der morgendliche Weg in den Kindergarten. Der fand nämlich auf Rollerskates statt. Merke: Wer täglich einen Kilometer skatet, hat´s spätestes am dritten Tag voll drauf. So bekam das Kind heute von den morgendlich am Fenster ausschauenden Rentnern schon ein „Daumen hoch“. Und freute sich.

Fünf Wochen Sommerferien stehen uns nun noch bevor. Drei davon haben wir Urlaub. Wir haben, ich gebe es zu, ein bisschen Angst vor den zwei Kindern. Die wollen nämlich bespaßt werden. Und das nonstop. Eine Freundin rief mich gestern an und erklärte, die Oma hätte schon nach der ersten Woche keinen Bock mehr auf Ferienbetreuung. Und wir lassen uns jetzt einfach mal überraschen. Wenn es in den nächsten Wochen nicht unbedingt weiter so ballerheiß bleibt, kann man sicher auch den einen oder anderen Ausflug machen…