Alles besser…

Schon stecken wir mittendrin im neuen Jahr…

Das mit den Vorsätzen ist ja normalerweise nicht so mein Ding. Von Blognachbar Opas Blog kam allerdings neulich eine Motivationshilfe, vielleicht doch noch einmal darüber nachzudenken, was man im neuen Jahr anders – vielleicht sogar besser – machen könnte. Ich bin also noch mal in mich gegangen…

Mein großes Ziel für 2015 nun: Nicht Bügeln!

Bügeln hasse ich. Immernoch. Das ist eine Abneigung, die noch lange vor Fensterputzen kommt. Als Herr Müller und ich uns noch nicht kannten, brachte der seine Bügelwäsche immer in die Reinigung und überließ erfahrenen Fachkräften die Arbeit. Die machten das hervorragend, kriegten am Ende Geld dafür und alle waren glücklich.

Dann kam ich…

Frisch verliebt muss ich wohl irgendwann einmal den Satz geäußert haben, dass ich das Bügeln beherrsche und man sich den Geldschein doch besser sparen kann. Dieses Sparsamkeitsding muss Teil meiner Ossiseele sein. Wir hatten ja nichts, früher. Nicht mal Fremde, die für uns Kleider bügelten. Außerdem war mir der Gedanke, Geld für etwas auszugeben, das man abends ganz entspannt vor dem Fernseher machen kann, irgendwie suspekt.

Heute weiß ich, dass ich damals dumm war. Jung und dumm. Hätte ich Herrn Müller weiter seine Klamotten zu der Bügelfrau tragen lassen, alles wäre schön geblieben. Aber ich wollte ja eine gute Hausfrau sein. Ich bügelte also ein paar Jahre lang immer mal wieder abends vor mich hin. Dann kriegte ich Kinder. Und wollte abends lieber erschöpft auf dem Sofa einpennen anstatt Stoff plattzuwalzen. Die Motivation ließ also nach. Und das so rapide, dass der Bügelberg schneller wuchs als ich Teflonbeschichtung sagen konnte.

Seitdem gibt es in unserem Schrank ein Fach, in das ich so lange Knitterwäsche hineinstopfe, bis die Tür nicht mehr zugeht. Ist das der Fall, wird es Zeit…

Geschickten Kleidereinkäufen habe ich es allerdings zu verdanken, dass die Zeit jedes Jahr später kommt. Denn Bügelwäsche kann man auch aus dem Weg gehen – indem man einfach nichts kauft, das geplättet werden muss. Oder indem man genug davon kauft, um mindestens ein halbes Jahr lang seine Ruhe zu haben…

Ich also nehme mir für dieses Jahr vor, einfach mal nicht zu bügeln. Vielleicht erfindet dann auch endlich jemand einen Bügelroboter. Wenn es schon Fensterputzroboter, automatische Staubsauger und Rasenmäher gibt, die völlig eigenständig im Garten die Wiese mähen, kann es doch nicht so schwer sein, das Wissen auch auf Bügelhilfen anzuwenden…

Und Sie so? Vorsätze? Am Ende gute?

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Gekleidet…

Zu einer Hochzeit eingeladen zu werden, ist immer auch ein kleines Problem. Und ja: Natürlich spreche ich von den Klamotten. Während Mann in den Schrank greift und mit elegantem Schwung einen Anzug hervorzaubert, der ihn aussehen lässt wie einen dieser Dressmen aus der Werbung, steht Frau da und hat nichts anzuziehen. Sicher hängen da vierzig Kleider im Schrank. Ein kleines Schwarzes ist dabei, ein Cocktail-, ein Etui-, ein Stift-, ein Ballkleid, diverse Dirndl, Sommerkleider und -kleidchen und Sachen, von denen man gar nicht wusste, dass man sie besitzt. Das macht es aber mitnichten leicht, auch etwas auszuwählen.

Die Auswahl des Kleides orientiert sich normalerweise in erster Linie am Dresscode der Veranstaltung. Vor einiger Zeit hatten wir eine 50er Jahre-Hochzeit. Davor gab es ein grob abgestecktes „Hollywood-Dinner“ Motto. Beides konnte ich bedienen. Ziemlich locker sogar. Neulich aber frage ich nach dem aktuellen Motto/Dresscode der baldigen Hochzeit und erhalte die Antwort: „Schon schick, aber nicht zu sehr.“ Und schon stehe ich vor einem Problem. Die rauschende Ballrobe des Hollywood-Dinners fällt zwar aus. Diverse Cocktail-Kleider auch. Bleiben aber immer noch 32 Stöffchen…

Gestern dann hatte ich finale Anprobe, denn der Termin rückt näher. Drei Kleider waren noch übrig, was ich persönlich ziemlich konsequent finde. Herr Müller seinerseits sollte gucken und aussuchen. Das macht ein Mann per se nicht gern, denn üblicherweise folgt auf Anprobe stets Streit. „Warum ist das Blaue besser als das Rote? Und das Schwarze gar nicht? In dem Blauen sehe ich doch fett aus, findest du nicht? Da drin habe ich einen Arsch wie ein Walross! Also doch das Rote? Heißt das, ich bin fett? Ja, was denn nun? Sag doch mal. Ganz ehrlich! Was stimmt denn mit dem Schwarzen nicht? Du bist überhaupt keine Hilfe! Überhaupt keine!“

Natürlich hat Herr Müller im Endeffekt genau auf das Kleid gepiekt, das nun nicht gerade meine Nr. 1 war. Andererseits kann es vielleicht nicht schaden, wenn man den Mann das Kleid auswählen lässt, ohne darüber zu diskutieren, warum ihm ausgerechnet dieses gefällt. Weil man auf diese Weise ziemlich sicher sein kann, dass man gut aussieht. Also wirklich gut. Männer gucken ja auf andere Sachen. Während Frauen sich über Stoffe und Schnitte freuen, gucken Männer auf Arsch und Titten. Und wollen sich mit der Frau an ihrer Seite fühlen, als hätten sie gerade den Jackpot geknackt.

Wer jetzt aufheult, um die Errungenschaften des Feminismus bangt und bemängelt, dass der Mann nun schon wieder über die Frau bestimmt, dem sei beruhigend zugeflüstert: Alles halb so wild. Das ausgewählte Kleid ist knielang und verfügt über keinen unfallträchtigen Ausschnitt. Arsch und Titten sind da, springen aber niemanden an. Und fallen auch nirgends raus. Man kann im Kleid sitzen, trinken, gehen, tanzen und zur Not auch ein Kleinkind versorgen, ohne Gefahr zu laufen, Nord- oder Südpol herzuzeigen.

Und falls das Kleidchen am Ende doch nicht dem entspricht, was als „schick, aber nicht zu sehr“ gilt, kann ich immer noch einen Ersatzfummel einpacken. Das Auto fährt´s ja.

Jetzt muss ich allerdings nur noch den hartnäckigen Schnupfen loswerden, der es sich gerade richtig gemütlich gemacht hat. Am Ende niese ich mitten ins Ja-Wort…

Hoffentlich sommerlich…

Das Wetter lässt berechtigte Hoffnung auf Sommer zu. Glaubt man dem, was man im Radio hört, stehen uns in Kürze die ersten 30°C dieses Jahres ins Haus. Da grätscht mein Kreislauf schon beim bloßen Zuhören… Andererseits lassen sich nun vielleicht auch wieder die ganzen Kleidchen tragen, die im letzten Sommer ein trauriges Schrankdasein gefristet haben.

Kleider geraten ja zum Glück nie aus der Mode. Selbst mit dem schlimmen Batikfetzen, den man vor 15 Jahren ohne Sinn und Verstand im Spanienurlaub gekauft hat, kann man sich bedenkenlos auf die Straße wagen. Zumal der Sommer ja immer nach Farbe schreit. Bleibt nur die Frage, was man auf die Schnelle mit den schneeweißen Beinen macht, die seit Monaten keine Sonne gesehen haben. Merke: Dass die Temperaturen erst seit wenigen Stunden überhaupt zulassen, dass man Bein zeigt, ist keine Entschuldigung für dermatologischen Schneefall. Vielmehr hat man Sorge dafür zu tragen, dass Passanten nicht geblendet werden. Oder in spontanes Gelächter ausbrechen, weil man „immer noch“ nicht braun ist.

Die Dame von Welt kennt da kleine Tricks, die auch ohne ausgedehntes Sonnenbad  Bräune vorgaukeln. Selbstbräuner zum Beispiel. Der riecht zwar unmöglich, ist aber eine wunderbare Form der Vortäuschung falscher Tatsachen. Und zur Not geht man halt flott ins Solarium und lässt nachhelfen. Übertreiben sollte man es allerdings nicht, wie dereinst eine Kollegin. Die wollte vor der wichtigen und total hippen Firmenfeier noch schnell gesund und braun aussehen, mutete dann aber eher wie ein gut gegartes Schalentier an. Und verbat sich jedwede Nachfrage. Ich für meinen Teil habe keine Probleme mit weißen Beinen. Ist der ganze Rest doch auch eher weiß. Oder, um mal im allgemeinen Sprachgebrauch zu bleiben, blass.

Bleibt nun zu hoffen, dass bei Öffnung des Sommerkleiderschrankes alles noch an Ort und Stelle ist. Und nicht etwa winterlicher Futterplatz für Motten gewesen. Seit das Ding mit den Naturfasern wieder so modern, weil ökologisch ist, gibt es ja auch wieder mehr Motten. Ist Ihnen bestimmt aufgefallen. Da kann man noch so viele Lavendelsäckchen und Zedernholzscheiben im Schrank lagern: Den Motten ist das egal. Die fressen um die ekligen Sachen einfach drum herum…

Ihnen jetzt eine hoffentlich schöne Woche. Und gucken Sie mal im Schrank nach den Sommersachen.

Planspiel Abendessen…

Plant man, nach langer Abstinenz, mal wieder auszugehen, kann das schon eine Aufgabe sein.

Zuallererst der Babysitter. Der wundert sich ein bisschen, dass man sich einmal wieder meldet, will dann aber nicht kommen. Und zwar nicht nur heute sondern gar nicht mehr. In der Zwischenzeit wohnt der Sitter nämlich nicht mal mehr ungefähr in der Nähe. Sondern, im Rahmen des gerade  frisch gestarteten neuen Lebensabschnitts, an etwas, das sich Studienort nennt.

Auf die Schnelle jemanden aufzugabeln, den man a) kennt, b) mag und der c) auf die Kinder aufpassen möchte, ist schwierig. Zum Glück aber gehen unsere Kinder in einen Kindergarten. Und da wimmelt es von Babysittern. Wir sind gerettet. Zumal der neue Babysitter andeutet, dass er auch zukünftig gebucht werden darf.

Mit frisch gelöstem ersten Problem machen wir uns auf den Weg zu Aufgabe Nr. 2 – Kino oder Essen. Nach Sichtung des Kinoprogramms einigen wir uns auf ein Restaurant. Denn die Filme derzeit sind alle doof. Was aber auch am Müllerschen Filmgeschmack liegen kann.

Frisch gestärkt zu Aufgabe 3: Tischreservierung. Das erste Restaurant lässt auf dem Anrufbeantworter wissen, dass man jetzt und in Zukunft nicht mehr aufmacht, wenn Müllers essen gehen. Der hippe Japaner ist komplett ausgebucht. Im Hintergrund lacht einer, als wir nach einem Tisch fragen. Bleibt der Landhausstil mit saisonaler Küche. In der Vergangenheit immer sehr gut, aber auch recht expensiv. „Los!“ sagt Herr Müller. „Heute hau´n wir einen raus!“ Gebongt. Landhaus, wir kommen. Wir lassen uns für einen Tisch vormerken.

Nr. 4: Klamotten. Männer haben es generell leichter. Die machen den Schrank auf, greifen nach Hemd und Hose und sind angezogen. Sitzen dann da, konsultieren auffallend oft den Zeigerstand ihrer Armbanduhr und warten auf ihr Eheweib. Das steht vor dem Schrank und muss sich überlegen, ob es schon warm genug ist für ein Kleid. Und ob noch eine Strumpfhose da sind. Ob die besser schwarz oder transparent sein sollte. Ob man einen Shaper drunter zieht oder lieber doch nicht. Und nicht zuletzt, welcher Schuh zu welchem Kleid passt.

Das schlussendlich ausgesuchte Kleid sieht auch ohne formende Unterwäsche gut aus. Womit bewiesen wäre, dass sich das Anfang des Jahres erstandene Laufband bereits bezahlt gemacht hat. Die Renovierungsarbeiten oberhalb des Halses sind ein wenig aufwändiger. Herr Müller ruft nochmal hoch. Auch der Babysitter ist bereits eingetroffen und wenn wir nicht bald loskommen, ist der Tisch weg. Herr Müller weist den Babysitter in die Nutzung von Fernseher und Videorecorder ein, schreibt relevante Telefonnummern auf und verrät, wo Chips und Limo stehen.

Die Kinder jetzt noch schnell ins Bett zu werfen, ist die letzte Aufgabe des Abends. Merke für das nächste Mal: Erst Kinder schlafen legen, dann tolles Kleid anziehen. Auf diese Weise erspart man sich Popel am Ärmel.

Der Nagellack wird schnell im Auto aufgetragen. Dann kann´s losgehen.

3 Stunden Freiheit: Wir kommen.

Die Ambition und ich…

Meine hausfraulichen Ambitionen und ich müssen dringend mal reden.

„Back doch mal wieder was Schönes!“ flötet die Ambition neuerdings ständig. „Da gibt es so schnuckelige kleine Muffinsrezepte. Die wollen alle ausprobiert werden!“ Ich sitze derweilen auf dem Sofa und versuche ein Buch zu lesen. Eines, in dem es gerade sehr mörderisch zugeht. Weshalb mir so gar nicht der Sinn nach Backwerk steht.

„Na gut,“ lenkt die Ambition ein. „Dann kochste was.“

Ich verdrehe die Augen. Aber dann passiert es. „Soll ich uns was Schönes kochen?“ ruft mein Mund ganz ohne mein Zutun. Noch bevor ich selbigen zuhalten kann, erscheint Herr Müller. „Was Leckeres?“ will er wissen. „Ja!“ plappert mein Mund erfreut. Ich und mein Großhirm schauen uns erschrocken an.

Aber damit nicht genug.

„Stricken wäre jetzt auch schön, was?“ ermuntert mich die Ambition letztens am Zeitschriftenregal. Da liegen nämlich unglaublich viele Handarbeitshefte. „Ne, gar nicht.“ brumme ich, aber ich habe schon ein Heft in der Hand. „Guck mal, gar nicht teuer.“ flüstert es und irgendwie landet das Heft im Einkaufskorb. Da liegt es dann neben Zimt und Kuvertüre. Die Ambition hat nämlich letztens Cakepops für sich entdeckt – Kuchen am Stiel – und faselt seit Tagen von nichts anderem. Um sie ruhig zu stellen, habe ich mich auf das Backexperiment eingelassen.

Daheim angekommen bringt der Postbote ein Päckchen vorbei. Das kommt von einem Online-Tinnef-Laden und enthält original japanische Perlen. Die von der besonders gleichmäßigen Sorte. Die Ambition hat sie bestellt, weil sie festgestellt hat, dass diese ganzen Perlen-Fädel-Arbeiten, die sie seit geraumer Zeit anfertigt, bestimmt viel toller aussehen, wenn man mit „hochwertiger Ware“ arbeitet. Mir persönlich ist das ja wurscht. Zumal die winzigen Perlen ständig herunterfallen und ich mich zudem schon so oft an der Nadel gestochen habe, dass ich mir ernsthaft Gedanken darüber machen muss, ob es nicht langsam wieder Zeit ist für eine Tetanus-Impf-Auffrischung.

Gerüchten zufolge leben hausfrauliche Ambitionen aber nicht lang. Meist erwachen sie, wenn man Mutter wird und scheiden spätestens fünf bis sechs Jahre später still dahin. Später dann, wenn die Brut aus dem Haus ist, sitzt man in seinem Ohrensessel vor dem Kamin und sinniert leise vor sich hin, dass man früher „so kreativ“ war und „so viel gemacht und getan“ hat. Und dann kichert man albern und liest endlich das Buch zuende, das seit achtzehn Jahren weitergeschmökert werden will…

Gewichtig…

Die sprechende Waage im Bad hat mich auf dem Kieker.

„Naaaaa?“ tönt es jedesmal, wenn ich an ihr vorbeigehe. „Wollen wir uns nicht mal wiegen?“

„Nö,“ antworte ich dann. „Wollen wir nicht.“

So eine sprechende Waage lässt sich davon aber nicht beeindrucken.

„Dir ist aber schon klar, dass du die ganze Woche nur Kuchen gegessen hast.“

„Äh…“

„Und Eis!“

Ich gebe zu, ich bin kurz in Versuchung, kann mich aber beherrschen. Wenn ich mich eine Weile totstelle, schläft die Waage zudem wieder ein und ich kann das Bad verlassen.

Nichtsdestotrotz fängt sie bei der geringsten Erschütterung an zu plappern. „Ich wär dann soweit!“ sagt sie dann und piept auffordernd. Wir tun dann jedesmal so, als ob wir gar nicht wüssten, wer da gerade spricht. Bis zum Ende des Urlaubs hat die Waage vielleicht gelernt, dass mit uns kein Gewicht zu messen ist…

Startschuss…

Jetzt geht er wieder los, der Stress. Da wünscht man sich doch fast den Winter zurück.

Seit zwei Tagen: Startschuss Gartensaison. Kaum stiegen die Temperaturen auf einen zweistelligen Betrag, konnte man allerorten die Rasenmäher hören. Man kann ja nicht früh genug anfangen mit der Disziplinierung des Grüns. Auch ich bin da keine große Ausnahme, wenn ich es auch nicht so mit dem Rasenmähen habe. Für unsere Wiese werden wir wohl auch dieses Jahr den Preis für den Nichtrasen des Jahres bekommen. Aber sei´s drum. Zumindest bei dem ganzen Gartenrest bemühe ich mich um Ansehnlichkeit. Das fängt im Frühjahr mit Krokussen, Narzissen & Co. an, geht nahtlos über in die Zurschaustellung besonders ausgefallender Tulpenkreationen und rutscht dann so rüber ins sommerliche Blütenmeer. Spätestens im Herbst ist der Garten dann ein Selbstläufer… Zumindest den Strauchschnitt habe ich dieses Jahr pünktlich geschafft. Da haben mir die Ordnungsmannschaften im Kindergarten bestens beim richtigen Timing geholfen, denn eines schönen Tages haben die auf dem gesamten KiGa-Gelände alle Sträucher gestutzt. Da wusste ich: Wenn ausgebildete Fachkräfte das jetzt dürfen, darf ich das auch. Nur Herr Müller hatte wieder die Arschkarte gezogen: Der musste das ganze Grün nämlich mit der Familienkutsche abtransportieren…

Startschuss Nr. 2: Bikinisaison. Man sollte ja meinen, dass man irgendwann ein Alter erreicht hat, in dem einem Waschbrettbäuche und Knackärsche egal sein können. Im wirklichen Leben sieht es leider anders aus. Da klettert man zur Probe mal in ein Sommerkleid und wundert sich, dass das Teil plötzlich so komisch sitzt. Dann klettert man, auch zur Probe, auf die Waage und macht vor Schreck schnell die Augen zu. Die böse Zahl hat man aber – wie sollte es anders sein – trotzdem gesehen. Dann fragt man sich, ob an dem Gerücht, dass Kinder einem die Figur ruinieren, etwas dran ist, besinnt sich aber rechtzeitig auf die Wahrheit: Der Kühlschrank ist´s, der ruiniert. Und schon dreht man jeden Keks zweimal um…

Startschuss Nr. 3: Frühjahrsputz. Das tun ja eigentlich nur die, die sonst nie putzen. Ist so eine alte Weisheit. Leider ist an Weisheiten oft nicht viel dran, so dass alle Welt, kaum dass die Sonne zwischen den Wolken hervorblitzt „Oh Gott, die Fenster!“ ruft. Gestern wurden im Rentnerviertel dann auch kollektiv die Putzlappen geschwungen. Nur bei mir nicht. Ich lasse die Fenster noch ein wenig Fenster sein. Noch fällt schließlich Licht durch. Und Besuch kriegen wir auch ganz selten. Außerdem sehen die Fenster vom Gartenzaun aus blitzsauber aus. Überhaupt… Fensterputz. Schlimmste Strafarbeit gleich nach Bügeln.

Und Sie so? Auch den Schuss gehört?