Was weißt duden… (3)…

Frau MuellerWissenswertes fürs gepflegte Tischgespräch.

Präsentiert von Frau Müller.

Heute: Das Luder.

Luder. Da haben Sie doch sofort ein Bild vor Augen. Eines von lasterhaften Frauenzimmern. In knappen Outfits. Nicht wahr? Haben Sie.

Dafür sollten Sie sich jetzt aber schämen. So richtig. Denn mit Weibsvolk hatte so ein Luder ursprünglich gar nichts zu tun. Eher mit totem Viehzeug. Das nutzte man nämlich Anno dunnemals zur Jagd, legte es im Wald aus und lockte damit Raubtiere an, um sie dann abzuschießen.

Sicher können Sie als Mann jetzt ein wenig selbstverliebt vor sich hingucken und andeuten, dass so ein Kerl ja auch ein Raubtier… und so weiter. Das hieße aber nur, dass die Luder von heute alle irgendwie gammelig sind und schlecht riechen. Und dass am Ende möglicherweise einer auf Sie schießt.

Und so weit wollen wir ja nun nicht gehen…

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Was weißt duden… (2)…

Frau MuellerWissenswertes fürs gepflegte Tischgespräch.

Präsentiert von Frau Müller.

Heute: Der Backfisch.

Nicht wahr, da kriegen Sie Hunger. Und denken sofort an leckeren Ofenfisch. Mit zarter Senfnote. Oder meinetwegen Spinat obendrauf. Und schon haben Sie eine Idee fürs Mittagessen. Gern geschehen.

Allerdings handelt es sich beim Backfisch mitnichten um leckeres Mittagessen. Vielmehr nannte man Anno Dazumal die noch nicht heiratsfähigen Töchter des Hauses so.

Und warum das?

Der ursprüngliche Backfisch stammt aus der Seefahrt und benannte den für den Weiterverkauf zu kleinen Beifang beim Fischen. Der wurde, weil noch zu nichts gut, wieder „backbord“ ins Wasser gekippt.  So erzählt man sich…

Den gedanklichen Haken zu den Töchtern des Hauses schlagen Sie jetzt bitte selbst. Ob man die übrigens auch ins Wasser schmiss, ist nicht überliefert.

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P.S. Dies, so ganz nebenbei, ist der 1.000 Beitrag auf herrundfraumueller.com.

Danke fürs immer noch Wiederkommen nach so viel banalem Unsinn.

Was weißt duden… (1)…

Ab sofort, in lockerer Reihenfolge und im Wechsel mit dem Nerd-Witz zum Wochenende: Etwas aus der Kategorie „Hätten Sie´s gewusst?“

Frau MuellerWissenswertes fürs gepflegte Tischgespräch .
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Heute: Das Bratkartoffelverhältnis

Mitnichten handelt es sich hier um eine fetischöse Beziehung zu schmackhaften Nutzpflanzen. Vielmehr ist die Beziehung zu einer mittagessenzubereitenden Fraktion gemeint. Wenn auch eine eher lockere. Beziehung. Nicht Fraktion. Obwohl… man weiß es nicht.

Unter Bratkartoffenverhältnis verstand man seinerzeit ein auf (körperlichen) Genuss basierendes lockeres Verhältnis  zwischen Mann und Frau. Sicherlich wurde in Bratkartoffelbeziehungen auch das eine oder andere Mal gegessen. Möglicherweise sogar Bratkartoffeln. Vornehmlich ging es aber um Beischlaf ohne die Absicht  einer besonders ernsthaften Beziehung oder gar des Erwerbs eines Trauscheins.

Heutzutage gibt es das Bratkartoffelverhältnis nicht mehr. Heute heißt es Freund mit gewissen Vorzügen. Oder: „Komm nackt, bring Essen mit.“

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(Und was ein Tischgespräch ist, erkläre ich dann beim nächsten Mal.)