Verpasst: Tag der Jogginghose…

Gestern war angeblich „Tag der Jogginghose“. Können Sie ruhig glauben: Es gibt einen Tag der Jogginghose. Gibt es eigentlich, mal so ganz nebenbei, auch einen Tag des Rippshirts? Das wäre doch nur konsequent, meinen Sie nicht?

Nun denn, Tag der Jogginghose. Haben Sie gewusst, dass die meisten Jogginghosen nie zum Joggen getragen werden? Oder auch nur  annähernd für irgend eine Art von Sport? Es sei denn, das Gucken von Sport im TV zählt als Sport.

Überhaupt ist das, was Normalbürger am Sonntag daheim anziehen, wenn sie sicher sind, dass sie das Haus garantiert nicht mehr verlassen werden, für einen Waldlauf gar nicht wirklich geeignet. Heutzutage trägt man zum Joggen etwas, das sich „Tights“ nennt und nichts anderes ist als das englische Wort für Strumpfhose. (Da fällt mir ein: Gibt es einen Tag der Strumpfhose?) Tests im Windkanal haben nämlich ergeben, dass man in grünen Baumwollhosen mit Elastananteil viel zu viel Windwiderstand hat. Das wirkt sich negativ auf angestrebte Bestleistungen aus, weshalb der Jogger von Heute lieber hautenges Nylon anzieht, um darin durch den Wald zu rennen.

Das, was man anachronistisch immer noch Jogginghose nennt, obwohl es de facto keine mehr ist, ist im allgemeinen Sprachgebrauch auch unter anderen Bezeichnungen bekannt. „Ghettohose“ etwa, „Prollbuxe“ oder „Schlamper-“ wahlweise „Schlumperhose“. Mein Favorit aber, weil so schön pennert, ist die Bezeichnung „Schnellfickerhose“. Hier bestimmt die Funktion klar die Bezeichnung. Der konkrete Fachbegriff hierfür ist mir entfallen. Vielleicht googlen Sie mal nach und sagen mir Bescheid. Funktionalismus ist es übrigens nicht. Obwohl… wenn ich es genauer bedenke…

Meine Jogginghosen übrigens heißen Yogahosen. Obwohl ich darin kein Yoga mache. Aber Frauen, das lassen Sie sich gesagt sein, tragen keine Jogginghosen. Nie! Frauen tragen Beinkleider, die sowohl sportiv heißen als auch nach Entspannung anmuten. Yoga also.

Dies also war mein Fachbericht zum Thema Jogginghosen. Am Tag der Yogahose schreibe ich dann noch einen.

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Was weißt duden… (2)…

Frau MuellerWissenswertes fürs gepflegte Tischgespräch.

Präsentiert von Frau Müller.

Heute: Der Backfisch.

Nicht wahr, da kriegen Sie Hunger. Und denken sofort an leckeren Ofenfisch. Mit zarter Senfnote. Oder meinetwegen Spinat obendrauf. Und schon haben Sie eine Idee fürs Mittagessen. Gern geschehen.

Allerdings handelt es sich beim Backfisch mitnichten um leckeres Mittagessen. Vielmehr nannte man Anno Dazumal die noch nicht heiratsfähigen Töchter des Hauses so.

Und warum das?

Der ursprüngliche Backfisch stammt aus der Seefahrt und benannte den für den Weiterverkauf zu kleinen Beifang beim Fischen. Der wurde, weil noch zu nichts gut, wieder „backbord“ ins Wasser gekippt.  So erzählt man sich…

Den gedanklichen Haken zu den Töchtern des Hauses schlagen Sie jetzt bitte selbst. Ob man die übrigens auch ins Wasser schmiss, ist nicht überliefert.

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P.S. Dies, so ganz nebenbei, ist der 1.000 Beitrag auf herrundfraumueller.com.

Danke fürs immer noch Wiederkommen nach so viel banalem Unsinn.

Zeugs…

Ich habe Rechtschreibfehler von Einwegverpackungen abfotografiert. Aber Herr Müller bezichtigt mich der Klugscheißerei und Unlustigkeit, womit sich eine Verwurstung meiner Fundstücke als Artikel wohl von selbst verbietet. Muss ich also über etwas anderes schreiben…

Darüber zum Beispiel, dass Herr Müller gestern abend auf dem Teppich liegend ein Pferdepuzzle für Vierjährige gelegt hat. Das Ganze hatte als Vater-Tochter-Teamwork begonnen. Als ich das Team aber drei Minuten später wieder aufsuchte, war die Tochter nirgends mehr zu sehen. Die hatte in ihrem Zimmer nämlich Wichtigeres zu tun und schickte mich mit dem Satz: „Der Papa macht das schon“ wieder nach unten ins Wohnzimmer.

„Deine Tochter ist weg, du musst nicht mehr puzzlen.“ wollte ich den Gatten erlösen. Aber Herr Müller winkte ab: „Ich will das jetzt zuende machen.“ Womit bewiesen ist: Als Perfektionist pinkelt man sich oft selbst ans Bein…

Was noch? Ach ja… pünktlich zu meinem geschäftlichen Dingenskirchen, zu dem ich morgen nach München anreisen muss, habe ich mir eine Erkältung geholt. Sollte morgen meine Stimme weg sein, wie das bei mir und Erkältungen oft der Fall ist, schreibe ich mich krank und bleibe Zuhause.

Und noch was für die Bildung: Gestern wurde der Smiley 100 30. Also nicht der gelbe Grinser, den Forrest Gump erfunden hat sondern der Doppelpunkt-Bindestrich-Klammer zu-Smiley. Der Elektronische, wenn Sie verstehen. Und wer hat´s erfunden? Richtig! Scott E. Fahlman. Ich kann mich eben auf Sie verlassen.

So, und jetzt haben Sie frei. Nehmen Sie sich einen Keks und gehen ein bisschen raus.