Beste Socken…

Socken

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Klamotten des Schreckens, Kapitel 12…

Es wird Zeit für die Wiederbelebung einer beliebten Kategorie:

Klamotten des Schreckens

Habe ich doch kürzlich im Schrank nach sommertauglicher Oberbekleidung gesucht.

… und das hier gefunden:

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Doch, doch, das ist sommertauglich. Weil ein Schmetterling drauf ist. Und unglaublich lebensbejahend ist das Shirt auch. Weil ein Schmetterling drauf ist. Nicht zu vergessen der wunderschöne himmelblaue Farbton des Falters. Passt perfekt zum Frühling.

Zur Not kann ich immer noch behaupten, ich wäre Lepidopterologe. Die gelten ja allgemein als verschroben und ein bisschen wunderlich. Dann würde ich unter Vortäuschung aller mir zur Verfügung stehenden Kompetenz einen Vortrag halten über unseren possierlichen Freund, den Acherontia atropos und alles wäre schick.

Man muss sich eben nur zu helfen wissen…

Strickdings…

Gehört völlig zurecht in die Kategorie „Klamotten des Schreckens“: Die Strickkrawatte.

Zur Not kann man sich sicher damit aufhängen, wenn man aus dem Club, in den man derart bestrickt gehen soll, rausgeschmissen wird.

Und wehe, es kommt mir jetzt einer mit ominösen Coolnessfaktoren und schönen Männern, die nichts entstellen kann. Das lasse ich nicht gelten, weil falsch.

Screenshot: www.zeit.de

Klamotten des Schreckens, Kapitel 11…

Diesmal nichts aus dem Müllerschen Kostümfundus. Diesmal etwas aus der Kategorie „Fundstücke“.

Man kann ja auf den ersten Blick noch meinen, die Dame trägt zur kleidsamen Ganzkörperstrumpfhose lediglich die Lederjacke um die Hüften geschlungen. Kann man ja machen…

Wer allerdings genauer hinschaut, wird mit Schrecken erkennen, dass das schwarze Walle-Walle-Dingens da ein Kleid ist. Oder auch: Ich schüttle einen Müllsack und steige hinein. Dann schüttle ich einen zweiten Müllsack und stopfe ihn unter meiner Brust fest.

Fertig.

Die Hut-Flip-Flop-Kombination macht es jetzt nicht wirklich schlimmer. Ersterer verdeckt zumindest das Gesicht, was sicher eine gute Entscheidung ist.

Klamotten des Schreckens, Kapitel 10…

Wenden wir uns heute in der Kategorie Klamotten des Schreckens der allseits beliebten Gamerwear zu. Herr und Frau Müller, das schien hier und da schon einmal dezent durch die Artikel, sind Zocker, wie sie im Buche stehen. Oder halt… warten Sie… ach wurscht. Wir sind Zocker, wie sie im Buche stehen.

Und was ein richtiger Gamer ist, der trägt auch Shirts, die nur Eingeweihte verstehen. So begab es sich zu einer Zeit, als der Hype um ein gewisses Online-Rollenspiel so groß war, dass die halbe Welt Orckrieger, untote Hexenmeister und fiese Schurken auf ein Land mit komischem Namen losließ. Aus dieser Zeit ist ein Shirt-Exemplar übrig geblieben, das wir heute besprechen wollen.

Vor fünf oder sechs Jahren war dieses Shirt ein echter Renner und verkaufte sich wie geschnitten Brot. Jeder, der etwas auf sich hielt (und Gamer war) hatte das gute Stück zumindest im Schrank liegen. 

Seinen wahren Reiz entfaltete das Item aber erst, wenn es angelegt war, denn es erhöhte die eigene Coolness. Und mal ehrlich, davon kann man nie genug haben.

Mittlerweile ist das Kleidungsstück abgelegt, denn besagtes Online-Game hat in den letzten Jahren diverse Erweiterungen herausgebracht und mit Level 60 und einem grünen Item kann man sich nicht mehr blicken lassen. Es sei denn, man möchte mitleidig belächelt werden.

Wer nun etwas auf sich hält, trägt sein Shirt mit einem Aufdruck, der es als Episch ausweist, mit Level 85 und mindestens +680 Coolness und +400 Sexappeal. Alles andere kommt nicht mehr in die Tüte.

Er hat nix anzuziehen…

Ich habe einen Ich-hab-nix-anzuziehen-Mann. Jeden Morgen das Gleiche: Herr Müller steht vor dem Schrank und sagt leise und leidend: „Was soll ich denn heute anziehen?“ Ich bemühe dann gern den Klassiker: „Wie wärs mit ´ner Hose?“ Aber Herr Müller kann darüber nicht mehr lachen. Seit wir einige Shirts in die Kategorie „Klamotten des Schreckens“ aufgenommen haben, ist der Bestand an in seinen Augen brauchbarer Oberbekleidung dramatisch geschrumpft. Dass er immer noch dreimal so viel Platz für seine Kleidung braucht, wie ich, wischt er beiseite: Meine winzigkleinen Pullöverchen und Jeanslein nehmen eben im Schrank weniger Platz weg als seine Bodybuilder-XL-Sachen… das halte ich für eine Schutzbehauptung…

Jetzt könnte die Kleidungsfindungsschwäche auch eine Frage des Alters sein. Angeblich verlassen sich Männer mit zunehmendem Alter auf die Arbeitskraft ihrer Frau. War sie in jungen Jahren noch nettes Anhängsel, das in erster Linie hübsch zu sein hatte, wird sie spätestens mit dem ersten Kind plötzlich auch in ihrer Rolle als „Dame des Hauses“ wahrgenommen. Und muss mit einem Mal auch alle damit einhergehenden Pflichten beherrschen.

Oma legt Opa immer noch die Sachen für den nächsten Morgen raus. Seit bestimmt hundert Jahren. Ob Mama das auch so macht, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bin mir manchmal unsicher, ob sich das bei uns nicht langsam auch einstellt. Schleichend, quasi. Erst berät man seinen ansonsten in allen Lebenslagen vollkommen kompetenten Mann bei der Kombination von Hose und Hemd und plötzlich bügelt man Socken und besorgt Stärke für die Jeans-Bügelfalte. Da weiß man dann später gar nicht, wie man in die Rolle reingerutscht ist…

Ich jedenfalls habe mir nun, um meinem Schicksal zu entgehen, eines vorgenommen: Wenn Herr Müller wieder einmal dasteht und wissen will, was er anziehen soll, werde ich mit stoischer Ruhe „Wie wärs mit ´ner Hose“ wiederholen, bis er nicht mehr fragt.

Und wenn er stilistisch dann wirklich mal daneben greift, kann ich immer noch was Passendes raussuchen…