Simplify your…

Minimalismus ist derzeit in aller Munde. Weniger ist mehr, simplify your life… jeder macht das jetzt!
So richtig mit dem Trend scheinen wir aber nicht zu gehen.

Braucht ein normaler Mensch 546 CDs? Hier kann es nur eine Antwort geben. Ja!
46 Kleider für die Dame des Hauses? Selbstverständlich!
3 Schränke voller Bücher? Bücher wegzuschmeißen verbietet sich, das weiß jeder.
Und die ganzen DVDs? Natürlich Sammlerstücke!

Was mir allerdings schleierhaft ist: Warum besitze ich 5 Morgenmäntel? Ich kann versichern, dass ich selbst nicht einen gekauft habe. Ich kenne auch keinen Grund, einen Morgenmantel anzuziehen – es sei denn, es brennt und ich müsste im Schlafanzug bei minus 10°C draußen im Garten stehen und auf die Feuerwehr warten.

Und der Bademantel da im Schrank? Kann unmöglich meiner sein. Wir haben keine Sauna und verfügen auch sonst über keine bemerkenswerte Wellness-Oase, die den Besitz eines Bademantels rechtfertigen würde. Der Bademantel kann also weg…

Die Schuhe brauche ich aber alle. Doch doch. Vielleicht nicht unbedingt die Bergschuhe, die wir damals auf der Hochzeitsreise gekauft haben, um auf Kreta durch die Samaria-Schlucht zu wandern. Obwohl an den Schuhen so viele schöne Erinnerungen hängen. Und ein paar schmerzhafte, besonders den Meniskus betreffend…

Von ein paar Sachen allerdings kann ich mich ziemlich leicht trennen.
Von der Magazinsammlung meines Gatten zum Beispiel. Der Playboy ist ästhetisch sicher sehr wertvoll. Allerdings sind die ausfaltbaren Damen in der Heftmitte mittlerweile Mütter von Teenagern und sehen heute bestimmt nicht einmal mehr halb so lecker aus wie zum Zeitpunkt des Fotoshootings. Auch die Frisuren sind nicht wirklich up-to-date, wenn Sie mir den schlechten Scherz gestatten wollen.
Auch die eingestaubten Jahrgänge diverser PC-Zeitschriften müssen eigentlich nicht mehr aufgehoben werden. Es sei denn, man will sich darüber informieren, wie das vor 5 Jahren aktuelle Windows Betriebssystem seinerzeit im Produktivtest abgeschnitten hat.

Dann, der Tatsache müssen wir uns leider stellen, haben wir festgestellt, dass wir Kisten-Messies sind. In unserem Keller stehen Umverpackungen von allem, was wir in den letzten 15 Jahren gekauft haben. Angefangen vom Karton, in dem wir dereinst die erste gemeinsame Kaffeemaschine nach Hause getragen haben bis hin zu ungezählten PC-Kisten. Und dann die Schachteln vom Kinderspielzeug! Die gesammelte Pappe bewohnt mittlerweile einen eigenen Kellerraum. Die Tür zu diesem Raum kann man zwar noch öffnen. Und ein schmaler Gang führt auch einmal bis zum Klappfenster ans andere Ende des Zimmers. Der Rest aber ist Pappe.
Und warum heben wir Schachteln auf? Darum! Es könnte immerhin sein, dass aus der Kaffeemaschine ein Garantiefall wird. Und dann kann man das Gerät zurück in die richtige Schachtel stopfen und an den Kundendienst schicken. Dass so ein Garantiefall nie eintritt, versteht sich von selbst. Aber wenn… ja wenn… dann sind wir vorbereitet.
Ganz putzig in diesem Zusammenhang ist übrigens der Fakt, dass es für drei Viertel der Kellerkartons mittlerweile gar kein Gerät mehr gibt. Besonders Computer haben ja eine Halbwertzeit von 3 Jahren und werden dann ersetzt. Das Haus verlassen diese Geräte in der Regel ohne ihren Karton. Der bleibt nämlich bei uns wohnen.

Im Rahmen der Simplifizierung unseres Lebens haben wir uns nun darauf geeinigt, zumindest das Kartonzimmer einmal auszuräumen. Sich von Ballast zu befreien soll ja glücklich machen. Und gleichzeitig die Kreativität fördern. So fällt uns, sollte der Raum tatsächlich leer werden, bestimmt eine neue Möglichkeit der Verwendung ein. Man könnte ja vielleicht eine Sauna im Keller… was dann allerdings wieder bedeuten würde, dass ich mich unmöglich von dem Bademantel trennen kann, der eigentlich schon auf der Abschussliste stand…

Vereinfachung ist doch komplizierter, als ich angenommen hatte…

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Guten Morgen…

Kinder zu haben ist nicht einfach. Besonders dann nicht, wenn es früh am Morgen ist.

Heute früh, pünktlich 30 Minuten vor dem Weckerklingeln, fliegen mir erst 1 Schnuller und 2 Teddys um die Ohren. Dann lupft jemand die Bettdecke und krabbelt zu mir. Ich täusche derweil Schlaf vor.

Dann: „Mama!“ noch sehr leise.

„Maaama!!“

„MAMA!“ Ich klappe meine Augen auf. Kind 2 sitzt da und freut sich. „Mama, wir müssen aufstehen.“ Ich schüttle den Kopf. Wenn ich eines nicht will, dann ist es aufstehen vor dem Aufstehen.

„Doch“, ist die Antwort. „Weil, ich bin schon wach.“ Ach so.

Mittlerweile ist auch Herr Müller erwacht, tut jedoch ebenfalls so, als schliefe er noch. Ab und zu linst er durch ein Auge, um zu gucken, was sein Sohn gerade macht. Der will mir derweil seinen Schnuller geben. Weil ihm aufgefallen ist, dass ich keinen habe. Um zu schlafen, das weiß er, braucht man einen Schnuller. Ich lehne höflich ab. „Ist kein Fussel dran, Mama!“ versichert das Kind. „Kannst haben!“ Ich will trotzdem nicht. Also bekomme ich den Schnuller jetzt so lange mit Nachdruck ins Gesicht gequetscht, bis ich ihn doch haben will.

„Brav!“ lobt mein Sohn. „Und jetzt stehn wir auf!“

Klar. Mittlerweile sind ja eh alle wach. Ich gebe mich geschlagen. Auch Herr Müller wälzt sich nun aus dem Bett und verschwindet in Richtung Badezimmer. Kind 2 seinerseits geht los und weckt Kind 1. Wir sind immer noch vor dem Weckerklingeln. Kind 1 erscheint, bereits halb angezogen, auf der Bildfläche und verlangt Frühstück. Kind 2 räumt derweil die Sockenschublade aus.

In der Küche blubbert die Kaffeemaschine einen Wachmacher zurecht. Herr Müller kommt geschlurft und drückt mir eine Tasse in die Hand. Wir stehen stumm und müde voreinander und schlürfen uns wach. „Morgen!“ grüßt Herr Müller. Ich nicke schlapp.

Morgen ist Wochenende. Da klingelt kein Wecker. Da ist Ausschlafen angesagt. Zumindest theoretisch. Wir führen ein ernsthaftes Gespräch mit dem Sohn. Der hat sich Socken über die Hände gezogen und verspricht, ganz bestimmt auszuschlafen. Zumindest aber, nicht am frühesten Morgen dahergewandert zu kommen, um die ganze Familie aufzuwecken.

„Du kannst ja dann ein bisschen in deinem Zimmer puzzeln.“ schlage ich vor. „Jaaaaa!“ verspricht das Kind. Uns bleibt die Hoffnung, dass zumindest das Wochenende nicht vor 6 Uhr beginnen möge. Und wie es mit Hoffnungen so ist…

… sie sterben zuletzt.

Gebädert… immer noch…

„Ist das nicht ein Traumbad?“ fragt der Bäderfachverkäufer.

Jetzt heißt es diplomatisch zu sein. „Wir können ja noch mal gucken,“ lenke ich dezent vom Thema ab und verschwinde in der nächsten Bucht. Da ist das ausgestellte Bad ziemlich nett, aber auch ziemlich teuer. Der Fachmann wittert das große Geschäft und beginnt, über Deckenbeleuchtung, randlose Kloschüsseln und Drückergarnituren zu fachsimpeln. Der Anführer der Fliesenmannschaft gesellt sich zu uns und piekst mit dem Finger auf metallisch hochwertig glänzende Randleisten, wie man sie neuerdings in jedem Bad verbaut. Ich fühle mich umzingelt und suche mein Heil in der Flucht. Drei Männer folgen: Mein eigener und zwei Verkaufsprofis.

Noch immer planen wir die Sanierung unseres Badezimmers. Mittlerweile sind wir einen Schritt weiter: Vom bloßen Reden übers Thema sind wir zum Möbel- und Fliesengucken übergegangen.

Zweieinhalb Stunden später haben wir alle vierunddreißig Ausstellungsbäder beguckt und sehr lustige Sitzproben auf einer Reihe von Ausstellungsklos gemacht. Wir haben Wasserhähne befühlt, Duschköpfe angeschaut und die letzten Neuheiten im WC-Bereich bewundert. Preise kennen wir nicht. Am freudigen Leuchten im Auge des Fachverkäufers können wir aber bereits erahnen, dass es sich über die Preise noch einmal zu unterhalten lohnt. Denn scheinbar haben wir uns gerade dumm und dusselig ausgesucht. Vielleicht hätten wir mehr darauf achten sollen, wie oft das Wort „Premium“ fällt.

Zurück am Schreibtisch des Bäderfachaufschwatzers verschlucke ich mich erst und muss dann ein hysterisches Lachen unterdrücken. Mit den einleitenden Worten, wir hätten uns da „etwas wirklich Schönes ausgesucht“ beginnt der Preisschock. Allein der Spiegel kostet so viel wie damals mein erstes Auto. Das war zwar seinerzeit schon eine alte Schüssel. Trotzdem will ich für einen Spiegel nicht so viel Geld ausgeben. Beim Waschtisch geht es weiter. Der Preiskreis schließt sich beim Badschrank. Schlussendlich ist uns ein bisschen übel und wir müssen darauf hinweisen, dass die Badmöbel so nicht akzeptabel sind. Vielleicht dann, wenn der Preis um 2/3 schrumpft. Aber das gefällt nun wiederum dem Fachmann nicht. Er verspricht, sich noch einmal schlau zu machen. Dann reichen wir einander die Hand und gehen unserer Wege.

Wenigstens über die Fliesen können wir uns ein paar Tage später einig werden. Wo sich der Bädermann unflexibel zeigt, ist der Recke der Fliesenfirma biegsamer und kann uns ein Angebot machen, mit dem alle Beteiligten gut leben können. Sogar eine einbauwillige Fachfirma ist dabei.

Der Gang durch diverse Möbelhäuser offenbart später, dass es eine Fülle wunderschöner Badmöbel gibt, für die man kein Jahresgehalt opfern muss. Ob das allerdings auch dem Chef der Bäderausstellung passt, wissen wir noch nicht. Vielleicht können wir uns auf einen Mischbetrieb einigen: Fliesen, Porzellan und Armaturen vom Bäderfuzzi, Waschtisch und Badschrank aus dem Möbelhaus. Die Aussprache steht noch an.

Ob bei Müllers in diesem Jahr also noch frisch gefliest und gebädert wird, ist noch nicht raus. Aber wir arbeiten dran. Der Prozess… Sie wissen schon… der Prozess… er kommt in Gang.

Weiter…

So, nachdem das neue Jahr schon vor ein paar Tagen begonnen hat, beginnt nun auch für uns wieder der Ernst des Lebens. Schule, Kindergarten, sogar die Arbeit hat wieder geöffnet.

Als Erste verließen heute Herr Müller und Kind 1 das Haus. Der Erste zum Bahnhof, das Zweite zur Schulbushaltestelle. Kind 2 erwachte zu diesem  Zeitpunkt gerade aus dem Schlaf und beschwerte sich lautstark über fehlenden Apfelsaft. Kaum eine halbe Stunde später, Kind 2 hatte sich für einen blauen Pulli mit Automotiv entschieden und verlangt, dass auch ich einen anziehe (was in Ermangelung von Autopullovern in meiner Größe ausfallen musste), waren wir auch schon auf dem Weg in den Kindergarten.

Mit Beginn des neuen Jahres, das vorweg, verändert sich für Kind 2 so einiges. Schnullis werden nur noch in akuten Notsituationen verwendet und die Krippengruppe wird endlich gegen eine angemessene Kindergartengruppe getauscht. Kind 2 ist jetzt nämlich groß und will mit den Babys nichts mehr zu tun haben. Bereits im letzten Jahr hatte es sich erfolgreich aus seiner Babygruppe herausgequengelt und selbst entschieden, wer seine neuen Kumpels sein sollten. Ganz erwachsen reichte mir mein Sohn, kaum hatte er heute Früh seine neue Gruppe inspiziert, denn auch die Hand, sagte „Machs gut, Mama“ und ging spielen. Und ich stand da, ein bisschen bedröbbelt und ließ mir die Tür zeigen.

Mit Müh und Not konnte ich mich dann, frisch den Arbeitsplatz erreicht, an das Passwort für meinen Rechner erinnern. Das Phänomen kennen Sie sicher: Da tippt man monatelang blind und ohne Einsatz der Großhirnrinde absolut treffsicher Passwörter in Arbeitsrechner. Aber kaum ist man zwei Wochen damit beschäftigt, daheim Monopoly zu spielen und schlechte Filme zu gucken, fällt einem die relevante Information nicht mehr ein. Mit Glück wissen die Finger noch, welche Buchstaben sie sonst immer gedrückt haben. Meist aber muss man in einem Stapel gelber Klebezettel nach dem ultimativen Hinweis auf die Zugangsdaten suchen…

Und hier sitze ich jetzt, bin durch die Mails der letzten zwei Wochen durch und gerade wieder auf dem Laufenden. Jetzt noch ein Kaffee und dann… na los! Lesen Sie hier nicht so rum! An die Arbeit!

Neu…

Frohes Jahr 2015 zusammen!

Silvester wäre auch geschafft. Aus unerfindlichen Gründen befand sich das Epizentrum des nächtlichen Raketenangriffs nicht in unserer Gegend. Zwar wandelten auch bei uns einige Gestalten durch die Nacht und schossen Feuerwerk in den Himmel. So richtig gekracht hat es aber nicht. Die Rentner, die hier im Viertel trotz des Zuzugs von Jungfamilien noch stark in der Überzahl sind, blieben lieber daheim und guckten sich die diversen Silvesterstadl auf den Öffentlich-Rechtlichen an.

Unser DVD-Player allerdings hat pünktlich am letzten Tag des Jahres und zum Start des geplanten Dr. Who-Marathons die Hufe hochgerissen. Wir besitzen das Gerät seit 4 Jahren, was wohl auch bedeutet, dass die (Gerüchten zufolge) verbauten Kaputtgeh-Bestandteile nun einfach dran waren. So eine Sollbruchstelle kann sich schließlich nicht ewig zurückhalten. Nun spielt zwar zum Glück auch die Spielekonsole DVDs ab. Leider hat sich der Hersteller unserer Konsole seinerzeit aber gegen das BluRay-Format entschieden und beschlossen, lieber bei HD-DVD zu investieren. Dass das nach hinten losging, wissen wir heute. So mussten wir kurzfristig umschwenken und haben uns Herrn Kalkofes Jahresrückblick des schlechten Fernsehens gegönnt. Auch schön. Doch doch… Nebenher gab es Raclette – das ist so Tradition zu Silvester. Den Geruch wieder aus dem Haus zu kriegen ist dann die erste Challenge des noch jungen Jahres.

Kind 1 wurde dann pünktlich um Mitternacht geweckt. Es kam zwar aus seinem Zimmer, wollte dann aber doch nicht das Haus verlassen. Stattdessen trank es Zitronenbrause aus einem Sektglas und guckte dem Herrn des Hauses dabei zu, wie er im Garten das eine oder andere bengalische Feuer entzündete. Kind 2, von dem wir fest angenommen hatten, dass es vom Lärm der Silvesternacht schon aufwachen würde, schaltete auf Durchzug und schlief einfach weiter. Weil wir glauben, dass ein noch nicht Dreijähriger nicht unbedingt in der Nacht für Leuchtraketengucken aufstehen muss, haben wir den Nachwuchs weiterschlafen lassen. Kind 1 war´s nur recht – gab es doch so mehr Brause.

Pünktlich eine halbe Stunde nach Mitternacht war es dann wieder totenstill im Rentnerviertel. Was vielleicht auch damit zusammenhängen könnte, dass Regen einsetzte. Nichts fegt Straßen schneller leer als eiskalter Regen in der Nacht. Kind 1 wurde wieder ins Bett verfrachtet, was es hörbar doof fand. Frau Müller putzte sich schon mal die Zähne und Herr Müller stellte die Sektgläser in die Spülmaschine. Und dann war es rum, unser Silvester.

Ach und unser Vorsatz? „So oder besser!“

Der Schnee, der an Weihnachten gefallen ist, ist übrigens mittlerweile wieder geschmolzen. Dafür regnet es nun. Aber man kann ja nicht alles haben.

Ihnen ein schönes Jahr 2015. Machen Sie was draus!

Ausgeweihnachtet…

So, Weihnachten wäre geschafft. Ich schwöre, ich habe alle zur Schaffung von Besinnlichkeit notwendige Deko aus dem Keller gekramt und in abendelangen Dekorierstunden aufgebaut. Nichtsdestotrotz: Herr Müller und ich gucken uns nach Beendigung der weihnachtlichen Tage an und fazitieren: So richtig Weihnachtsstimmung war nicht.

Wenigstens die Kinder haben sich ordentlich gefreut, was bei dem Geschenkeberg, der von Mama, Papa und allen Verwandten, äh… sorry… dem Christkind kam vermutlich zu erwarten war. Nichtsdestotrotz steht Kind 1 am Ende der Auspackaktion da und will wissen, wo denn das gewünschte „Ja-Nein-Spiel“ sei. „Da, wo auch mein Pony ist“, antworte ich.

Auch das sonst weihnachtliche Gelage war irgendwie nicht so. Das geplante Geflügel am 1. Weihnachtstag wurde einstimmig ersetzt durch ein Gericht, das erst einen Tag später angedacht war. So gab es Schwein und Rotweinpilze statt Gans mit Kloß. Auch lecker. Aber weniger weihnachtlich als ein mit seinen eigenen Innereien und Kastanien vollgestopfter Vogel.

Der Bratvogel am Tag darauf wurde von Kind 1 misstrauisch beäugt. „Du Mama“, werde ich gefragt, „woraus ist Fleisch gemacht?“ Wir klären, zum wiederholten Male übrigens, darüber auf, dass Fleisch aus Tieren gemacht ist. Große Augen. „Auch aus Kühen?“ Ja. „Und Schweinchen?“ Auch. „Und aus Ponys?“ Äh…

Nun sitzen wir da, finden noch hier und da ein Fitzelchen Geschenkpapier und bereiten uns schon wieder auf das nächste Ereignis vor: Den Jahreswechsel. Einig sind wir uns darüber, dass uns Dr. Who ins neue Jahr helfen wird. Vielleicht auch die Jungs und Mädels von Torchwood. Gegessen wird wie jedes Jahr das, was man auf einem Raclette zubereiten kann. Und die Kinder gehen wie jeden Abend ins Bett, werden aber – versprochen ist versprochen – pünktlich zum mitternächtlichen Böllergeschieße aufgeweckt. Wir hegen die Hoffnung, dass wenigstens Kind 2 den Silvesterrummel verschlafen möge. Allerdings glauben wir nicht recht daran. Auch Kind 1 verschlief lediglich sein erstes und zweites Silvester und wachte beim dritten panisch heulend auf. Wir nehmen an, dass wir dieses Szenario heuer auch von Kind 2 erwarten können.

Übrigens: Es schneit. Am 2. Weihnachtsfeiertag fing es an und hörte seitdem nicht auf. Auf diese Weise hatten wir doch noch die Weiße Weihnacht, von der man immer so viel hört und die man selbst höchstens zu Kindertagen mal erlebt hat. Seitdem losen wir aus, wer mit der Schneeschaufel raus muss.

Ach ja: Unser Weihnachtsgeschenk bestand aus einem elektronischen Haussklaven. Der eilt dienstbeflissen durch die Räume und reinigt die Fußböden. Weil ich Staubsaugen genauso hasse wie Bügeln…

Frohes Ex-Fest und einen anständigen Jahreswechsel wünsche ich!