Der schlechte Film: 5 Zimmer Küche Sarg…

Vampire haben es nicht leicht. Können nur im Dunklen raus, kommen in keinen Club rein, sind zwar super sexy, können sich aber nicht im Spiegel betrachten – ach und überhaupt. Und dann dieses falsche Bild, das die Medien verbreiten. So kann es einfach nicht weitergehen.

Auf diesen Missstand will die Dokumentation „5 Zimmer Küche Sarg“ hinweisen. Ein Filmteam begleitet hierzu über mehrere Monate eine Wohngemeinschaft von 4 Vampiren im neuseeländischen Wellington und lässt Einblicke in ihren Alltag zu – der übrigens viel weniger glamourös ist, als man allgemein annehmen könnte. Schon die täglich… nächtlichen Aufgaben, die jeder WG-Bewohner kennt, stellen unsere 4 Vampire vor größere Probleme. So hat seit 5 Jahren niemand das dreckige Geschirr abgewaschen. Und den Boden gefegt hat auch keiner. Dann die Gebeine im Keller… kurzum: In Vampir-WGs geht es genauso zu wie in der alten Studentenbude, in der unsereins damals gehaust hat.

„5 Zimmer, Küche, Sarg“ ist eine herrlich komische, unkonventionelle und (ja) kluge „Dokumentation“ über eine „stilvoll verwahrloste“ WG von Vampiren. Leider ist der Film hierzulande bei seiner Kinopremiere ziemlich untergegangen. So haben sich bei der „Berlinale“ zwar noch alle einen Ast gelacht, die Kritiken waren durchweg überschwänglich, aber das wars dann eigentlich. Was für ein Glück, dass der Streifen nun DVD-Premiere feiert.

Begleiten Sie also Viago, Vladislav, Deacon und Petyr durch ihren Vampiralltag. Seien Sie dabei bei Hausmusik, Fledermauskämpfen, Pöbeleien mit Werwölfen, erotischen Tänzen und WG-Treffen mit leidigen Diskussionen über Haushaltspflichten. Ach und die Zahnarztbesuche – welcher Arzt hat nachts schon Sprechzeiten…

„5 Zimmer Küche Sarg“: Aberwitzig, bescheuert, zum Schreien komisch. Angucken!

Der schlechte Film: Fanboys…

Es gibt Filme, die sind spitze. Es gibt solche, die sind gut. Dann gibt es noch Filme, die gehen so. Und es gibt Filme, bei denen jeder Kinogänger weltweit, der sich eine Karte gekauft hat, den ganzen Saal für sich allein hatte.

So ein Film ist Fanboys. Der hat nicht nur seine Produktionskosten nicht wieder reingespielt, der wurde quasi von niemandem geguckt.

Völlig zu Unrecht, wenn Sie mich fragen. Es spielen nämlich ganz viele tolle Leute mit: Der Typ, der Captain Kirk gespielt hat, die Frau, die Prinzessin Leia gespielt hat, der Kerl, der Jens Darth Maul war, der Typ aus Machete… alle anderen finden Sie bitte selbst heraus.

Und worum gehts? Eine Gruppe StarWars-Nerds begeben sich im Jahr ´98 auf einen Road-Trip, um den Film „Episode 1“ direkt aus George Lucas Skywalker-Ranch zu klauen. Alles für einen guten Zweck: Ihr kranker Freund wird die Premiere nämlich nicht mehr erleben. Nebenher ärgern sie StarTrek-Fans (die Erzfeinde von StarWars´lern), machen aus Versehen Schulden bei Prostituierten, pinkeln an Viehzäune, strippen im Bikerclub für ein Glas Wasser, liefern sich Verfolgungsjagden mit der Polizei bei Lichtgeschwindigkeit und überhaupt…

Kann gar nicht verstehen, warum der Film so schlecht weggekommen ist bei den Kritikern…

Der schlechte Film: Ronal der Barbar…

Männer in Tangas.
In Ledertangas.
Mit Muskeln und so.
Was sind das?
Genau: Barbaren!
Ganz fiese Typen. Mit Riesenäxten.
… und dem IQ eines Flusskiesels.

 

Aber es gibt ja noch Ronal: Der hat zwar keine Muskeln und sieht in seinem Ledertanga reichlich blöd aus. Aber er hat Köpfchen.

Schon sind Sie drin im Animationsfilm „Ronal der Barbar“…

Dieses Köpfchen – Sie ahnen es sicher bereits – ist im Laufe es Films nämlich noch zu etwas gut. Denn Ronals Barbarenclan wird gebarbarnapt. Und Ronal macht sich auf, um seine Leute zu retten. Ihm zur Seite: Ein pummeliger Minnesänger-Azubi, eine männermordende Amazone und ein nur unwesentlich tuntiger Elf.

Der Weg zur Rettung des Clans ist gepflastert mit Anspielungen auf gängige Heldenfilme und bekannte Computerspiele, besticht durch schlechten Witz und brasselige Winks auf SM-Klischees und vor Allem: Er erfreut mit allem Unernst, den ein Film nur aufbringen kann. So macht´s Spaß.

Die Nerds unter Ihnen können sich zudem in heiterem Synchronsprecherraten messen: Welche Stimme aus „Big Bang Theory“ erkennen Sie wieder?

Zum guten (oder schlechten, ganz wie Sie wollen) Schluss: Vergessen Sie bloß nicht, das Musikvideo anzuschauen!

Der schlechte Film: Lesbian Vampire Killers…

Dieser Film ist ausnahmsweise nicht Teil der Müllerschen Schund-Sammlung sondern die freundliche Leihgabe eines ebenfalls für schlechte Filme empfänglichen Freundes der Familie.

 

Lesbian Vampire Killers – der Titel sagt eigentlich schon alles. Was erwartet den gespannten Cineasten nun? Genau. Vampire. Lesbische Vampire. Dazu zwei Herren mäßiger Attraktivität, von denen der eine hauptsächlich Bier trinkt und der andere seiner Freundin nachtrauert, die ihn gerade verlassen hat. Diese beiden Herren machen nun einen Wandertrip durchs Nirgendwo und treffen dort auf Damen mit wenig Stoff am Leib und reichlich ausgebildeten Eigenschaften den Vorbau betreffend. Homoerotische Vampirinnen, von denen es in der Gegend wimmelt, denn zufällig steht die Auferweckung der Obervampirin an, dezimieren nun Schritt für Schritt die weiblichen Bekannten der zwei Herren. Die wiederum fühlen sich gemüßigt, mit Schwert und Armbrust heroisch in die Schlacht zu ziehen, um die Damen zu retten.

Ja, Sie vermuten richtig: Das ist ein ganz großer Filmgenuss. Dieser Film ist von Anfang bis Ende ein Porno – nur ohne Porno. Aber, und das macht den Streifen sehenswert, er nimmt sich keine Sekunde lang ernst. Im Gegenteil – sämtliche Klischees, derer man hier habhaft werden konnte, werden genüsslich durch den Kakao gezogen.

Und am Ende kriegt der Junge das Mädchen.

Herr Müller und ich haben viel gelacht. Und das ist durchaus als Tipp zum Anschauen zu verstehen. Wenn Sie schlechten Geschmack haben, versteht sich…

Der schlechte Film: Sucker Punch…

Herr Müller hat unsere Sammlung schlechter Filme um ein besonderes Schmuckstück erweitert…

Sucker Punch, meine Damen und Herren.

 

Der Streifen hat alles, was einen unterhaltsamen Nerd-Film ausmacht: Sex, Gewalt und Rock´n´Roll; Kulleraugen und tiefe Dekolletees, dicke Knarren in zarten Frauenhänden, finstere Shoguns mit Gatlings , feuerspeiende Drachen und nicht zuletzt deutsche Weltkriegszombies… Was will man mehr?

Ok, vielleicht haben Vampire gefehlt. Aber man kann ja nicht alles haben.

Ich kann nicht verstehen,  warum der Streifen damals bei Spiegel online so verrissen wurde… echt gar nicht…

Ach übrigens: Liebe Vanessa Hudgens aka „Blondie“. Das hast du jetzt davon, dass du dich hast nackig ablichten lassen, obwohl du gerade Kinderfilme für Disney gedreht hast. Aber  der Imagewandel ist konsequent, das muss man dir lassen.