Wieder nicht…

Halloween war dieses Jahr wieder der Burner. Kein Kind da! Wirklich nicht! Wenn man von den zwei Prinzessinnen absieht, die an der Tür geklingelt haben, noch bevor es überhaupt dunkel geworden ist. Tageslichtprinzessinnen gelten nicht! Bitte für die Zukunft merken!

Dabei waren wir äußerst nett: Haben Süßes gekauft, verstecken auch wirklich keinen Rosenkohl in Rocher-Papier und machen uns auch keinen Spaß daraus, Zahnbürsten und Zungenreiniger zu verteilen. Nein: Wir sind auf Horden unterzuckerter Winzlinge extrem gut vorbereitet. Mit gigantischen Schüsseln voller Kariesbomben und einem als Spiderman angemalten Kleinkind.

Und dann das: Nichts. In der kompletten Straße herrscht Totentanz (Achtung Halloween-Wortspiel). Vermutlich hat sich herumgesprochen, dass das Rentnergeschwader in unserer Gegend nicht gut auf Monsterkinder zu sprechen ist. Überhaupt muss man sich in der Hochzeit von Horrorclowns ja ungemein in Acht nehmen. Türen öffnen nach Einbruch der Dämmerung ist da nicht drin! Was es ziemlich sinnlos macht, sich als Kind zu uns ins Viertel zu verirren und nach Süßigkeiten zu fragen.

Das extra einstudierte „Süßes oder Saures? Dann hätte ich gern was Süßes.“ bleibt ungenutzt.

Also kein Halloween dieses Jahr. Auch gut. Essen wir die ganze Schokolade eben selbst. Ist auch viel zahngesünder. Zumindest für die nicht hier gewesenen Kinder…

Warum Tiere die besseren Sportler sind…

Kürzlich belegte ein Bluthund bei einem in den USA ausgetragenen Halbmarathon den siebten Platz. Und das völlig untrainiert! Eigentlich wollte Ludivine nämlich nur schnell Pinkeln gehen, entdeckte dann aber ihre Freude am Laufen.
Wir gratulieren herzlich zum Beinahe-Sieg!

Dass Viehzeug generell an Wettkämpfen interessiert ist, beweist auch dieses Video. Das Pferd hätte das Rennen sicher auch gewonnen. Leider sehen die Regeln das Sitzen auf einem Fahrrad vor…

Nicht telefoniert…

Hundertmal hat er schon angerufen. Mindestens. Wenn nicht noch öfter. Aber keiner ruft ihn zurück. Was denn mit uns los ist?
Ich muss mich gar nicht ahnungslos geben: Ich bin ahnungslos. Unser Telefon interessiert es nämlich nicht, wer wann anruft und einfach ohne Nachricht auflegt. Es speichert keine Nummern.
„Warum sprichst du nicht auf den Anrufbeantworter?“ will ich wissen.
„Ne, mach ich nicht!“ höre ich.
Ach so.“Aber dir ist schon klar, dass dich keiner zurückrufen kann, wenn du nicht auf den Ah Beh sprechen willst.“
„Doch, du siehst doch meine Nummer!“
„Nein, sehe ich nicht.“
„Doch!“
„Nein. Nur wenn du auf den Anrufbeantworter sprichst.“
Doch, bei mir ist das immer so. Ich sehe sogar am Computer, wer angerufen hat.“
„Das ist schön für dich, aber bei uns musst du schon auf den Anrufbeantworter sprechen, wenn du willst, dass man merkt, dass du angerufen hast.“
„Aber das mache ich grundsätzlich nicht!“
„Dann bist du einfach mal selbst schuld.“
„Aber warum seht ihr denn nicht, wer anruft? Habt ihr noch so ein Telefon mit Wählscheibe oder was?“
Ich seufze. Sehr laut. Das Augendrehen kann ich gerade noch unterdrücken. Aber auch nur, weil ich die Augen zumache.
„Außerdem seid ihr immer da, aber keiner geht ans Telefon.“
„Wir sind mitnichten immer da.“
„Doch, das Auto steht immer vor der Tür.“
„Wahrscheinlich deshalb, weil wir mit dem Zug zur Arbeit fahren.“
„Aber die Fenster sind auch immer offen!“
Das stimmt jetzt schon wieder nicht, aber wir drehen uns in unserer Ja-Nein-Doch-Diskussion ohnehin längst im Kreis. Ich setze dieses unverbindliche Lächeln auf, dass ich gern benutze, wenn ich Gespräche beenden möchte.
„Na, ruft ihr denn nun mal zurück?“
„Wenn du auf den Ah Beh sprichst.“
„Das mache ich nicht!“
Tja dann…

Der schlechte Film: 5 Zimmer Küche Sarg…

Vampire haben es nicht leicht. Können nur im Dunklen raus, kommen in keinen Club rein, sind zwar super sexy, können sich aber nicht im Spiegel betrachten – ach und überhaupt. Und dann dieses falsche Bild, das die Medien verbreiten. So kann es einfach nicht weitergehen.

Auf diesen Missstand will die Dokumentation „5 Zimmer Küche Sarg“ hinweisen. Ein Filmteam begleitet hierzu über mehrere Monate eine Wohngemeinschaft von 4 Vampiren im neuseeländischen Wellington und lässt Einblicke in ihren Alltag zu – der übrigens viel weniger glamourös ist, als man allgemein annehmen könnte. Schon die täglich… nächtlichen Aufgaben, die jeder WG-Bewohner kennt, stellen unsere 4 Vampire vor größere Probleme. So hat seit 5 Jahren niemand das dreckige Geschirr abgewaschen. Und den Boden gefegt hat auch keiner. Dann die Gebeine im Keller… kurzum: In Vampir-WGs geht es genauso zu wie in der alten Studentenbude, in der unsereins damals gehaust hat.

„5 Zimmer, Küche, Sarg“ ist eine herrlich komische, unkonventionelle und (ja) kluge „Dokumentation“ über eine „stilvoll verwahrloste“ WG von Vampiren. Leider ist der Film hierzulande bei seiner Kinopremiere ziemlich untergegangen. So haben sich bei der „Berlinale“ zwar noch alle einen Ast gelacht, die Kritiken waren durchweg überschwänglich, aber das wars dann eigentlich. Was für ein Glück, dass der Streifen nun DVD-Premiere feiert.

Begleiten Sie also Viago, Vladislav, Deacon und Petyr durch ihren Vampiralltag. Seien Sie dabei bei Hausmusik, Fledermauskämpfen, Pöbeleien mit Werwölfen, erotischen Tänzen und WG-Treffen mit leidigen Diskussionen über Haushaltspflichten. Ach und die Zahnarztbesuche – welcher Arzt hat nachts schon Sprechzeiten…

„5 Zimmer Küche Sarg“: Aberwitzig, bescheuert, zum Schreien komisch. Angucken!