Ferien… schon Bäh…

Die Ferien sind noch keine Woche alt und beginnen bereits unangenehm zu werden. Bis zum Mittagessen ist ja immer noch alles in Ordnung. Dann dreht der Nachwuchs durch. Und das an jeden einzelnen Tag. Es nützt nichts, dass man auf dem Spielplatz war, geradelt ist, bis die Beine abgefallen sind, dass man in die Eisdiele eingefallen ist wie dereinst die Hunnen in Europa, dass man Kekse bäckt, das iPad zum Spielen opfert und Fußball im Garten spielt – am Ende des Tages reduziert sich alles darauf, dass man das Kind nicht hat mit dem Stock den Hundehaufen sondieren lassen…

Nichtsdestotrotz gehen die Ferien noch einige endlose Wochen weiter und wir machen uns bereits Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit seelisch unbeschadet überstehen. Der Einfall, zumindest Kind 1 bei Oma und Opa abzuwerfen und zu rennen, was die Beine hergeben, ist verlockend. Kind 1 allerdings schwankt sekündlich zwischen „Ja, ich bleibe da.“ und „Nein, auf keinen Fall.“ Kind 2 muss aufgrund seines Alters eh noch bei Mama und Papa bleiben.

Schauen wir mal, was die Tage bringen. So gibt es zumindest regelmäßig die rettenden Abende, in denen die Brut im Bett liegt. Mutter und Vater indes kippen meist totengleich aufs Sofa und sind zu nichts Sinnvollem mehr zu gebrauchen. In diesem Zustand ist dann noch ein Film drin oder Staffel vier dieser Reihe über einen serienmordenden Forensiker. Dann hofft man noch, dass am nächsten Tag wenigstens die Sonne scheinen möge, damit man die Brut – sollte es hart auf hart kommen – in den Garten scheuchen und schnell die Terrassentür zumachen kann…

Wie überleben Sie die Sommerferien mit der eigenen Brut denn? Erzählen Sie mal!

 

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13 Kommentare zu “Ferien… schon Bäh…

  1. streepie sagt:

    Oh fragen Sie nicht……

    Das allerbeste ist wirklich, das Kind bei Oma und Opa abzuliefern und schleunigst zu verschwinden… Oder bei einer anderen Familie

  2. franhunne4u sagt:

    Keine Brut, ich überlebe die Sommerferien mit Fronarbeit, da ja alle Eltern frei nehmen …

  3. Birgit sagt:

    Brut schon so alt, dass Mama und Papa uncool sind und man gar nichts mit ihnen machen will. Am Liebsten 6 Wochen nur mal zum Essen oder wenn man zu Freunden willl, runterkommen.
    Also , es wird mit zunehmendem Alter der Brut wieder entspannter 😉

  4. Frau Tonari sagt:

    Ferienzeit war Reisezeit. Mit der Brut in diverse Ferienhäuser eingefallen. Und sie dann anschließend auch noch ins Ferienlager verschickt. Oder an die Großeltern verschenkt. Einzeln, nicht paarweise 😉

  5. tanja1979 sagt:

    Ich bin grad erstmal ums Haus geschlichen, um zu schauen ob du da irgendwo sitzt und durch unser Fenster glotzt… Kind 1 hatten wir in Ferienwoche 2 bereits ausgelagert, leider war die Zeit begrenzt, da die Großeltern wieder zum Frondienst antreten müssen, da sie selbst ja keine ferienpflichtigen Kinder haben… Die in der Zeit erreichte Erholung war bereits nach 24 Stunden dahin, da das Kind sich bei Oma und Opa dermaßen zusammen gerissen hat, dass die ganze aufgestaute Energie schlagartig entweichen muss – seither ohne Unterbrechung.
    Für nächste Woche plane ich ein Zelt in den Garten zu stellen, sollten die Außentemperaturen wieder einmal zweistellig werden. Das Jugendamt muss ja nicht unbedingt kommen.
    Kind2 findet den explosionsartig auftretenden Showact (Kind1) übrigens so toll, dass man dem gleich nachstrebt. Aktuell rennen hier zwei irre Flummies durch die Gegend und tragen dabei Tücher über den Köpfen. Ich geh mal Kühlies holen… schöne Ferien noch!

  6. Frau Müller, ich habe soeben herzlich gelacht! Sie haben mir mit Ihrem Bericht die Ferien versüßt, die übrigens hierzulande 9 Wochen andauern. Bei uns ist Ferienzeit Reisezeit, was allerdings auch für so manche Spannung anstatt Entspannung sorgt. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.

  7. Grausam, schon am ersten Ferientag ist hier der Lagerkoller ausgebrochen. Als wir mit den Ferien begonnen haben war wenigstens noch Sommer und der Junior ward nach dem Frühstück nicht mehr gesehen, weil er sich mit den Kumpels im Freibad getroffen hat.

    Ab morgen arbeite ich wieder und die Kids sind alt genug, sie brauchen mich nicht mehr. Gott.sei.Dank. Wahrscheinlich stehen sie gerade auf, wenn ich wieder nach Hause komme.

    LG

  8. Lilly sagt:

    Schon komisch: als wir in dem Alter waren, mußten wir uns selbst beschäftigen, mit anderen Kindern spielen. Das funktionierte fantastisch. Damals haben die Eltern grundsätzlich nicht ihre Kinder bespaßt, das mußte man schon allein bewerkstelligen. Meiner Meinung nach fördert das ungemein! Ach ja – iPad, Computer ect. gab es damals noch nicht, fernsehen frühestens nach dem Abendbrot – GsD!!!

  9. minibares sagt:

    Gibt es denn keine Ferienfreizeit, bei der ihr Kind 1 hättet anmelden können?
    Oder aber von der Stadt oder Gemeinde wird doch auch für die Zuhause-Gebliebenen immer wieder was angeboten.

  10. Inch sagt:

    „Kind 1 allerdings schwankt sekündlich zwischen “Ja, ich bleibe da.” und “Nein, auf keinen Fall.” …“
    Tja, das hat man nun davon, wenn man die Brut entscheiden lässt. 😉 Geht wohl heute allen Eltern so. Wir wurden nicht gefragt, bei den Großeltern abgeladen und sind heute dankbar dafür (was aber sicher an den Großeltern lag und von Familie zu Familie verschieden sein mag). Ich habs bei meinen Kindern dann auch einfach so gehalten. Sehr entspannt und voller neuer Erkenntnisse trafen wir dann wieder aufeinander. Autoritäre Erziehung hat eben auch Vorteile 😉

    • Frau Müller sagt:

      In den nächsten Ferien werden wir es genauso machen. Versprochen!

      • Inch sagt:

        Ja, machen Sie das! Sie werden staunen, wie gut das funktioniert. Allerdings, da Ihre Kinder bisher offenbar Mitspracherecht hatten, müssen Sie sich eine Weile in Konsequenz üben. Die Bälger werden natürlich dikutieren. Lassen Sie sich nicht darauf ein!! Darauf werden sie trotzen, heulen, stampfen, wüten, an Atemnot fats sterben, Dinge kaputt machen, Sie beschimpfen, sonstwie toben, die sind da ja sehr kreativ. Lassen Sie sie! Stecken Sie sich notfalls diese Schlafstöpsel in die Ohren und eine Schlafbrille auf den Kopf, falls Sie sensibel sind. Schließlich wissen Gören ganz genau, wie sie ihre Eltern kriegen, das üben die schließlich schon, seit sie Ihnen entschlüpft sind.
        Aber ich verspreche, wenn Sie das alles durchhalten, sind Ihnen die nächsten Ferien gewiss! Und danach die oben beschriebenen Zusammenkünfte nach den Ferien. 😀

  11. Wir konnten Sohn und Tochter eine Woche bei den Großeltern abgeben (mit mehr als 500 Kilometern Sicherheitsabstand) und dann mit einer befreundeten Familien in den Urlaub fahren, in dem sich die Kinder gegenseitig bespaßen konnten (Fünf Stück an der Zahl). Die letzte Ferienwoche muss jetzt die Freundin mit den Kindern rumbringen. Ich muss leider wieder arbeiten (habe aber die Auflage, pünktlich Feierabend zu machen).

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