Spaßlos…

Letzter Kindergartentag. Für immer. Heute.

Kind 1 weiß nicht recht, ob es weinen oder lachen soll. Weil sie jetzt groß ist, ist der Kindergarten eigentlich mittlerweile out. Andererseits fehlen die KiTa-Tanten jetzt schon. Ich für meinen Teil habe ja noch Kind 2 und bin damit noch einige Jahre drin im Trubel. Für die Große allerdings sind die Zeiten jetzt vorbei. Geschenke wurden bereits getauscht, heute soll dann noch mal kräftig mit allem gespielt werden, was der Kindergarten hergibt. Inklusive wildem Gerenne im Garten. Dann haben wir erstmal Urlaub und hoffen, dass die Vorfreude auf die Schule die Trauer über das Ende der KiTa-Zeit überwiegt.

GestrüppMit dem Vorhaben, zusammen mit einer Freundin in Vertretung für alle Eltern ein Abschiedsgeschenk zu organisieren, bin ich allerdings ordentlich platt aufgeschlagen. Die Idee an sich finden zwar alle gut. Auf Karten unterschreiben wollen auch alle. Aber dass Geschenke nicht auf Bäumen wachsen, ist immer noch nicht überall bekannt. So werde ich von Mutter 1 erst einmal ordentlich angepampt. Mutter 2 kann sich zwar schon vorstellen, ein paar Münzen springen zu lassen, allerdings nur dann, wenn ich nur für die eine der zwei Kindergartentanten etwas besorge. Die andere mag sie nämlich nicht. Mutter 3 ignoriert mich völlig. Mutter 4 endlich freut sich und spendet für Blumen und Pralinchen. Auch Mutter 5 macht mit. Mutter 6 will zwar mitspielen, bleibt aber trotz Nachfrage die nächsten Tage verschollen. Bleiben inklusive meiner Person 3 Leute, die sich an der Aktion beteiligen. Alle anderen können sich zwar vorstellen, ihren Namen auf eine Dankeskarte zu schreiben, bleiben darüber hinaus aber tatenlos. Überhaupt könnte es ja sein, dass ich mit den gespendeten 5€ auf die Malediven verschwinde und mir dort eine Yacht kaufe. Außerdem kennt man sich ja kaum und kann nicht beurteilen, ob ich überhaupt weiß, was ich tue. Dass wir seit 5 Jahren jeden Tag mehrfach aneinander vorbeilaufen und sogar ab und zu mal miteinander gesprochen haben, ist irrelevant.

Ich schlucke meinen Ärger also ab und besorge zwei hübsche Sträußlein und eine Kleinigkeit dazu. Bei der morgendlich geplanten Übergabe ist kein Mensch anwesend. Nur meine Freundin ist entschuldigt. Der Rest fehlt. Ich greife mir zwei Kinder und lasse überreichen. Merke: Nett sein ist Scheiße. Wenn keiner mitmacht…

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9 Kommentare zu “Spaßlos…

  1. streepie sagt:

    Einen Vorteil hat es aber, wenn man alleine ueberreicht – die Kindergartentanten wissen genau, von wem sie das Dankeschoen erhalten haben 😉

  2. minibares sagt:

    Och neee, das ist ja eine undankbare Aufgabe, die du dir da gestellt hast.
    Genau, mit den 5 Euro kaufst du dir einen Maserati, lach.
    Aber so haben die beiden Kita-Damen doch ihre Freude, das ist doch was.

  3. Inch sagt:

    Ach Herrje, ich denke mit Grausen an die erste Klassenfahrt. Ob die betreffenden Mütter glauben, die wird von der Stadt bezahlt? Ansprüche haben sie aber sicher an die Qualität der Unterkunft. Ich wünsche Ihnen, dass die Kinder dieser Mütter in andere Schulen entschwinden und dass Sie in der Schulzeit verschont bleiben von dieser Art Eltern

  4. Ich war jetzt x-Jahre bei der Miss Elternbeirat und hatte eigentlich eine gute Elternschaft zur Verfügung, aber hier gab es auch einige faule Eier. Ist wohl überall das Gleiche… ;(

    LG

  5. Juliane sagt:

    Furchtbar!
    Gibt es denn keinen Elternrat (oder wie das heißt?) in eurem KiGa; normalerweise kümmern die sich doch um sowas und dass man sich als Vorschulkindeltern nicht völlig blamiert??

  6. Hallo!

    Unser Kind1 hatte vor einer Woche auch ihren Rausschmiss aus dem Kiga. Und das darf man wörtlich nehmen. Bei uns werfen die Erzieherinnen die Kids tatsächlich am letzten Tag mit Schmackes zur Tür hinaus. Eine lustige Tradition, die den Kindern den Abschiedsschmerz etwas vergessen läßt, denn jeder will natürlich den tollsten Sprung hinlegen.
    Mit den Abschiedsgeschenken ist das bei uns so organisiert, dass die scheidenden Eltern für ein Geschenk für den Kindergarten (nicht für die Erzieherinnen!) zusammen legen, z. B. für Windspiele für den Garten oder eine Aquaplay-Wasserbahn oder sowas.
    Da beschwert sich dann auch keiner, dass er “der einen“ aber gar nix schenken will.
    Den einzelnen Erzieherinnen kann jeder wie er will etwas geben oder eben nicht.
    Ich ließ das Tochterkind entscheiden, wer was bekommt. Sie hat für ihre Lieblinge Karten gebastelt und ich habe ein kleines persönliches Danke hinten drauf geschrieben und was Süßes dran gehängt. So können wir den Sohnemann nächstes Jahr guten Gewissens dort hinbringen. 😉

  7. Ruthie sagt:

    Oh, das ist aber mies von den anderen! Nächstes Mal gleich nur ein persönliches Geschenk aussuchen…

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