Taschendilemma…

Die Handtasche ist toll. Nur für das Handy gibt es keinen Platz…

Der Je-kleiner-je-feiner-Trend, der Handys eine Zeit lang begleitete, hat sich ja mittlerweile ins Gegenteil gewandt. Heutzutage sind Handys riesig und man wird schon fast ausgelacht, wenn man mit etwas telefoniert, das nur so groß ist wie ein handelsübliches Feuerzeug. Das war bis vor einigen Jahren noch anders. Da war am coolsten, wer das Handy in der Tasche nicht mehr fand. Entsprechend handlich waren auch die Einstecktäschlein, die Teil einer jeden Handtasche sind. Klingelte dann, während man gerade beim Stadtbummel war, die Freundin an, griff man fix in die Handtasche, hatte sein Telefon sofort parat und konnte lossabbeln.

Nun haben sich die Zeiten aber geändert. Und das scheinbar schneller, als die Taschenschneider hinterherkommen. So sind normale Handys heute ungefähr handgroß. Mindestens. Man muss nämlich nicht nur telefonieren können damit, nein, auch das eine oder andere Spiel will gespielt werden. Und um beim Online-Farmen auch den Maisacker zu treffen, bedarf es eines großen Displays… Ruft heute also eine Freundin an, muss man sich erst aufs Pflaster hocken und in der Tasche nach dem Telefon graben. Denn das liegt – in Ermangelung eines passgenauen Einstecktäschleins – ganz unten am Grund. Da, wo kein Licht mehr hinkommt und wo Krümel und Fussel still vor sich hin kompostieren.

Den Grund, warum die Handtaschentäschlein nicht mitwachsen, kenne ich nicht. Die sind nämlich immer noch winzig klein und können höchstens noch ein Päckchen Pfefferminzbonbons beherbergen, aber sicher kein Telefon. Zumindest die Handtaschenverkäuferin hat ein schlagendes Argument, wenn man sie auf die Diskrepanz zwischen Handygröße und Handyeinstecktäschleingröße anspricht: „Na, einen Tod müssen Sie sterben.“ heißt es. „Schöne Tasche oder praktische Tasche.“ Was soll man da groß antworten.

Ähnliche Erfahrungen mit zu kleinen Täschlein hat übrigens Herr Müller gemacht. Der stellte unlängst fest, dass die Jacke, die er sich gekauft hat, nur mit Handys kann, die man größentechnisch so nicht mehr kaufen kann. Womit das Problem wohl globaler ist, als zunächst angenommen…

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14 Kommentare zu “Taschendilemma…

  1. Mönsch Frau Müller… das sind ja Dinge, über die ich mir noch keine Gedanken gemacht habe. Bis jetzt hat das Phone immer noch in das Täschchen gepasst. Wobei ich zugeben muss, dass ich in einem Fall mit Dehnung nachhelfen musste. Tse…

    LG

  2. Bluhnah sagt:

    Made my day:
    …ganz unten am Grund. Da, wo kein Licht mehr hinkommt und wo Krümel und Fussel still vor sich hin kompostieren…

  3. Edda sagt:

    …betrifft nicht nur Hand- und Jackentaschen sondern auch und vor allem HOSENtaschen 😦

  4. feuerpferdle sagt:

    Die Handys passten früher auch mal in die Jeanshosentasche. Heute nicht mehr. Erhöht die Chance, dass das Handy nicht in der Waschmaschine landet. 😉

  5. Angie sagt:

    Herrlich!!!!
    …..ganz unten am Grund. Da, wo kein Licht mehr hinkommt und wo Krümel und Fussel still vor sich hin kompostieren…..
    da entstehen ja auch diese Steine, weiß und irgendwie…. komisch 😉
    deswegen näh ich meine Taschen selbst 😉

  6. franhunne4u sagt:

    Ich hab mir noch ein altes Handy kaufen können, ein kleines, rotes Klapphandy! Ohne Kamera. Am Montag kam mein Kollege ins Büro und meinte: „DAS soll ein Handy sein?“ Ich wollte ihn schon fragen, ob er zuviel Crocodile Dundee gesehen habe …

  7. Inch sagt:

    So also Frau Müller, ja. Ich habe mir neulich in den Staaten eine Handtasche gekauft, da gibt es zwei Einstecktäschlein: Eins außen für die altmodischen Handies, eins innen für die modernen großen. Ja.
    Im Mantel nutze ich das Fach, in dem früher die Zigaretten steckten. Nun weiß ich allerdings nicht, wohin mit den Zigaretten. Bei allen meinen in Deutschland erworbenen Handtaschen sind die Täschlein tatsächlich zu klein. Außer bei einer. Die kaufte ich tatsächlich zu Zeiten der kleinen Handies und fand das Täschlein viel zu groß. Nun würde das Smartdingens passen, allerdings passt die Tasche nicht mehr so ganz zu meinen heutigen modischen Ansprüchen.

  8. Mamatanzt sagt:

    Irgendwann kommt die Industrie (Mode?) darauf, dass es doch todschick wäre, sich Handys einfach um den Hals zu bammeln…

  9. Jerowski sagt:

    Also Männerjacken in deren Taschen nicht mindestens Handy, Handschuhe, Taschenlampe, Taschenschirm und Tempos passen werden nicht gekauft… Absolut wind- & wasserdicht und mit Kapuze sollten sie natürlich auf jeden Fall auch sein, der Schirm ist schließlich nicht für den Eigenbedarf…

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