Zahnsüßkrankfaschingsende…

Heute schaue ich aus dem Fenster und es nebelt. Emotional in den Herbst versetzt, gelüstet es mich spontan nach Bratapfel. Oder heißem Tee mit Zitrone. Zumindest letzteres wäre wahrscheinlich sogar sinnvoll. Denn kaum dass tagsüber mal die Sonne scheint, bekomme ich den Rotz. Neben Kopfweh und Halsschmerzen habe ich da einen Cocktail serviert bekommen, den ich gern nicht angenommen hätte. Aber Krankheiten fragen selten nach dem Begehr.

Grüne Tabletten lutschend und Schmerzsaft für Kinder aufbrauchend (den, der so ekelig schmeckt, dass Kind 1 ihn gern spontan wieder erbricht), starte ich heute also in den Tag. Ich könnte ein schönes Feuerchen im Kamin entzünden, mir eine Katze auf dem Schoß setzen und den Rest der Wolljacke zu Ende stricken, zu deren Vollendung eigentlich nur noch 1 1/2 Ärmel fehlen. Aber das würde bedeuten, dass ich mich bewegen muss. Und dazu… ne, nicht unbedingt heute.

Pünktlich zum Faschingsende verlangte Kind 1 übrigens heute das Feuerwehrmann-Kostüm. Das hing bisher im Schrank und muss Teil eines großen Plans gewesen sein – zumindest wenn man die Reaktion des Kindes auf meinen Vortrag hinsichtlich des nicht mehr Faschingseins richtig interpretiert. Kein Fasching ist großer Schiet, das weiß ich jetzt. Nichtsdestotrotz muss der Feuerwehrmann im Schrank bleiben. Einige wenige verwirrte Kinder im Kindergarten waren heute dennoch verkleidet, was unser Kind lautstark mit „Siehste!!!“ quittierte. Eine gute Mutter zu sein ist echt schwer…

Ach ja, gute Mutter. Kind 1 hat Besuch von der Zahnfee bekommen. In Ermangelung von klugen Ideen haben wir uns dem allgemeinen Brauch angeschlossen und eine Münze unters Kopfkissen gelegt. Selbige wurde quasi sofort auf den Kopf gehauen. Leider stellte das Kind noch im Supermarkt fest, dass mit dem Kauf von Süßigkeiten auch der Verlust des eben geschenkten Geldes einher geht. Und das war dann wieder nicht so gut. Von Wirtschaftskreisläufen wollte das Kind denn auch gar nichts wissen. „Warum muss ich meine Süßigkeiten denn allein kaufen? Du kaufst die uns doch immer!“ Das vor den Augen zweier geschockter Omas zu bereden, die nicht fassen können, dass ein Kindergartenkind die Produkte des täglichen Zuckerbedarfs schon selbst erstehen muss, ist schwer. Für Kind 2 und die Entlohnung für seine Zähne denken wir uns also besser etwas anderes aus.

Schönen Mittwoch!

 

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3 Kommentare zu “Zahnsüßkrankfaschingsende…

  1. Paterfelis sagt:

    Das Kind hat kein Interesse an deinen Erklärungen zum Wirtschaftskreislauf? Ich mache mir große Sorgen um unser aller Zukunft. Wo soll das nur hinführen? Wenn du dem Kind aber mal erklärst, daß du gerade kein Geld mehr hast und es dir daraufhin nahelegt, welches zu kaufen, dann sollte sich der Grad der Besorgnis noch steigern lassen.

  2. Kathi sagt:

    Vielleicht ein kleines Schleichtier für den Zahn, ist auch gesünder 😉

  3. Miss Weber sagt:

    Der Anschiss lauert überall, selbst im Supermarkt. Aber weiter so, dann kann ich schon mal aus Ihren Fehlern lernen.

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