Marderisch…

Kaum steigen die Temperaturen, regt sich das Ungeziefer. Bereits vor geraumer Zeit konnten wir ja über Marderbesuch berichten. Das liebe Vieh hatte es sich unter unserem Dach gemütlich gemacht und sich ein kuscheliges Nest in der Dämmwolle eingerichtet. Hierher schleppte es allerlei Beute, die nach geraumer Zeit zum Himmel stank.

Zum Glück ließ sich das Tier vergrämen, so dass wir schlussendlich nur den Schaden am Dach richten mussten. Auch aufgrund der Tatsache, dass in unserer unmittelbaren Umgebung mittlerweile alles mit schmucken Reihenhäuschen zugebaut wurde, hofften wir, in Zukunft von marderlichen Heimsuchungen verschont zu bleiben.

Pustekuchen…

Letztens werde ich wach – mitten in finsterer Nacht übrigens – und höre etwas übers Dach rennen. Da ich mittlerweile alt genug bin um zu wissen, dass Gespenster nicht auf dem Dach sitzen sondern im Keller, hatte ich sofort den richtigen Kandidaten im Verdacht. Netterweise hatte der Verdächtige noch in der selben Nacht gleich neben das Dachfenster gekackt, was seine Identifizierung dann ziemlich schnell ziemlich einfach machte. Nur Marder machen solche Haufen… (nach Marderkacke müssen Sie jetzt selber googlen).

Jetzt sind Marder echt hübsch. Wirklich. Sie haben lustige kleine Knopfaugen, winzige Hände und ein putziges kleines Schnuppernäschen. Und nach ihrem Ableben kann man sich einen tollen Schal aus ihrem Fell machen. Eine Freundin von mir hielt sich seinerzeit sogar ein Frettchen als Haustier. Leider stehen Marder aber im Ruf, allerlei Unsinn anzustellen. So sind sie als Kabelbeißer bei Autobesitzern gefürchtet. Oder sie nisten sich ohne gültigen Untermietervertrag im Haus ein. Weil wir das nicht wirklich brauchen, fahren wir nun wieder die gängigen Taktiken, um es dem Vieh gar nicht erst gemütlich zu machen.

Soll er doch woanders einziehen… sind doch genug Nachbarn drum herum… Bei denen kommt man auch leichter aufs Dach.

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19 Kommentare zu “Marderisch…

  1. Als ich noch einen Daewoo fuhr, hatte ich wirklich derart regelmäßig Marderschäden an Kabeln und Schläuchen, dass sogar ich als friedfertige Pflanze Aggressionen entwickelte, die bis ins Einfangen, auf die Straße tackern und mindestens dreimal drüberfahren gipfelten. Ich! Die mit der Spinnenphobie, die männliche Kandidaten des Hauses bittet, die Viecher außerhalb der Wohnung zu bringen! Will Marder morden – und ich scheiß da ganz gepflegt auf nicht mehr übrig bleibende Mäntelchen!
    Dann erfuhr ich in der Werkstatt meines Vertrauens: Daewoo & Co. – irgendne asiatische Herstellung und in Kabeln und Schläuchen is Fischmehl mit drin verarbeitet. Echt wahr. Wollt ich auch nicht glauben, aber so erschloss sich mir, dass die Marken Daewoo & Co. Delikatessen sind.
    Seit drei Jahren fahre ich übrigens Renault – und hatte noch keinen einzigen Besuch. Vom Marder, meine ich. Toi toi toi 🙂

    • Andrea sagt:

      Muss Dich enttäuschen, fahre Renault und eines dieser sicherlich putzigen Tierchen hat den Schlauch zur Scheibenwaschanlage durchgebissen…….. letzte Woche passiert.

    • Frau Müller sagt:

      Seit geraumer Zeit ist Daewoo ja Chevrolet, wenn ich mir das richtig gemerkt habe. Vielleicht hat sich auf diese Weise auch das mit dem Fischmehl erledigt…

  2. Neulich beim Tatort: Der running Gag war, dass das Dienstfahrzeug gar grausam stank und auch eine Armee Duftbäume nicht half. Nach länderem Suchen fand man dann irgendwann einen verreckten Marder im Motorraum. Der obligatorische Kalauer: „Das sieht nach einem klassischen Selbstmarder aus!“

  3. Zora sagt:

    Huah – bloß nicht versuchen, daß Viech selbst zu fangen. Meine Mutter ist bei einem ebensolchen Versuch vom Marder gebissen worden. Der Biss an sich war nicht schlimm – aber die Tollwut-Impfungen im Nachhinein waren wohl nicht so prickelnd O_o
    Ich hatte mal das Vergnügen, eine Siebenschläfer-Familie als Obermieter zu haben. Das ist auch kein Spass, denn die feiern im Sommer jede Nacht Party. (Die müssen die kurze Zeit ja nutzen 😉 )

    Viel Erfolg beim Marder-Vergrämen wünsche ich jedenfalls!

  4. Flohnmobil sagt:

    Ich finde das eine gute Idee von Müllers, den Marder den Nachbarn zu überlassen. Schliesslich sind die halb taub und werden durch die herumziehenden Viecher in keinster Weise in ihrem Schlaf gestört.

  5. CeKa sagt:

    Auf dem Dachboden des riesigen Hauses, in dem wir wohnen, tobte auch so ein Tier. Die ultimative Waffe ist Buttersäure. Gibt es im einschlägigen Versandhandel, wirkt auch gegen Wühlmäuse, Ratten, kleine Kinder und ungeliebte Tanten. Man sollte das Zeugs nur mit wasserfesten Handschuhen anfassen und keinesfalls daran riechen. Auch nicht aus Neugierde.

    Die Wirkung auf einer Party ist katastrophal, Schulkinder bekommen glänzende Augen beim Gedanken an die Verwendung vor Klassenarbeiten. Sie werden selbst ganz sicher genug kreative Möglichkeiten finden, das Zeug unter Verschluss zu halten. Besser ist das.

  6. holldrio sagt:

    Kann es sein, das Sie ihren Nachbarn „so drum herum“ nur das allerbeste Wünschen?
    😉

  7. Xeniana sagt:

    Wir hatten auch mal Marder mit Nachwuchs….Nächtelang habenwir mit Topfdeckeln geklappert….und Eingänge zugemauert.

  8. […] wäre das die Lösung für Frau Müller, die sich mit ähnlichen Problemen herumschlägt: Einfach neue Nachbarn […]

  9. ichnuwieder sagt:

    DER Tipp zur Marderbekämpfung im Haus ist, laut “ hiesiger Landbevölkerung“, ein Radio auf dem Dachboden.
    Welchen Sender der Marder am wenigsten mag, ist nicht überliefert, aber die Dauerberieselung nervt ihn angeblich so sehr, das er umzieht…

  10. frdrseltsam sagt:

    Können Sie den nicht mir den Katzen vercliquen?! Wenn der schon sooo gern bei Müllers wohnen will?? 😀

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