Geputzt…

„Die Putzfrau kommt morgen wieder“, meine Freundin Anne zieht die Stirn kraus. Weil immer schwer beschäftigt und mit schmutzendem Gatten, Kind und Viehzeug geschlagen, hat Anne seit geraumer Zeit eine Hilfe beim Putzen. Gefunden hat man sich über Kleinanzeigen. Und so putzt es sich nun seit geraumer Zeit so nebeneinander her – „nach Hausfrauenart“. Ich hätte ja auch gern eine Putzfrau, müssen Sie wissen. Allerdings scheint das mit der reinigenden Unterstützung nicht immer ganz einfach zu sein.

„Ich muss heute nochmal schnell durchwischen“, sagt Anne prompt. Wenn es dreckig ist, schämt sie sich nämlich. Aufräumen muss Anne auch noch. Die Fee soll am Ende nicht denken, sie putzt bei Pennern. Am Ende erzählt sie dann noch herum, wie unmöglich es in Annes Haushalt aussieht. Dass so eine Hilfe auch deshalb ins Haus kommt, weil man selbst weniger oft den Staubwedel schwingen will oder kann, stimmt bei Anne nur bedingt. Tatsächlich, so verrät sie mir, putzt sie, seit sie ihre Unterstützung hat, sogar häufiger. Meist greift sie sich noch schnell einen Lappen, bevor es an der Tür klingelt. Das ist letztens auch der Fachkraft aufgefallen. Wenn überall schon Staub gewischt wurde, fällt das dem geschulten Auge eben auf. Anne hat denn auch Mecker gekriegt. Und soll nicht mehr putzen. Man engagiert sich ja auch keinen Steuerberater und macht die Steuer dann vorher noch schnell selbst.

Das leuchtet ein. Anne hat nun Besserung gelobt. So richtig klappt es noch nicht,was man daran merkt, dass Anne überlegt, ob man das Bad vielleicht nochmal „checken“ sollte. Man kann eben nicht aus seiner Haut…

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8 Kommentare zu “Geputzt…

  1. Inch sagt:

    Ich glaube, ich kann Anne verstehen. Obwohl es natürlich wirklich kontraproduktiv ist, was sie da macht. Aber wenn ich an das zeitweilige Chaos in meiner Wohnung denke… Und dann kommt da jemand und sieht das…

  2. menzeline sagt:

    Für was ist denn eine Putzfrau da? Soll sie nun putzen und der Hausfrau das Leben erleichtern oder will man nur seine Wohnung präsentieren und mit der Dame Kaffee tinken?

  3. zarola sagt:

    Erinnert mich an den O-Ton meiner Mutter „Hach, mit *den* Haaren kann ich doch nicht zum Frisör!“
    :-))

  4. franhunne4u sagt:

    Ja, ja – das Hausfrauengen – das kann man doch niemanden sehen lassen, wie es bei mir aussieht – also schnell, gerade wenn jemand vom Fach kommt, mal vorher … Ist natürlich Bullsh.. (und mit IT wird nix besser, wie wir wissen).

  5. Lena sagt:

    Haha! Ich habe auch 2 Freundinnen, die fuer die Putzfrau aufraeumen.
    Darum habe ich keine. Ich wuerd das bestimmt auch so machen. 🙂

    Lena

  6. Mamatanzt sagt:

    Da könnte doch man als Alternative statt der Reinigungsfrau wöchentlich eine Freundin einladen. Bevor Besuch kommt, saugt man ja in der Regel eh nochmal durch, und das Geld für die Perle wird in lecker Kuchen investiert. 🙂

  7. Deshalb haben wir keine Putzfrau. Ich habe einfach keine Zeit, (vorher) zu putzen.

  8. frauvau sagt:

    Die Putzfrau meiner Eltern hat seit 30 Jahren den leichtesten Job der Welt… hahahaha… die machen das nämlich noch viel extremer 😉 Ich weiß ja nicht, was sie tut, wenn sie da ein paar Stunden allein im Haus ist, wahrscheinlich liest sie sich durch die Bibliothek oder schaut ihre Lieblingsserien. Aber so lange es das Haus sauber hält und alle damit zufrieden sind…

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