Martin! Es zieht! …

Martinsumzug: Heute. Wetteraussicht: Regen. Herr Müller und ich würfeln derzeit um die Teilnahme – oder besser Nichtteilnahme. So richtig Bock hat nämlich keiner von uns. Weil wir aber gute Eltern sein wollen und morgen niemand mit dem Finger auf uns zeigen soll, wird zumindest die Hälfte der Müllerschen Sippe heute abend ein Lichtlein leuchten lassen.

Kind 1 läuft seit letztem Jahr ganz vorn mit – da, wo die großen Kinder den Zug anführen. Wer unmittelbar hinter dem Arsch des Martinsponys traben darf, hat es nämlich geschafft in der Umzugshierarchie. Wir – das Fußvolk – laufen hinten mit. Da, wo die Lieder schon nicht mehr ankommen, wo die eine oder andere Zigarette geraucht wird und immer mal wieder einer aus dem Glied ausbricht, um heimlich nach Hause zu gehen.

Ich habe übrigens bereits in der letzten Woche Dutzende Laternen vorbereitet. So als Teil meiner mütterlichen Mitmachpflicht. Als Dank dafür gab es Milchreis, der ein ganzes Wochenende  lang den Nachtisch gerettet hat. Zuende gebastelt wurden die Lichtlein dann im Kindergarten. Schließlich musste ja noch unglaublich viel gemalt und geklebt werden. Und so etwas kann man als „Großer“ einfach nicht mit der nötigen Hingabe. Das bestätigt mir Kind 1 immer wieder.

Kind 2, das ich mir letztes Jahr noch auf den Bauch schnallen konnte und das nach fünf Minuten bereits friedlich schlief, kann zwar mittlerweile allein laufen, wird diese Saison aber wohl trotzdem zuhause bleiben. Schuld ist eine hartnäckige Erkältung, der wir durch einen einstündigen Marsch durch die kalte Nacht nicht noch zusätzlich Futter reichen wollen.

Nun gut: Wir lassen uns heute überraschen, ob das Wetter nach unseren Vorstellungen mitmacht, nehmen Wetten an, wie viele Laternen den Umzug überleben und lernen noch schnell das eine oder andere Lied auswendig… Ach ja, und zur Sicherheit nehmen wir einen Schirm mit… Den brauchen wir nämlich ziemlich sicher.

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11 Kommentare zu “Martin! Es zieht! …

  1. Also es gibt Sachen, da beneide ich Eltern kleiner Kinder nicht wirklich drum. So etwas gehört dazu. Allerdings gibt es auch Sachen, da beneide ich Eltern drum.

    Derzeit behelfe ich mir mit Leihkindern meiner Schwester. Die sind schon aus dem Gröbsten raus (die Große hat dieses Jahr Abi gemacht, der Kleine ist seit knapp 10 Jahren stubenrein) und man kann sie nach wenigen Tagen wieder umtauschen. Prima Arrangement.

  2. „Wer unmittelbar hinter dem Arsch des Martinsponys traben darf, hat es nämlich geschafft in der Umzugshierarchie.“ Naja, kann man sehen, wie man will 🙂 Die treten, die pupsen – und alles direkt dahinter? Dann lieber Fußvolk und unbehelligt gaaaanz hinten!
    Gruß
    Holger

  3. Iris sagt:

    Ich zugezogen in OWL gestern abend OHNE Süßigkeiten zuhause…Menno! Die ersten Singer bekamen Cräcker, die nächste Blase bekam 2 Tüten Grahamkekse, danach hatten wir nichts nichts nichts mehr und mir war es zu peinlich, einer nächsten Sänger-Crew die Tür zu öffnen. So ist das, wenn man aus Gewichtsgründen nix Süßes mehr kauft… der Mann weigerte sich, zur Tanke zu fahren, um Nimm2 zu kaufen. Dann hörte es auch schlagartig auf, die lieben Kleinen mussten wohl ins Bett, Glück gehabt!
    Iris, die sich nächstens besser vorbereitet, großes Ehrenwort
    P.S.: Die Linken spinnen, oder? Sonne Mond und Sterne-Fest… phhh!

  4. Hinter dem Arsch des Martinsponys…. Haha…

    Wir hatten mal einen ein widerspenstiges Martinspferd. Da war ein Laufen direkt dahinter beinah lebensgefährlich.

    LG

  5. frdrseltsam sagt:

    Aaachjaaa. Das waren noch Zeiten. Witzigerweise war heute in auch ein Demonstrationslaternenumzug (Kulturkürzung/Bildungseinsparungen/Mistdreck…) ganz ohne Martin und der Herzbube war recht traurig, dass er keine Laterne mehr bekommen hat. Die hatten die Kindergartenkindermuttis wohl alle schon weggekauft…

  6. ladycrooks sagt:

    Ha, ha!

    bei uns hat sich das Pferd verletzt und deshalb wich „unser“ St. Martin auf einen lebensgroßen Kunststoff-Elch als Reittier aus. Wir hatten viel Spaß und die lauferei blieb uns auch erspart, außerdem konnte ich meinen zarten Popo, während der Martinsgeschichte am Lagerfeuer wärmen.

    *Hach, des Pferdes Leid ist meine Freud*

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