Markiert…

Unsere Nachbarschaft ist umkämpftes Terrain. Besonders nachts und in den frühen Morgenstunden. Da bricht draußen Krieg aus.

Krieg der Katzen.

Gefühlt kommen auf jeden Rentner hier in der Gegend zwei Katzen. Die meisten von ihnen sind Freigänger. Aus fragwürdigen  tierliebhaberischen Gründen sind besonders die Männchen gelegentlich noch im Besitz ihrer vollen Katerkraft. Das zieht umfangreiche Revierkämpfe nach sich. Nachts, wenn sich die kastrierten weichgespülten Stubentiger am warmen Ofen den Popo wärmen, schwärmen die Draußenkatzen aus und erweitern ihr Territorium. Am Morgen, wenn unsereins dann mit Kind und Kegel das Haus verlässt, riecht es allerorten lieblich nach Kater. Besonders in unserem Garten scheinen sich diverse Reviere zu kreuzen. Außerdem wird der Müllersche Kater offensichtlich als große Konkurrenz angesehen, was es für die Fremdkater unumgänglich macht, ihm dufttechnisch zu zeigen, wo der Hammer hängt. So haben wir im Laufe der Zeit rund ums Haus diverse Hotspots ausgemacht, den die Kater regelmäßig anlaufen, um die Pipi-Marke des Vorgänger zu überpinkeln.  Derzeit wird die Garage eingenebelt. Außerdem diverse Sträucher und der Platz für die Mülltonnen.

Eine zeitlang habe ich noch versucht, reviertechnisch einzugreifen. Da bin ich dann mit bislang unbenutzten Parfums ausgeschwärmt und habe die Markierungen übersprüht. Ganz nach dem Motto: Wer am schlimmsten riecht, gewinnt. Den Kampf habe ich allerdings verloren. Denn offensichtlich haben die Parfums den Überkaterinstinkt der Felinen erst angestachelt und dafür gesorgt, dass nur noch eifriger markiert wurde. Neuerdings schifft ein besonders freches Exemplar zudem an unsere Haustür. So viel kann man gar nicht putzen. Vom Wollen mal abgesehen.

Ich hege die Hoffnung, dass der bestimmt bald eintreffende Winter den Revierinstinkt der Kater ein wenig eindämmen wird. Zumindest aber lässt der Gestank bei sinkenden Temperaturen erheblich nach. Dann kann man das Pipi auch besser von Türen und Garagentoren entfernen – mit dem Eiskratzer nämlich…

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10 Kommentare zu “Markiert…

  1. Der Emil sagt:

    „Dreierlei-Tropfen“ oder Baldrian-Tinktur bei entfernten Nachbarn großzügig verteilen …

    Das lockt die Kater vom Müllerschen Territorium.

  2. Silberdistel sagt:

    Welch Segen, hier in unserem Viertel scheint es nur kastrierte Kater zu geben. Die markieren zwar auch, aber der Duft ist nicht so durchdringend und allgegenwärtig.
    Liebe Grüße von Personal zu Personal 😉

  3. Vielleicht sollte Herr Müller Ihr Revier markieren. Oder ist der etwa zusammen mit dem Müllerschen Kater beim Tierarzt gewesen?

  4. Katzenfreundin sagt:

    Großpackung gemahlener Pfeffer kaufen und an den einschlägigen Stellen verstreuen.

  5. Oh weia! Wir nennen zwar auch so ein Felltier unser eigen (eigentlich haben wir zwei – beide sind uns zugelaufen. Der große kommt fast nur zum Fressen und um sich seine Streicheleinheiten abzuholen) und ich liebe Katzen/Kater, aber auf dieses „Parfüm“ reagiere ich auch höchst allergisch. Katzen mögen keinen Pfeffer… also Frau Müller, renn mit einer Pfeffermühle durch die Gegend und mahle fleißig an den präkeren Stellen die Gewürzkörnchen hin! Es hilft!

  6. Karin sagt:

    So lustig, wie es bei Ihnen rüber kommt, aber es ist doch schon sehr übel.
    Und aus diesem Grund bin ich auch dafür, dass das Gesetz kommt, Freilaufkatzen müssen kastriert sein!
    Ein richtiger Katzenfreund u -kenner macht das ja sowieso.
    Ich liebe Katzen und meine ganze Familie hat Katzen, aber alle kastriert (insgesamt 10 Stück) .
    Bis auf den Kater meines Sohnes sind alle Wohnungskatzen mit Freilauf auf Terrasse bzw. Balkon (alles vernetzt).
    Allen ein schönes Wochenende!

  7. Paterfelis sagt:

    Aber eines ist sicher: Die so genannte „Verpiss-dich-Pflanze“ funktioniert auch nicht gegen Nachbars Katze. Das haben wir hier schon durch.

    Unsere Katzenbande hat lebenslange Gruppenhaft. Das sorgt bei mir für ruhigere Nerven – und bei den Nachbarn wohl auch.

  8. Stina sagt:

    Ich habe einen ollen Lappen mit einem Stock im Boden befestigt und diesen mit Baldriantropfen benetzt. Seitdem hinterlassen alle Kater aus der Nachbarschaft ihr update nur auf diesem Lustlumpen *lach*. Auf diese Weise gibt es sicher auch bei Ihnen Ruhe, liebe Frau Müller. Der Vorteil besteht darin, dass Sie selbst aussuchen können, wo es in ihrem Garten nach Kater müffelt.

  9. ConnieM sagt:

    „gefühlt kommen auf jeden Rentner hier in der Gegend zwei Katzen. Die meisten von ihnen sind Freigänger.“

    Gottseidank sind die Renter noch Freigänger ;=)
    wo kämen wir denn sonst hin!

  10. Meike sagt:

    wie wäre es denn mal mit einem Hund?
    Nach ein bis zwei Nächten sollte/könnte sich das dann erledigt haben mit den Katzen-/Katerbesuchen.

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