Auf’m Kopp…

Wenn ich beim Friseur bin, gibts immer Mecker.

„Ich muss immer weinen.“ begrüßt mich Harald, als ich mal wieder, nach einem gefühlten Jahr Friseurabstinenz, bei ihm erscheine.

„Du musst viel öfter kommen, Frau Müller!“ tadelt er mich. Ausreden lässt er nicht gelten. Meine Kinder könne ich ja schließlich mitnehmen, die Arbeit dauert nicht den ganzen Tag und Freizeit wird total überbewertet. Ich schaue beschämt zu Boden.

Was dann immer folgt, sind nett gemeinte Ratschläge.

„Fönen darfst du schon mal gar nicht.“

„Kein Conditioner, der macht nur alles platt.“

„Was du nur gegen Kuren hast!“

„Trägst du die Haare immer so? Mach das nicht.“

„Da muss Pepp rein!“

„Und Farbe? Wenigstens ein bisschen?“

„Komm, jetzt kaufste noch was! Tu dir doch mal was Gutes!“

Ich weiß ja, es gibt Leute, die gehen gern zum Friseur. Die genießen dann das komplette Verwöhnprogramm, trinken Käffchen, lesen die neuesten Neuigkeiten über Fürstenhäuser und Adelsnachwuchs und gehen nach zwei Stunden Haareschneiden total tiefenentspannt nach Hause.

Vielleicht verstehe ich diese Leute irgendwann mal.

Im nächsten Leben oder so…

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12 Kommentare zu “Auf’m Kopp…

  1. frdrseltsam sagt:

    Dann vielleicht ein anderer Friseur, der Frau Müller nicht tadelt und sie lieber stillt verwöhnt, so dass sie sich dann gut fühlt?

  2. Letzter Besuch beim Friseur? Ungefähr Mitte der 90er. Ja, uns Männern reicht zur Not eben ein Langhaarschneider. Bleibt mehr Geld übrig für technische Spielereien 😉
    Gruß
    Holge

  3. frauvau sagt:

    Versteh ihn doch,,.. wenn du nur einmal im Jahr hingehst – irgendwie muss er doch sein Geld verdienen, oder? 😉

  4. Mein vollstes Verständnis. Meine Friseurin hat mich mittlerweile so weit, dass ich vor lauter schlechtem Gewissen gar nicht mehr hingehe.

  5. Flohnmobil sagt:

    Ein Besuch beim Frisööör in Frankreich kann da Abhilfe schaffen. Man stellt sich einfach „je ne comprends pas“. Ich hab’s selber ausprobiert vor drei Wochen – und kann mich dank dosiert eingesetzter Französischkenntnisse dennoch unter die Leute trauen.

  6. Inch sagt:

    Ich habe meiner Friseuse schon mal vor 10 Jahren versprochen, regelmäßig zu kommen. Dann noch mal vor 5 oder 6 Jahren. Und seit 1 Jahr versuche ich zwei Mal pro Jahr zu gehen. Ich gebe mir ganz viel Mühe. Ehrlich!

  7. Michael sagt:

    Ernsthaft? Ich würde den Friseur wechseln, bzw. habe es in einem ähnlichen Fall schon getan. Wenn der Meister nicht begreift, das das individuelle Entscheidungen sind, bei denen er höchstens beratend dabei ist, hat er halt Pech gehabt.

  8. CeKaDo sagt:

    Gott, was hasse ich Haareschneiden. Auch wenn ich als Mann nur maximal 10 Minuten meines Lebens innerhalb von drei Monaten damit verbringen muss. Sofort drankommen, einmal bitte bis über die Ohren freischneiden. Nein, keine Wäsche bitte. Was machen Sie beruflich? So gut? 11 € und raus. Hinterher unter die Dusche und mindestens drei Tage wegen des ausrasierten Nackens ekelig fühlen. Nee, Friseur gehört bei mir zu den Dingen des Lebens, die ebenso ungeliebt sind wie Vorsorgeuntersuchungen und Darmspiegelungen.

  9. menzeline sagt:

    Ich gehe schon öfters im Jahr zum Frisör, aber auch nur alle 3-4 Monate. Und auch mein Frisör beklagt es dann und meint ich müsste viel öfters kommen. Der muss Probleme haben, die ich mit meinen Haaren nie habe. :-))
    Ach ja, was ich noch erzählen wollte. Der Frisör schwört auf ein ganz spezielles Haarspray, was sich angeblich ganz leicht auskämmt und die Haare nicht verklebt. Aber es ist nicht nur teuer, sondern sowas von eklig, es pappt und lässt sich ganz schwer wieder auskämmen. Danach muss man das Haar unbedingt waschen, weil das Haar total verklebt ist. Ich hasse es.

  10. Oje, Friseure. Auch bei mir ein leidliches Thema. Ich gehe selten hin, sehr selten. Da ich längere Haare habe, ärgert mich ja schon immer, wenn ich dafür irgendeinen „Langhaarzuschlag“ zahlen muss. Wozu? In welcher Höhe die Schere angesetzt wird, ändert doch eigentlich nichts am Preis. Und besonders komplizierte Schnitte sind bei mir auch nicht nötig. Ein bisschen mehr Shampoo erklärt den Aufpreis nicht.

    Außerdem gerade ich entweder an Friseure, die sich gar nicht trauen, was abzuschneiden – und dann sehe ich hinterher genauso aus wie vorher, bin aber xx Euro ärmer. Oder aber, sie schneiden Stufen ins Haar, obwohl ich ausdrücklich gesagt habe, dass ich es nicht durchgestuft möchte und es nach wenigen Tagen grauenvoll aussieht.

    Dazu werden die Haare auf Wickler gedreht, eingesprüht und weiß der Kuckuck was alles … das hält maximal bis zum Abend und sieht am nächsten Morgen aus als sei irgendwas explodiert.

    Also wasche ich selbst, greife ab und zu zur Schere, wenn das Blickfeld eingeschränkt ist und alle paar Monate kommt ein bisschen Farbe ins Haar.

    Der beste Ehemann von allen ist zum Glück in der Hinsicht sehr pflegeleicht – über seine Resthaare gehe ich alle paar Wochen mal mit der Haarschneidemaschine – 3mm, 10 Minuten, fertig.

    Am heftigsten fand ich es neulich bei unserer Tochter (8) – einmal Pony schneiden und (knapp polange) Haare hinten gerade abschneiden (meist mache ich das, aber ich fand, nach Jahren darf das ruhig mal wieder ein Profi machen), kein Waschen, nichts sonst – 18,50 €. :O Ich glaube, aus unserer Familie geht erstmal keiner so schnell wieder zu Friseur.

    • Und da heißt es immer, die Friseure müssten viel mehr Geld für ihre Arbeit nehmen, weil die immer viel zu billig sind und die Angestellten ein fürchterlich niedriges Gehalt bekommen.
      Kann ich ja verstehen, aber ich bin echt nicht bereit 20 Euro oder mehr fürs Spitzen schneiden oder Pony kürzen zu zahlen, wofür der Friseur/die Friseurin nur 10 Minuten brauchen würde, WENN er nicht so viel quatschen würde.
      Würden sie während des redens wenigstens weiterarbeiten und man wäre trotzdem nach 10 Minuten draussen… aber das hab‘ ich bisher noch nie erlebt.

  11. asty sagt:

    ich war auch gerade vor ein paar Tagen beim Friseur. Ich gehe so ca. 3 mal im Jahr, auch nicht gerade oft….. und trotzdem merkt’s nie einer…. 😦
    Aber ich weiss jetzt wenigstens wieder wie’s Sylvie van der Dingsbums geht und über Bobbeles neues Buch weiss ich auch bescheid. Was will ich mehr ?

    asty

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