Krims…

So ein Urlaub hält aber auch gar nicht vor. Da kann man wochenlang nur an irgendwelchen Stränden herumgelegen haben – kaum schließt sich die Bürotür hinter dem eigenen Rücken, setzt schon wieder dezentes Herzflattern ein. Natürlich könnte das auch an den zwei Tassen Kaffee liegen, die man vorher auf die Schnelle gestürzt hat, um sich Mut anzutrinken. Wahrscheinlich gibt es aber andere, naheliegende Gründe. Gründe, die direkt mit der Arbeit zu tun haben… Beruhigend ist zumindest die Tatsache, dass sich der Stresskreislauf nach der ersten Woche wieder ein bisschen reguliert. Aber nur ein bisschen.

Der kleine Herr Müller indes ist jetzt ein Kindergartenkind. Heute hat man mich zum ersten Mal nach Hause geschickt. An der Tür griff mein Sohn die Hand der netten Kindergartentante, steuerte die Bauecke an und mich wies man mit einem dezenten „Sie gehen jetzt mal nach Hause“ auf meine Überflüssigkeit hin. So schnell werden die Kleinen groß.

In Großbritannien übrigens hat man Ärger mit anderen Großen. Mit Häusern, die Autos und Fahrräder schmelzen, zum Beispiel. Das Walkie Talkie Building in London mit seiner wunderschönen Fensterfront schafft es nämlich tatsächlich, bei einem bestimmten Sonneneinfallwinkel eine Hitze zu entwickeln, mit der man schon mal Eier braten kann. Die spezielle Architektur des Gebäudes ähnelt dezent einem Parabolspiegel. Steht die Sonne nun günstig, entstehen auf der gegenüberliegenden Straßenseite für 2 Stunden am Tag brenzlige Situationen. Das ist so schlimm, dass man sich nun entschieden hat, die Spiegelfront abzuhängen, um den Hotspot zu entschärfen. Natürlich könnte man jetzt unken, das Ganze sei nur eine Art versteckter Waffentest, denn schon Archimedes soll ja seinerzeit mit Parabolspiegeln zum Zwecke von Flottenversenkungen experimentiert haben. Möglicherweise haben wir es aber nur mit einem Webegag zu tun: „London – Hier brennt die Luft!“

Übrigens: Die Blog-Parade „So ein Sommer aber auch“ geht in die letzte Runde. Einige von Ihnen haben Fotos angekündigt, suchen aber noch nach dem optimalen Schnappschuss. Oder nach dem hässlichen Hund mit Hut in Berlin Mitte – der, der sich so schlecht fotografieren lässt, weil er verdammt schnell rennen kann. Aber immer mit der Ruhe – Sie haben noch 3 volle Tage. Ich freue mich darüber hinaus sehr über Ihre rege Teilnahme. Danke!

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7 Kommentare zu “Krims…

  1. Judith sagt:

    Ich freue mich schon auf das Ergebnis Ihrer Blogparade! Und wünsche einen guten Wiedereinstieg im Büro (der steht mir am Montag auch bevor). Bei Ihrer Seite denke ich mir übrigens jedes Mal: You made my day! Ich schaue sehr gerne rein und bewundere Ihre Gabe, mit Worten zu spielen und jeden Tag was Amüsantes hervorzubringen. Bin richtig Fan Ihrer Seite geworden 😉

  2. Anke sagt:

    Oh, der erste Tag nach dem Urlaub ist immer am allerschlimmsten… ich verstehe Sie ja soooooooooo gut. Auf das Ergebnis der Blogparade freue ich mich auch schon. Und ich wußte sofort, welches meiner Fotos ich zu Ihnen schicke. 😉

  3. menzeline sagt:

    Habe zwar gerade schon in dem Sommer-Beitrag kommentiert mit der Frage, ob Sie liebe Frau Müller meine Fotos bekommen haben, die ich am 02.09.13 an Sie geschickt habe?

  4. So ein Ärger, diese Sehenswürdigkeit haben wir in London leider verpasst. Oder sind unwissend an ihr vorbeigestapft. Allerdings finde ich, dass man den Londonern nicht verübeln kann, wenn sie dem Sommer auf diese Weise etwas auf die Sprünge helfen… 🙂 (Wobei das Gerücht, in England würde es immer regnen, genaugenommen auch den Tatsachen entbehrt. Es fängt ständig damit an, aber zum Glück hört es dafür auch immer mal wieder auf damit.)

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