Shop-Hopp…

Natürlich kann man sich „zwischen den Jahren“, wie die Tage nach Weihnachten und vor Silvester heißen, bedenkenlos die Zeit mit Shoppen vertreiben! Das macht doch jeder! Wozu hat man denn Urlaub!

Wie immer bahnt uns Herr Müller mit lautem „Keine Klumpen bilden!“ den Weg durchs Gedränge. Das ist nicht nur immens wichtig, um unnötigen Stau zu vermeiden sondern hilft auch Passanten, die einfach so vor Schaufenstern stehen bleiben, zurück auf den rechten Weg. Außerdem geht man auf diesem Wege auch unnötigem Körperkontakt mit Fremden aus dem Weg. Herr Müller ist da hinreichend autoritär.

Was er nicht aus dem Weg gebrüllt hat, pflüge ich ansonsten mit Baby links, Kindergartenkind rechts aus dem Weg. Nebenbei gebe ich Variationen von „Passen Sie doch auf!“ zum Besten. Mit kleinen Kindern darf man das. Außerdem stehen wir unter Zeitdruck, denn Herr Müller hatte nur Kleingeld für einen Zwei-Stunden-Parkschein.

Wir entern die Parfümerie, denn keiner hat mir die Kosmetik geschenkt, die auf meinem Wunschzettel stand. Danach muss ich dringend Klamotten kaufen. Herr Müller bleibt in beiden Geschäften nahe der Tür stehen und stoppt die Zeit. Die Parfümerie verlasse ich nach den erlaubten 25 Minuten. Ich weiß, wo alles steht und muss mich demzufolge auch nicht sinnlos verlaufen. Lediglich die Schlange an der Kasse hindert mich daran, einen Zeitvorsprung herauszuarbeiten. Problematisch wird es bei den Klamotten. Da bleibe ich tatsächlich fünfzig Minuten lang verschollen, bis ich mit einer angemessen großen Tüte wieder auf der Bildfläche erscheine. Herr Müller mosert ein bisschen, dann darf er endlich den Elektrogroßmarkt betreten, der auf seiner Besuchsliste steht. In Ermangelung einer Uhr stoppe ich gar nichts, bemerke aber sehr wohl, wie Herr Müller nach einer gewissen Zeit hektisch wird. Das muss der Parkschein sein, der gnadenlos abläuft. Schlussendlich grabscht er sich etwas aus dem Regal und scheucht uns Richtung Kasse.

Mit zwanzigminütiger Verspätung sitzen wir dann alle wieder im Auto. Wir sind so mittelzufrieden. Aber zumindest waren wir mal wieder schön Shoppen…

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Ein Kommentar zu “Shop-Hopp…

  1. frauvau sagt:

    Lassen Sie doch das nächste Mal die Kinder beim Vater und gehen mit einer Freundin shoppen, das macht wenigstens wirklich Spaß! Wobei die 2-Stunden-Grenze auch da nicht lange überschritten werden sollte..

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