Keksback…

Schlimme Dinge gehen immer reihum. So obliegt mir dieses Jahr die Versorgung der hungrigen Familienmeute mit Keksen. Innerfamiliär ist das eine große Ehre und zeigt quasi, dass ich mich im Laufe der letzten hundert Ehejahre mit Herrn Müller zweifellos gut an die Bräuche und Gewohnheiten meiner Wahlheimat und -familie angepasst habe.

Zum Vorweihnachtsbackmarathon habe ich bereits vor einiger Zeit eine Liste mit Rezepten erhalten, von denen ich die Hälfte erst einmal gleich wieder gestrichen habe. Nein, Bethmännchen werde ich nicht machen, die sind eklig. Es ist mir egal, dass es sich um das Weihnachtsrezept schlechthin handelt. Was bäh ist, wird nicht gebacken. Wer unbedingt Marzipangebäck haben will, bekommt von mir etwas anderes. Etwas, das um Meilen besser ist, versprochen.

Alles in dem Anis drin ist, werde ich übrigens ebenfalls ignorieren. Das mag ja ein Traditionsgewürz sein, aber in meinen Keksen will ich es trotzdem nicht drin haben. Und überhaupt bestimme ich dieses Jahr, was gemacht wird. Will heißen: Auch Orangeat und Zitronat fliegen achtkantig raus. Und mit Lebkuchen schmeiße ich höchstens. Essen werde ich sie nicht. Backen schon gar nicht.

Zum guten Schluss: Weil dies manchmal auch irgendwie ein Serviceblog sein will, gibt es die nächsten Adventssonntage von mir ein saisonales Keksrezept.

Ja, so bin ich.

Advertisements

14 Kommentare zu “Keksback…

  1. Iris sagt:

    Jau, jeder wie er will 🙂 Bei den Bethmännchen stimme ich zu, mein letztjährig erster Versuch hätte gut in der Tonne landen können – alleine, ich kann einfach keine essbaren Dinge wegwerfen und essbar waren sie. Ich differenziere zwischen essbar und genießbar. Letzteres waren sie nicht, bähbähbäh, Jod und heißes Wasser bitte.
    Orangeat und Zitronat, da bin ich anderer Meinung. Voraussetzung: Kleiner schneiden als es aus der Verkaufsverpackung purzelt, vielleicht hilft das? Gibt nämlich tolle Rezepte, da muss es einfach rein.
    Ich bin sehr gespannt auf Ihren Rezepte-Service und wünsche viel Spaß, gute Ergebnisse und eine helfende Hand, wenn es darum geht, den Klebkram wieder aus der Küche zu bekommen, da verkrümeln sich alle ganz schnell… LG, Iris

  2. Flohnmobil sagt:

    Kein Lebkuchen?
    Kein Anis?
    Kein Orangeat und Zitronat?
    Mei, Frau Müller, da bleiben aber nicht mehr viele Backzutaten übrig…

    … auch eine Strategie, die Weihnachtsbäckerei tief zu halten. 😆

  3. Silberdistel sagt:

    Frau Müller! Das ist ja Spannung pur! Wie soll man das jetzt bis Sonntag aushalten?

  4. Zora sagt:

    Die Abneigung gegen Marzipan kann ich zwar nicht verstehen, aber bei allen anderen Dingen unterschreibe ich dick und fett!
    Auch ohne Orangeat + Zitronat (das auch wutzelklein geschnitten einfach nur grauslich ist!!!!) & Co kann man MASSIG Plätzchen backen. Ich weiss wovon ich spreche – in nem sehr schlimmen Jahr, als ich noch um einiges jünger war, habe ich ganz alleine 26 Sorten Plätzchen gebacken. Und nicht nur ein Blech von jeder Sorte – oder nur össlige Ausstecherle… nene, wirklich viele und auch derb Aufwändige mit Verzierung etc. *g*
    Freunde, Verwandschaft, Bekannte und Arbeitskollegen hats auf den diversen Weihnachtsfeiern sehr gefreut. (Und ich behaupte, der eine oder die andere findens schade, daß ich schon lange kein mieses Jahr mehr hatte, wo ich irgendwelche depressiven Anfälle in der Weihnachtszeit mit übermässigem Plätzchenbacken bekämpfen musste *g*)
    In diesem Sinne schonmal: Eine schöne Adventszeit 🙂

  5. WeibsWort sagt:

    😯 Bethmännchen sind nicht ekelig! Das sind die einzigen Plätzchen(kugeln), die ich beherrsche und die sind total lecker!

    *grübel* Allerdings durfte ich geschätzte 75% der gebackenen Männchen alleine essen. Was wahlweise daran liegen könnte, dass ich die Dose gut versteckt… ähm… außer Sichtweite gelagert habe oder daran, dass sie doch nicht so lecker sind. Na toll. Nun haben Sie mir meine Bethmännchen versaut und ich werde am Wochenende zwecks Geschmackstest erst recht welche backen müssen. :mrgreen:

  6. […] andere in der Vorweihnachtszeit Plätzchen backen, hat sich die Silberdistel mit dem Kochen von Gelee […]

  7. […] Arbeitstitel “Schneetannen” gebacken habe. Dieses Jahr zumindest bin ich nicht mit der Bebackung der Verwandtschaft beauftragt. Dieser Wanderpokal wurde weitergereicht, was ich gar nicht so doof […]

Hier Senf dazugeben:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s