Verschätzt…

Ich verschätze mich gern mal… Geht Ihnen das eigentlich auch so?

So habe ich einmal, als die Frage aufkam, wie heiß so ein Ofen wohl bei der sogenannten Selbstreinigungsfunktion wird, wie aus der Pistole geschossen „8.000 Grad“ gerufen. Dass das tatsächlich eine Minderheit bei Tische geglaubt hat, wundert mich immer noch. Nur am Rande: Der Erdkern himself glüht bereits mit schätzungsweise 8.000 Grad. Im handelsüblichen Ofen sind es dagegen nur etwa 500°. Nur damit Sie mitreden können, wenn die Frage mal aufkommt (und das wird sie, vertrauen Sie mir).

Übrigens sollte man auch das beliebte Rate-mal-wie-alt-ich-bin-Spiel besser nicht ausgerechnet mit mir spielen. Weil nämlich am Ende immer alle weinen. Besonders bei Fragern weiblichen Geschlechts verschätze ich mich gern um mindestens zehn Jahre in die falsche Richtung. Männer wollen ja um Glück nicht so oft ihr „gefühltes“ Alter wissen. Da latsche ich also weniger häufig in bereitgestellte Fettnäpfchen. Überhaupt… wie kann man auf die Idee kommen, andere Leute nach Schätzungen über das eigene Alter zu befragen? Da kann man doch nur zwei Arten von Antworten erwarten: Die eine lautet generell 29, und wird nur genannt, um den Fragenden nicht zu beleidigen. Die andere Antwort ist darauf ausgelegt, dem tatsächlichen Alter noch mindestens 10 bis 15 Jahre zusätzlich überzuhelfen, um zu gucken, wie der Fragende reagiert. (Kleiner Tipp: Hält Ihr Gegenüber ein gefülltes Glas in der Hand, antworten Sie besser mit 29, es sei denn, Sie kennen jemanden, der Ihnen flink eine Platzwunde näht oder wahlweise das Haar trockenföhnt.)

Und, einen habe ich noch, als ich damals beschloss, Germanistik zu studierte, ging ich noch davon aus,  dass man damit später im Berufsleben bestimmt mal Millionen verdienen kann. Tatsächlich sind es Milliarden…

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9 Kommentare zu “Verschätzt…

  1. holldrio sagt:

    Also…
    Meiner Sicherheit zuliebe gratulier ich meiner Frau zum 29. Geburtsjahr.
    Und das seit 20 Jahren.
    Und jedem der sie schätzen sollte, rate ich das selbe… 😉

  2. Juliane sagt:

    Hihi..
    Da erinnert mich an folgenden Dialog:
    Sie: „Auf wie alt schätzen Sie mich?“
    Er: „Auf 50?“
    Sie: „Na hören Sie mal, ich nähere mich der 40!“
    Er: „Ach ja? Von welcher Seite?“

  3. Meagan sagt:

    Oh, diese Schätzungen mit dem Alter…da kann ich eine Sammlung höchst peinlicher Fettnäpfchen vorweisen in die ich nichtsahnen gerannt bin….
    Nach einigen dramatischen Zwischenfällen verweiger ich jetzt immer die Aussage. Außer bei Babys, aber die fragen ja nicht…

  4. Inch sagt:

    Ich musste heut noch einmal herkommen, weil ich vergessen hatte, wie heiß ein handelsüblicher Ofen wird. Nur, falls ich das mal gefragt werde…

  5. Filinchen sagt:

    Vor einiger Zeit versprach ich, nach dem Lesen des neuen Buches der Rowling meine Meinung abzugeben. Mit viel Mühe habe ich es geschafft, immer wieder der Versuchung widerstehend, es nicht wegzuwerfen. Mir waren es (besonders zu Anfang) zu viele Personen, die – wegen mangelnder Beschreibung – sehr blass und konturlos daherkamen. Etwas besser skizziert und an der vulgären Sprache zu erkennen, die allerdings in das Milieu paßt, die extrem pubertierenden Jugendlichen. Diese sorgen denn auch für die vielzitierten Sexszenen, die, in diesem Fall zum Glück, genauso dürftig sind wie die Handlung (rein, raus, fertig). Handlung? Kaum; eine Aneinanderreihung kleiner Szenen. Als roter Faden soll wohl die Verlegung der Gemeindegrenze dienen.
    Fazit: die 25 Euonen kann man wirklich besser anlegen.

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