Mit Schwung…

Irgendwann muss ich es mir mit unserem Postmann verscherzt haben. Wenn Päckchen für mich da sind, klingelt er nämlich neuerdings nicht mehr. Er hat eine andere Strategie entwickelt: Er wirft (daher Postwurfsendung) das Päckchen mit elegantem Schwung über den Zaun und bleibt noch lange genug stehen, um sicherzustellen, dass das Geschoss auch da landet, wo es sich laut „Ablegeerlaubnis“ befinden soll. Dann dreht er sich um und entschwindet. Wenn ich aus dem Fenster brülle, dass ich – so ein Zufall – zu Hause bin, brüllt er „Guten Morgen!“ zurück.

„Brauchen Sie keine Unterschrift?“ plärre ich quer durch den Garten.
„Nein!“ schallt es zurück. „Hab ich eben schon selbst gemacht!“

Alter Urkundenfälscher…

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22 Kommentare zu “Mit Schwung…

  1. Inch sagt:

    Haben Sie bei Zalando bestellt? Vielleicht hat der Mann nur Angst vor den spitzen Schreien?

  2. Maya sagt:

    Liebe Frau Müller, wie fit sind Sie? Bestellen Sie doch einfach mal ein paar Hanteln, lassen Sie diese liefern und in den Garten werfen, dann sprinten Sie raus und werfen mal schön zurück: „Hab ich nicht bestellt!“, inklusive Hanteln (Treffen ist dann besonders wichtig).
    Gut fürs die Muskeln, vielleicht schlecht fürs Karma. Aber was solls. Irgendwo muss man ja schließlich Abstriche machen.

  3. FrDrSeltsam sagt:

    Fast so schlimm, wie wenn der DHL-Mann das Paket gar nicht mehr aus dem Auto holt, sondern einfach gleich die gelbe Karte in den Postkasten schmeißt… Weil ich ja so gern durch die halbe Stadt fahre, um mein popeliges ebay-Päckchen zu bekommen… *grummel*

    • Frau Müller sagt:

      Noch besser: Beim Nachbarn vier Straßen weiter abgeben und kein Kärtchen werfen. Nach dieser und ähnlichen Aktionen habe ich es verboten, Pakete beim Nachbarn zu lassen. Dann doch lieber der beherzte Wurf über den Zaun.

  4. Nina sagt:

    Unserer stand neulich ganz versunken am nachbarlichen Gartentor und las eine Postkarte – bevor er sie den Nachbarn in den Briefkasten warf.

  5. Michael sagt:

    Beschwerdenummer von DHL anrufen. Wirkt Wunder.

  6. L'abeille sagt:

    😯 Ganz rund läuft der aber nicht, Ihr Postmann…

    Wie wäre es mal mit einem kleinen Wasserspielchen? Gibt doch so tolle Sprinklerblumen oder ähnliches Zeug. 1-2 von den Dingern direkt am Zaun an seiner favorisierten Abwurfstelle platzieren und wenn er gerade mal wieder am Unterschriftenfälschen ist, dann… zack… Wasser marsch. Und schon isser nass, der … :mrgreen:

  7. asuka44 sagt:

    Der Postbote liest Ihren Blog, eindeutig, Wenn’s immer derselbe ist, hat er ja schon mehr als einmal Erwähnung gefunden. 🙂

  8. Karin sagt:

    Ich finde den Ablegevertrag bei DHL sehr praktisch.
    Meine Tochter hat den auch.
    Unser „Postmann“ wartet auch nicht immer, sondern legt es einfach (nicht werfen!), wie vereinbart, ab.
    Und bei dieser Vereinbarung darf er auch selbst unterschreiben.

  9. K ö n n t e es unter Umständen sein, dass der Postbringmann unfreiwliig und unbemerkt von Ihnen von Draußen Zeuge des Jeans-Malheurs war und sich nun bei ihm eine Angstneur ..[wird weggezerrt] …

  10. eija, früher hieß es Sein oder Nichtsein – Heil Hamlet!, jetzt Hanteln oder nicht Hanteln . äh Handeln??

    aber wie sagte auch : Es is wies is oder macht doch was ihr wollt (H)

  11. iTanni sagt:

    sie müssen aber schon unterscheiden zwischen Päckchen, für das man keine Unterschrift vom Empfänger einholen muss und dem Paket, das eine Unterschrift erzwingt. Wenn er Päckchen rüberwirft und eh keine Unterschrift braucht, ist das also nicht schlimm, es sei denn sie hatten eine 200 Jahre alte chinesische Vase bestellt, die wohl eher als Paket kommen wird – Versicherungstechnisch gesehen. Wenn er bei Paketen die Unterschrift fälscht, dann sollten sie DHL anrufen. So einfach!

    • Frau Müller sagt:

      Der Postmann hat die Erlaubnis, Pakete auf dem Grundstück abzulegen. Dann darf er auch dafür unterschreiben. Was er gern und oft tut – unabhängig davon, ob ich daheim bin. Gilt selbstverständluch nicht für Einschreiben und Sendungen mit Altersnachweis.

  12. Meike sagt:

    Hmm – vielleicht hat er einfach wirklich Angst, dass bei der nächsten Unterschrift durch Sie die von Ihnen angedachte „DNA-Probe“ zu großzügig abgegeben wird und er ein paar Tröpfchen auf die „schicke Uniform“ bekommt?

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