Verboten…

In heißen Sommern ist es in vielen Gemeinden bei Androhung körperlicher Züchtigung verboten, seinen Garten zu wässern. Auch unsere Nachbarschaft macht da keine Ausnahme. Mit dem feinen Unterschied, dass das Wässern generell verboten ist. Beete dürfen mäßig gegossen werden, aber Rasenflächen sind von künstlicher Beregnung strikt ausgenommen.

Und wenn des nachts die Sternlein am Firmament funkeln, nimmt pünktlich um 22Uhr ganz wundersam aber ziemlich beachtlich der Wasserdruck ab. Dann ertönt das einschlummernde Ssstssstssstssst Dutzender Rasensprenger und man sieht benachthemdete Gestalten mit Gießkannen durch die Gärten huschen…

So schnell, wie der Spuk begonnen hat, so schnell ist er wieder vorbei. Und am nächsten Morgen schaut man dem Nachbarn tief in die Augen und schwört auf seine Omma seelich, dass man sich ans Bewässerungsverbot hält… wie alle anderen auch…

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13 Kommentare zu “Verboten…

  1. Der Emil sagt:

    Na eben. Die Leute steigen eben alle abends in ihre gutgefüllten Badewannen. Manche haben ja sogar zwei oder mehr Bäder und zusätzlich noch einen Whirlpool im Haus.

    • Wolfram sagt:

      Ich hab vorhin im Fernsehen ein lustig Ding gesehen: ein Handwaschbecken, das sein Abwasser direkt in den Spülkasten statt in die Kanalisation entläßt. Mal abgesehen davon, daß man dann vielleicht keinen WC-Stein verwenden sollte, weil der sich möglicherweise mit der Handwaschseife nicht verträgt, bringt mich das auf eine Idee:
      und wenn man den Ablauf der Badewanne in die Ziterne leitet und daraus dann den Rasensprenger füttert, das müßte doch erlaubt sein (und noch dazu Abwassergebühren sparen)…

  2. wahnsinn sagt:

    Ich habe gestern auch um 22.00 Uhr noch gewässert, weil ich es vergessen hatte. War schon ganz bröckelig der Boden.

    Als es dann ca. 30 min. später erst ein Gewitter gab und dann eigentlich die ganze Nacht nicht mehr aufhörte zu regnen, wusste ich auch, warum um mich herum sonst niemand seinen Garten gewässert hatte…….

    Die hatten wohl alle die Wettervorhersage gelesen 🙂

  3. Bewässerungsverbot?! Im Ernst jetzt, das gibt es? Ist ja putzig. Hier werd ich immer nur schief angeguckt, wenn ich drum bitte, während des Zähneputzens nicht das Wasser laufen zu lassen, andererseits aber kannenweise Wasser auf den Balkon schleppe. Hmpf….

    • Frau Müller sagt:

      Viele der Gartenbesitzer haben einen Brunnen, der das Grundwasser anzapft. Da ist das Verbot in trockenen Sommern, wenn der Grundwasserspiegel eh schon niedrig ist, nachvollziehbar.

  4. Nina sagt:

    Hierzulande (UK) wurde im Frühjahr mal wieder eine Dürre ausgerufen, was ebenfalls ein sofortiges Verbot von Gartenbewässerungsmassnahmen etc. zur Folge hatte. Dann wurden ernsthaft Stimmen laut, die auch die Art und Anzahl und Dauer der persönlichen Körperpflegemassnahmen, wie z. B. Duschen oder Wannenbädern regulieren wollten. Zum Glück fing es an zu regnen, bevor man sich weitere Gedanken darüber machen konnte, wie man solche prima Ideen praktisch umsetzen könnte.
    Weniger Einfluss auf Wasserknappheit haben scheinbar Wasserrohrbrüche. Die sprudeln hier gerne bis zu 10 Tage lang vor sich hin – Dürre hin oder her. Immerhin werden sie mit Absperrband gekennzeichnet. Ob aus Sicherheitsgründen, oder um zu verhindern, dass sich gewiefte Anwohner die eine oder andere Kanne Wasser für die Gartenbewässerung oder ein luxuriöses Wannenbad organisieren, ist allerdings unklar.

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