Landwirt sucht Liebe…

Ja, ich habe es verpasst, das Sommerfest der Alliterationen, das Hochfest der Hochzeit einer Holden mit einem Hirni: „Landwirt sucht Liebchen – das Liebesfinale„. Oder so. Da haben tatsächlich mal wieder welche geheiratet, nur falls Sie sich fragen, was ich hier fasle.

Aber von vorn: Wanda, die wonnige Wurstverkäuferin aus Wanne-Eikel sieht im Fernsehen den gutmütigen Gutsbesitzer Gustav – den mit dem Gnadenhof für gescheiterte Garusselpferde und einem großen, großen Ger… ähm Herzen. Einsam ist der ehrliche Ehekandidat, das verspricht das findige Fernsehen.

Hochzeit, hallt es da in der Holden Hirn und – hopps – hechtet sie zum Herrn ihres Herzens. Das Fernsehen filmt fortan die vielen Fragwürdigkeiten der flotten Verbindung und hat auch Heimlichkeiten in der Hemdtasche, die es für das post-post-postpubertäre Publikum zu portionieren gilt.

Viele viele Folgen später finalisiert sich der ganze Spaß in mindestens einer Hochzeit und zwei Babys, die liebevoll altdeutsche Namen bekommen – Ferdinand zum Beispiel. Und asiatische Neugattinen dürfen gänzlich unzensiert „Fick“ sagen.

Und nur falls Sie sich fragen, warum die jetzt auch noch im TV heiraten müssen: Die Vermählten sind vertraglich verpflichtet zur Verkündung ihrer Verbindung im Verblödungsfernsehen, vielleicht auch zum fröhlichen Vollzug (Knick-Knack)…

Weil sich also jetzt im TV wieder einsame Landbauernherzen an nicht mehr ganz so frisches Frischfleisch anpirschen und die Kameras von RTL immer dabei sind… was? Ne, ich guck das nicht. Höchstens mal aus Versehen.

So, und Sie erzählen die Geschichte jetzt noch mal – mit „P.“ Ich helfe Ihnen mal: Patenter Pauer Paul praktiziert persönlich… so, jetzt Sie.

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9 Kommentare zu “Landwirt sucht Liebe…

  1. Aber ist es nicht der wunderbare Weg des Schicksals, wenn der juvenile Jauchebauer Johann jubiliert, weil die wonneproppige Wurstfachverkäuferin Waltraud und die hagere Hühnerwürgerin Hannelore gleichzeitig um seine Gunst gockeln, während die pyromane Politesse Petra sein Herz und seinen Hof in Flammen setzen möchte?

    Wer wird schlussendlich eine Muh, eine Mäh sowie eine Täterätätää ihr Eigen nennen können?

  2. Inch sagt:

    Oh je! Kam denn wirklich nichts anderes nirgends im Fernsehen?

  3. Der Apfelbauer Andi hat am Alpenrand einen Acker, da arbeitet er im Abendrot und achtet darauf, die Akeleien nicht abzumähen. Adelheid aus Aschaffenburg arbeitet als Amazone im Aquapark und amüsiert sich ab August mit Andi im Anbau des Apfelhofs. Aber mit den beiden wird das nichts Ernstes, denn Andi lernt auch Anabella Apfelstrudel kennen, eine Amateurin aus Austria. Diese Angebetete jedoch absentiert sich, weil sie Andis Ar… Anblick auf Dauer nicht erträgt. So bleibt Andi allein. Und ainsam. So kann das auch gehen. Im Fernsehen. Armer Andi Apfelbauer.

  4. sweetkoffie sagt:

    gibt es einen besseren Lästerstoff? ich finde:
    nicht wirklich!
    Ich sollte RTL endlich einen Dankesbrief schicken, denn sie sorgen dafür , dass mein Immunsystem schön gesund bleibt :mrgreen:

  5. menzeline sagt:

    Ich muss mich mal outen, ich finde die Sendung sehr nett, gucke sie auch gerne. Aber lästert ihr nur weiter, dass macht nichts, außer, dass ich mich vor Lachen verbiege.
    Jedem das seine, oder? *grins*

  6. hansensgasse sagt:

    Liebe Frau Müller, in meiner Lesezeichen-Liste stehen Sie unter „Gut geschrieben“. Mir ist gerade schlagartig wieder eingefallen, warum.
    Danke dafür und Grüße aus HansensGasse
    (besser ja denn „Herzliches Hallo hallt aus HansensGasse“)

  7. Oh herrlich, danke Frau Müller 😀
    Der Liebste und ich haben, ich gestehe, die Staffel, in der Asiatinnen ungestraft usw. komplett angesehen und uns bis dato noch nicht wirklich davon erholt. Immer, wenn eine Voranzeige kommt, schreit der Liebste panisch „Nein!!!“ und sucht die Fernbedienung.

  8. Unglaublicherweise zu toppen durch „Villa Germania“: ich hatte die ganze Zeit, die ich nicht umschalten konnte vor Entsetzen, den Eindruck, es handele sich um um eine Werbeveranstaltung eines Sextourismusverbandes…
    Gruselig wäre an dieser Stelle geschmeichelt! Und die Belustigung war eher rudimentär, obwohl sich einige der Mitwirkenden seeeeehr lustig fanden.

  9. Eule sagt:

    Oh! Letztes Jahr stand ich unbedarft im Schuhgeschäft und wollte Schuhe für’s Kind kaufen. Die Mutter neben mir wurde bereits beraten. Und zwar von der flotten Fränkin Verena, die letztes Jahr den munteren Milchbauern aus (M)ostfriesland NICHT heiraten wollte und desderwegen wieder im fröhlichen Frankenland fade Fußbekleidung an frustrierte Frauenzimmer verkaufen muss. Fulminant! Leider konnte ich mich nicht auf den Kauf neuer Schuhe konzentrieren, weil ich so furchtbar viel damit zu tun hatte, mir das Lachen zu verkneifen. Die besagte Verena war in dem TV-Special auch dabei. Als Brautjungfer. Ja, ich hatte Spaß. Und hab furchtbar fies gelacht. Ich war hinterher fick und fertig. Ächt, jetz.

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