Nochmal Möbel…

Möbelhaus. Wir. Wieder einmal.

Das  Dachzimmer ist fast fertig, was heißen soll, dass noch eine Tür fehlt, die man auf- und zumachen kann. Weil nun die bisherigen Arbeitszimmermöbel nicht ins Dachzimmer reinpassen und Frau Müller außerdem gequengelt hat, haben wir gestern neue Regale erstanden.

Richten Sie mal ein Dachzimmer mit zwei Dachschrägen, einer Schornsteinsäule mitten im Raum und einem Kniestock von 40cm ein. Das macht Spaß. Da fällt erstmal von Vornherein alles aus, was irgendwie von der Stange kommt. Sonderanfertigungen kosten zudem zu viel. Fallen also auch durch. Man kann jetzt nur noch nach diesen putzigen Baukastensystemen gucken und sich aus Einzelteilen die Möbel fürs Leben zusammenbasteln. Zum Glück kann uns da dieser Blaue Elch helfen (wissense Bescheid)…

„Kann ich Ihnen helfen?“ fragt eine blaubeshirtete Dame. Die schicken wir gleich wieder weg, weil wir erstmal auf uns wirken lassen wollen. Das wird zwar hingenommen, aber die Dame piekst mit dem Finger in eine dunkle Ecke und flüstert, dass man sie bei Fragen genau dort finden könne. Wir nicken und winken unserer Fee hinterher. Dann diskutieren wir über Holztöne.

Eine zweite Person im blauen Shirt nähert sich. „Ne, Sie können uns auch nicht helfen.“ kommen wir dem Standardsatz zuvor. „Ihre Kollegin haben wir auch schon weggeschickt.“ Wir werden mit hochgezogenen Augenbrauen begutachtet und wieder allein gelassen.

Nach zehn Minuten sind wir uns über die Farbe des Holzes im Klaren. Auch die Maße haben wir, weil wir Streber sind, schon alle notiert und wissen einige Augenblicke später, was wir brauchen.

„Frechheit“ flüstert Herr Müller. „Kein Verkaufspersonal da.“
Ich nicke empört. Das ist so typisch. Servicewüste Deutschland. „Die wollen hier alle nix verkaufen.“ zische ich. Wir grabschen aufgebracht nach den Zetteln mit den wichtigen Regalnummern für die Katakomben und verlassen den Ort des Geschehens.

Die Grabbelhalle lassen wir aus. Heute nicht. Nicht mit uns. Unerklärlicherweise hat Frau Müller kurz vor den Kassen eine Umhängetasche am Arm, die vollgestopft ist mit Krims. Ich erinnere mich an nichts. „Drogen“ flüstert Herr Müller. Eine andere Erklärung habe ich auch nicht…

Aufgebaut werden die Möbel dann heute. Oder morgen. Auf jeden Fall irgendwann. Wir haben ja jetzt schon mal eingekauft, das ist doch schon etwas. Und bis das bisherige Arbeitszimmer für Brut Nummer 2 gebraucht und zum Kinderzimmer gezaubert werden muss, haben wir ja auch noch Zeit… lassen Sie mich mal nachrechnen… noch… oh…

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7 Kommentare zu “Nochmal Möbel…

  1. Lilly sagt:

    Ich sag’s Ihnen. Irgendwann hängen bei’m Möbelschweden Fotos mit Ihrem und Herrn Müllers Konterfei! „Vorsicht vor diesen Leuten!“ Man muß Servicepersonal, wenn es denn schon einmal da ist, hudeln und tätscheln – sonst sieht man sie nie wieder! Wir waren gestern im Baumarkt, mehr sag‘ ich dazu nicht! Schönen Sonntag noch und viel Spaß bei’m Aufbauen…

  2. anna sagt:

    Grüsse von einer Umbauhölle in die andere. Der Schwede hat uns zu einer neuen Kücheneinrichtung verholfen. Jedenfalls hoffen wir das, momentan stapeln sich die Kartons noch im Flur und diverse Einzelteile und ausgeräumte Küchenutensilien im Wohnzimmer. Zwischen alledem tigern wir herum, suchen Schrauben und feilschen um die Anordnung der Schubladen im Schrank.

    ps Sollte das Dachzimmer nicht Brut 1 bekommen?

    pps Sie haben das alles doch erfunden! Servicefeen sind beim Elch immer gelb angezogen, blau gibts nur für die Lagertrupps.

    • Frau Müller sagt:

      Blau… gelb… Details…. 😉
      Das ist wie mit den Tragetaschen: Die eine Farbe darf man mit nach Hause nehmen, die andere muss man dalassen. Kann ich mir nie nicht merken.

    • Frau Müller sagt:

      P.S. Ja, ursprünglich sollte das Dachzimmer an Brut 1 gehen, Aber Frau Müller hatte eine böse Eingebung, in der ein Kind nachts bei der Suche nach dem Klo die Treppe runterfällt. Deshalb haben wir uns erstmal umentschieden und reden in ein paar Jahren noch mal drüber.

  3. Inch sagt:

    Also, genau so gehts mir da auch immer! Erst sind sie da, dann sind sie unsichtbar, die Fachverkäufer. Und dann schmuggeln sie einem so Zeugs, was keiner braucht, in die Umhängetasche. Überhaupt die Umhängetaschen! Die sind viel zu groß!

  4. menzeline sagt:

    Vor geraumer Zeit war ich zum einen in einem Baumarkt und später dann noch in einem Möbelgeschäft. Es ist wirklich ein Phänomen, immer dann, wenn man einen Ansprechpartner des Hauses zur Beratung haben möchte, bzw. braucht, sind die alle verschwunden, wie von Zauberhand, einfach weg.
    Das ist doch echt komisch, oder?

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