Deck auf…

Herr Müller ist heute daheim und passt auf, dass die Handwerker das Haus nicht klauen. Jetzt geht es nämlich endlich los mit dem Umbau des Dachzimmers. Heute sind die Fenster dran, von denen sich herausgestellt hat, dass sie tatsächlich doppelt so breit sind wie die Vorgänger. Und man kann sie nun auch endlich vernünftig öffnen (nur falls ich mal auf die Idee kommen sollte, die Fenster von außen zu putzen, was garantiert nie vorkommen wird).

Tatsächlich haben wir es auch endlich einmal geschafft, aufgestanden, angezogen und (in meinem Fall) angemalt zu sein, bevor es an der Tür klingelte. Handwerker haben nämlich die Angewohnheit, unglaublich früh vor der Tür zu stehen. Wenn Sie das nicht glauben, dann kann ich Ihnen versichern: Sämtliches Volk, das bei uns in den letzten Jahren Reparaturen am und ums Haus vorgenommen hat, stand meist schon vor Sonnenaufgang Gewehr bei Fuß, so dass wir oft noch mit geschlossenen Augen und im Morgenmantel die Tür öffneten. Mittlerweile sind wir klüger und wissen, dass 7Uhr auch wirklich 7Uhr heißt und wir um diese Zeit ansprechbar sein sollten.

Ein Schnuckel ist übrigens diesmal nicht dabei, was auch daran liegen mag, dass ich aufgehört habe, die Handwerker nach Attraktivität auszusuchen. Das wäre kein Kriterium, meint Herr Müller. Dass man bei dem ganzen Dreck und Lärm, der sich bei so einem Fenstereinbau auftut, als Ausgleich gern was fürs Auge hat, lässt er als Argument nicht gelten.

Noch so eine Handwerkerangewohnheit: Einfahrt zuparken. Kann ja keiner auf die Idee kommen, dass man morgens eventuell aus der Garage rausfahren muss, weil man arbeiten geht. Aber mittlerweile sind wir auch in dieser Hinsicht klüger und nehmen zum morgendlichen Aufbruch auch immer gleich noch einen der anwesenden Herren wieder mit nach draußen.

„Ich denke, Sie fahren mit dem Kleinen da!“ meint heute der Dachdecker und deutet auf den Kleinstwagen. Ich schüttle energisch den Kopf: „Die Kiste gehört dem Herrn des Hauses.“ sage ich klug. „Ich fahre das Mamamobil.“ Stimmt zwar nur bedingt, ist aber wurscht.

Ich für meinen Teil habe von Herrn Müller nun schon erste Statusmeldungen bekommen: Der erste Dachbalken ist zersägt. Nun gibt es kein Zurück mehr. Nächste Woche will dann der Trockenbauer anfangen. Dann kommt der Heizungsmensch, dann der Elektriker. Oder umgekehrt. Aber irgendwie so…

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3 Kommentare zu “Deck auf…

  1. Manu sagt:

    Na dann drücke ich mal die Daumen, dass nichts schief geht.

    LG

  2. Benedikt sagt:

    Na dann viel Erfolg beim Bauen (lassen)! Der Elektriker möge die Netzwerkkabel nciht vergessen, wenn ihr trocken ausbaut. Nichts isoliert WLAN wie Trockenbauplatten.

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