Arbeit, Arzt… so´n Zeug halt…

Man rutscht so rein in die Arbeitswoche. Zum Glück hallt der Urlaub noch ein wenig nach und der Stress hält sich in Grenzen. Letzteres liegt in erster Linie daran, dass ich noch nicht alle eMails aufgemacht habe. Alles schön der Reihe nach…

Nichtsdestotrotz kamen auch gestern schon wieder Späße angerollt à la „Das muss heute noch raus.“ oder „Ich musste alles selbst entscheiden, Du warst ja im Urlaub!“ Das denken Sie sich jetzt mit dem dazu nötigen gehetzten oder wahlweise vorwurfsvollen Blick und Sie befinden sich mitten in unserem Büro.

Sonst noch was? Ach ja, heute früh beim Arzt hat man sich sehr über meine zerstochenen Arme gefreut. Ich musste gestern nämlich noch Blut abgeben wegen der Schilddrüse und die hoffnungsvolle Schwesternschülerin hat erst am linken Arm die Vene nicht getroffen und durfte sich dann am rechten austoben. Da war sie zwar erfolgreich, ich sehe heute aber trotzdem aus wie ein Opfer häuslicher Gewalt. Die Blutabnahme heute verlief weitaus glimpflicher und so trage ich nun diverse Perforierungen mit mir herum, von denen zwei Drittel von einer bläulich-roten Korona umgeben sind. Ich kann nur hoffen, dass die gelungenen Beispiele hilfloser Azubi-Pieksereien bis Donnerstag verblasst sind. Denn da muss ich nochmal zur Blutabnahme und würde gern verhindern, dass man bei der Polizei anruft und meinen Gatten verhaften lässt. Merken Sie sich: Der Körper bildet während der Schwangerschaft auch deshalb etwa einen Liter mehr Blut, weil das alles für große und kleine Blutbilder, Zucker-, Cholesterin- und Schilddrüsenfunktionschecks und diverse andere Untersuchungen benötigt wird. Die Natur hat das schon clever eingerichtet.

So, jetzt haben Sie es geschafft. Mir fällt nichts mehr ein.

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8 Kommentare zu “Arbeit, Arzt… so´n Zeug halt…

  1. In Ihrem Falle, liebe Frau Müller, war es wenigstens noch die Azubine, welche diese kleidsamen Flecken erschuf. Dies ist ja noch, wenn es die Ausnahme bleibt akzeptabel. Beim letzten Versuch, mir Blut abzuzapfen betätigte sich eine ausgewachsene Schwester. Nach ungefähr 7 Versuchen gab sie auf und holte den Stationsarzt. Peinlich das.

    • Frau Müller sagt:

      Och, ich hätte da noch einen Arzt anzubieten, der es geschafft hat, die Kanüle für die Blutentnahmeröhrchen zwischen dreimaligem Röhrchenwechsel nicht zu verschließen. Das war so eine Sauerei, dass ich vom bloßen Zugucken fast umgekippt wäre. Er übrigens auch…

      Oder die Geschichte vom Dr. med., der in liebevoller Regelmäßigkeit die Venen nicht punktiert sondern gleich durchstochen hat und sich dann wunderte, was die größer werdende Beule an meinem Arm da macht…

      Da sind mir Schwestern mittlerweile lieber, die machen das wenigstens regelmäßig und haben Routine.

  2. Silberdistel sagt:

    Ich hatte während meiner Schwangerschaften irgendwie den Eindruck als würde ich als Blutspender fungieren. Wozu brauchen die Weißkittel sonst so viel Blut?
    Wegen meiner blauen Arme rief einmal eine Schwester ganz entsetzt: „Oh, wer war das denn?“ Ich blickte sie vorwurfsvoll an wegen ihrer Erinnerungslücke. Ganz kleinlaut fragte sie darauf: „War ich das etwa gestern?“ Patientin nickte stumm. 😉

  3. Doktor Peh sagt:

    Gestern besoffen umgekippt, heute mit Drogenmissbrauchseinstichstellen beim Arzt – Frau Müller, Sie lassen nichts aus!

  4. Rebellin sagt:

    Vielleicht sollte ich Ihnen mal die Adresse meiner FA geben…die haben das so klasse gemacht das ich neben der ganzen Schnackerei den Einstich nich mal gespürt hab und zu sehen ist da auch nix 🙂 Fein Fein 🙂

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