Stürmische Nächte…

Gestern Nacht war wieder eine dieser Horrornächte. Nicht was Sie jetzt denken: Es hat nur gestürmt. Dafür aber richtig. Nun ist es so, dass wir auf Sturm nicht so gut zu sprechen sind. Im letzten Jahr ist uns nämlich der halbe Carport weggeflogen und hat seine Trümmer über die komplette Nachbarschaft verteilt. Zum Glück ist das nachts passiert, so dass zumindest nicht mit Personenschäden zu rechnen war.

Das Jahr davor wurde der vorletzte verbliebene Baum im Garten entwurzelt, fiel aber so günstig, dass er nur den Zaun zum Nachbarn demolierte und nicht etwa Haus oder Auto. In der Nachbarschaft laufen zudem gern die Keller voll. Da kann man fast die Uhr stellen: Kommt des Nachts plötzlich Sturm und Regen auf, zählt man langsam bis zwanzig und hört auch schon die Sirenen der Feuerwehr. Wir stehen mit unserer Residenz zum Glück auf einem kleinen Hügel (wie es sich für ein herrschaftliches Doppelhaus Anwesen gehört), so dass zumindest bei uns der Keller trocken bleibt.

Nichtsdestotrotz graut es mir vor jedem stärkeren Windchen, denn die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass garantiert immer das passiert, was man gerade nicht brauchen kann. So beobachten wir stets ängstlich das Dach, denn da war bisher noch nichts. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Beim Nachbar hat es schließlich in der letzten Saison unfreiwillig das halbe Dach abgedeckt. Auch zu fällende Bäume stünden theoretisch noch genug herum.

Uns hat es vorerst gereicht, die Gartenmöbel aus Nachbars Hecke zu klauben. Jetzt haben wir auch einen Grund, das ganze Geraffel endlich mal in den Keller zu schaffen. Aber erst, wenn das Zeug trocken ist…

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3 Kommentare zu “Stürmische Nächte…

  1. sanetes sagt:

    Bei uns hat der Sturm vergangen Nacht nur eine Menge Lärm gemacht und einen Teil der Wolken weggepustet, was gerade einen spektakulären Sonnenuntergang macht.

  2. Wolfram sagt:

    Die Dachziegel, die letzten November runtergeflogen sind und einen Kurzschluß in den Freileitungen ausgelöst haben (ja, sowas gibts hier noch!), was der Oberguru des Gemeinderats (Vize-Präsident, natürlich) nicht glauben wollte – ja, die sind also immer noch nicht ersetzt, und die Glaswolle, die als Isolation auf dem Dachboden liegt, dürfte mittlerweile ein Peeling-Schwamm sein.

  3. Wir wohnen im Raum Bonn und der Sturm war bei uns harmlos. Kann sein, dass ich im Halbschlaf nachts ein paar Donnerstöße gehört habe. Unsere Tochter studiert aber in Freiburg und dort muss die Hölle los gewesen sein. Ganze Baustellen sind dort weggeweht worden. Züge fuhren kaum noch. Wo Müll abgeholt werden sollte, war dieser quer durch die Stadt verteilt.

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