Eis(fast)frei…

„Planen Sie bitte heute Morgen etwas mehr Zeit ein!“ Hätte ich mir dieses Satz mal zu Herzen genommen…

Schön sieht es derzeit draußen aus. Der Garten ist ein einziger Kristallwald, Hochnebel sorgt für tropfende Nasen und endlich, endlich können die warmen Stiefel aus dem Schrank. Was jedoch ganz blöd ist: Eiskratzen am Auto… Wie immer, wenn es solche Aufgaben zu bewältigen gibt, stelle ich als Erstes fest, dass ich gar keine Handschuhe besitze. Genau genommen besitze ich sehr wohl welche, aber die liegen irgenwo im Schrank, wo sie nicht hingehören. Zweitens fehlt es oft an geeignetem Werkzeug zum Entfernen des Eises. Zumindest in den ersten Tagen, bis einem einfällt, wo der Eiskratzer liegt… In meinem Fall tat es dann die Parkscheibe, die sich glücklicherweise als All-in-one-Dingens herausstellte und zum Scheibenkratzen tauglich war.

Hier ist der geeignete Moment, finde ich, um einmal wieder auf meine Untergröße zu sprechen zu kommen. Ich schaffe es einfach nicht, die Frontscheibe unserer Familienkutsche komplett zu enteisen. In der Mitte bleibt immer ein Steifen von etwa 10cm übrig. Selbst wenn ich auf das Auto steigen würde, was wegen der Neigung der Motorhaube eher akrobatisch als zielführend wäre, schaffte ich es nicht, die Scheibe komplett freizubekommen. Ich mache mir also immer zwei ausreichend große rechteckige Fenster (eines für den Fahrer, eines für den Beifahrer) und hoffe, dass die Klimaanlage im Inneren des Autos den Rest im Laufe der Fahrt erledigt. Obwohl wir hier ja wieder aus einschlägigen Werbebotschaften wissen, dass so ein „Hitzeschock“ die Scheibe gern mal „bersten“ lässt. In unserem Falle bin ich fest davon überzeugt, dass die unzähligen Steinschläge in der Windschutzscheibe das Glas erst stabilisieren…

Bin ich dann fertig mit meinem zwei Guckfenstern, hat es auch unser Nachbar endlich geschafft, sich an den Zaun zu stellen. Nein, ich möchte morgens mit tauben Fingern und roter Schniefnase nicht über die geeigneten Maßnahmen zur verkehrssicheren Enteisung von Autos sprechen. Ja, ich weiß, dass es da so ein Spray gibt, aber ich werde den Teufel tun… und nein, mein Mann kann das nicht für mich machen, der liegt nämlich immer noch krank danieder. Nein, er möchte nicht besucht werden und ein Frühschoppen tut ihm ganz bestimmt nicht gut. Ich muss dann auch… ja… nein… ganz ehrlich… ich bin zu spät, ich muss…. tschühüüüs….

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28 Kommentare zu “Eis(fast)frei…

  1. skizzenblog sagt:

    ein probates mittel soll ja auch eine wärmflasche auf dem armaturenbrett sein.
    habs allerdings noch nie übers herz bekommen so früh aufzustehen, daß ich noch hätte eine wärmflasche produzieren können, diese durch die kälte ins gefrorene auto zu transportieren und ihr noch die chance zu geben ein wenig ihren dienst zu verrichten.

  2. Schäfchen sagt:

    Ich habe seit neuestem so ein „Über-die-Windschutzscheibe-friemeln-und-in-die-Türen-einklemm“-Dingens. Eine sehr feine Sache. Wenn man denn daran denkt, das Teil abends auch auf die Windschutzscheibe zu friemeln und in die Türen einzuklemmen 😉

    Gerade für Untergroße wie uns (ich messe auch zarte 160 cm *g*) ist das echt praktisch!

  3. Anna sagt:

    Ja, bei Einträgen wie diesen weiß ich wieder, was ich derzeit am meisten liebe [neben dem Junior, dem MamS, Schuhen, Büchern und Schokolade]: mein Homeoffice. :mrgreen:

  4. Manu sagt:

    Also ich bin für eine Frau relativ groß ( 1,78 ) aber ich komme auch nicht an die komplette Scheibe dran… meine Arme sind wohl zu kurz. Hat der Fahrlehrer schon gesagt, weil ich meine Sitzlehne immer vorstellen musste, den Sitz selber aber weit nach hinten.

    Du siehst… auch große Leute haben Probleme. 😉

    LG

  5. Michael sagt:

    Das heißt nicht „bersten“!!! Das heißt „KRAACK!!!“ 😉

    • Frau Müller sagt:

      Abrr nurr wenn Se oan komische Aksent… verständ Se?
      Kennen Sie die fränkische Version? Man möchte brechen…

      • Michael sagt:

        😀 Ich finde die dazugehörende Werbung schon von Anfang an nur nervig! 😀 Egal mit welchem Akzent aus welchem Teil diesen unseren Landes die jeweiligen Werkstattleiter / Servicemitarbeiter / Nervensägen auch kommen!
        Insbesondere die Mähr von „Wären Sie doch früher gekommen …“, geht mir auf diverse Senkel, denn wenn der Schlagstein da eingeschlagen ist, wo er bei mir vor einiger Zeit die Scheibe mit einem optischen Hingucker versehen hat (Fahrerdurchguckbereich), dann dürfen die (egal wer) gar nicht reparieren, sondern müssen immer austauschen. Und damit ist es auch Essig mit „sparen Sie die Selbstbeteiligung!!!“ 😦
        Also teste ich wie Herr und Frau Müller auch erstmal, wie lange es dauert, bis es KRAACK macht. Zumindest bis zum nächsten TÜV-Termin … 😀

  6. Inch sagt:

    Als ich gestern auf mein Fahrrad stieg, und alle Autofahrer um mich herum kratzten, habe ich mich richtig gefreut. Ätsch.
    Aber als ich dann vor Kälte steif gefroren fast vom Rad gefallen wäre, war mir nicht mehr nach Ätsch und ich habe einen kurzen schwachen Moment über die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nachgedacht.

  7. Pimperella Krömer sagt:

    Tipp: lauwarmes Wasser aus der Gieskanne über die Scheibe. Geht ganz schnell und kostet nix. Klappt bei uns seit Jahren. Und nein – die Scheibe geht davon nicht kaputt. Wirklich nicht.

  8. Flohnmobil sagt:

    Zum Henker mit all den Hausmitteln. Wieso entrümpelt ihr nicht endlich mal eure Garage, damit das Auto Platz drin findet?

  9. Maini sagt:

    Seit Tagen erfreue ich mich beim Anblick zugefrorener Scheiben fremder Autos ueber meine neueste Anschaffung: ein Tiefgaragenparkplatz. Das Geld ist es mir auch im Sommer wert, wenn ich mich nicht in ein auf 40 Grad aufgeheiztes Auto setzen muss. 😉

  10. Alice sagt:

    Ich bin auch zu kurz für die ganze Scheibe, besitze aber eine Plane für die Windschutzscheibe, die durchaus hilft, wenn man sie denn drauf macht, und Einteisungsspray, gesponsert vom Schatz, der weiß, dass ich in 5 von 7 Fällen vergesse die Plane anzubringen.

  11. ichnuwieder sagt:

    ohh, ich bin nicht die einzige, die diese werbung so furchtbar findet..*sehrerfreut*

    noch mit guten 171 zu klein, um bis mittig zu kratzen, garagenlos *heul*, kämpfe ich seit jahren bei verschiedenen autos immer mal wieder mit „scheibenabdeckhauben“, die zu kurz, zu schmal, oder morgens „vom winde verweht“ sind- eis dann eben UNTER der haube..
    spanngummis reissen bei mir nach 3 maligem gebrauch sowieso ab…

    insofern, frau müller: nein, man spart nur morgens ein bischen zeit
    zeit und nerven bei abendlichen bändigungsversuchen verbraucht man hingegen reichlich..

    ich halte mich an meinen neffen, der meinte: „ich will dies jahr aber keinen schneeanzug“
    nein! das wollen wir dies jahr nicht!!

  12. Mihihi. Ich bin zwar auch untergroß, kriege aber die Scheibe meines Opel Combos bis auf die oberen 10cm frei gekratzt. (Und ich finde es jetzt voll klasse, dass ihr da in Deutschland auch schon kartzen müsst).

    Was diese Scheibenüberzieher angeht frage ich mich bloß immer, was man dann damit macht? mit ins Auto prempeln, da tauen die dann auf und hinterlassen ihre Feuchtigkeit innen. Oder draußen liegen lassen, aber dann sind sie von beiden Seiten nass und man muss trotz Überzieher kratzen?

    Ja nee, also ich mache bald wieder die abenteuerliche Kombination vom letzten Jahr:
    Heizlüfter mit Umkipp-Abschalt-Sicherung steht auf Brett, welches an Bändern am Durchguckgitter zwischen den Sitzen hängt. Abends dann stecker an die Verlängerungsschnurr und morgens nur mal neben der Haustür einstöpseln. Ganz entspannt, wenn auch nicht ganz anderen zu raten 😀

    LG, Britta

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