Mitfahrer…

Dass es Herbst wird, merkt man zwangsläufig daran, dass die Spinnen richtig fett werden. Und mitten in den Weg riesige Netze bauen, in denen sich sogar Katzen verfangen. Da laufen Sie dann auf ihrem morgendlichen Halbschlaftrab zum Auto durch und kriegen, während Sie sich noch die Fäden aus dem Gesicht puhlen, gar nicht mit, ob der Arachnoide nun heruntergefallen ist oder sich irgendwo auf Ihre Schulter gerettet hat.

Sie steigen also ins Auto und der Rest der Geschichte ist quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung: Auf der Hälfte der Strecke steigt die Spinne entweder aufs Lenkrad und winkt oder sie lässt sich im Gesichtsfeld des Fahrers dezent an einem Faden herabbaumeln. Je nachdem, wie groß das Vieh ist, bauen Sie vor Schreck entweder einen Beinaheunfall oder sie versuchen die Spinne wegzupusten. Letzteres ist allerdings weniger zur Nachahmung empfohlen. Denn was einmal weggepustet ist, pendelt zwangsläufig wieder zu Ihnen zurück und greift nach Ihrem Gesicht. Und dann haben Sie den Salat.

Also lieber – wenn Sie denn die Geistesgegenwart besitzen – Spinne oben am Faden nehmen und dezent auf den Beifahrersitz setzen. Damit das Tier nicht fliehen kann, schnell zweimal mit der Handtasche draufklatschen. Dann hoffen, dass Sie rechtzeitig aus dem Auto aussteigen können, bevor das Tier aus der Bewusstlosigkeit erwacht ist.

Ach ja: Und das nächste Mal unbedingt vor dem Einsteigen ins Auto Kopf und Mantel auf Viechzeug überprüfen…

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11 Kommentare zu “Mitfahrer…

  1. Uaaaaargh,,,,ich wünschte ich könnte das mit diesem Humor betrachten =)
    Ich hatte neulich Miss Universe unter den Spinnen im Kinderzimmer des Mopses und wäre auch noch fast drauf getreten…und wenn der Mops nich zugegen gewesen wäre auch vollkommen ausgerastet!
    Einen Tag drauf zeigte sich dann ihre nicht minder kleine Schwester -zum Glück VOR-dem Fenster…ich bin dankbar für Fliegengase…und mag den Herbst in dieser Hinsicht so GAR nich. Näh. Bääähh.!

  2. EngelchenFiona sagt:

    Mist nun hab ich bestimmt hausverbot weil ich den kaffee über den tisch geprustet hab

  3. An Garasu sagt:

    Das Thema Spinnen scheint ja nicht nur in meinem Blog dieser Tage aktuell zu sein. Schön zu wissen, dass man bzw. ich da nicht alleine ist/bin. *igitt*

  4. Inch sagt:

    Spinnen sind TOOOTAL unnötiges Viechzeuchs

  5. DerMattes sagt:

    Ich zitiere mal aus: http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/wissen-lernen/wissen/lexikon-kreuzspinne/haetten-sies-gewusst/
    (Den Link sollten nur wirklich mutige anklicken – ich habe Sie hiermit gewarnt!)
    „Jahr für Jahr vertilgen alle Spinnen, die auf einem Hektar Wiesenland leben, die gigantische Menge von 50.000 Kilogramm Insekten“
    Wenn Ihnen der Rest von dem Viehzeuch in der Wohnung lieber ist, dann nur zu.
    Sicherlich finden wir Spinnen nur selten „schön“, aber auf der anderen Seite glaube ich nicht, das die Spinnen uns Attraktiver finden.

  6. asty sagt:

    Sehen Sie, da hatte ich ja Glück, dass „meine“ Spinne nur über dem Terrassentisch war und sich nicht in/auf mir verfangen hatte. Ich konnte das Netzt bewundern und musste nicht die Spinne wegpusten.

    Trotzdem vielen Dank für das Schmunzeln, das Sie mir ins Gesicht gezaubert haben. Ist mir auch lieber als eine Spinne, die gerade zurückpendelt ;-).

    Ansonsten erledigt inzwischen unsere Katze die Viecher, die sich ins Haus verirrt haben gnadenlos.

    asty

    • Frau Müller sagt:

      Echt, Ihre Katze macht das? Leihen Sie uns die? Unsere Katzen bringen das Zeug maximal freudestrahlend ans Bett. Lebend selbstverständlich, damit man noch was davon hat.

  7. anima sagt:

    Na na na… Sie ziehen dem armen Tierchen zweimal eins mit der Handtasche über und wollen uns vorgaukeln, dass es nur bewusstlos war? ;-))

  8. Alice sagt:

    Ich hätte den Unfall mit multiplem Totalschaden verursacht -.-

  9. persephone sagt:

    *looooooool* winkend am Lenkrad oder zurückbaumelnd *g* soooo klasse geschrieben! übrigens, ich musste gestern mal unter den Schreibtisch kriechen, weil was mit den Kabeln am Pc nicht stimmte… Ich war ganz schön überrascht, was für ein dicht gewebtes Netzwerk da wohl schon tagelang – wenn man vom Teufel spricht! daaaa krabbelt SIE auch schon am Monitorrand hoch – also dieses gigantische Netzwerk da über meinen Oberschenkeln, unter der Schreibtischplatte, puuuuuuh! Und ich habs auch erst gemerkt als ich mit der Hand reingriff und es knisterte…. Also nachdem ich nix hab weglaufen sehen, nachdem ich das mit Netz mit nem Lappen wegfegte und das einzige was ich hier öfters mal sehe, diese kleinen schwarzen Pünktchen kaum größer als eine Ameise, nur mit etwas mehr Beinchen.., und gelegentlich so ein Weber/Zitter/Flatterdings will ich mal gaaaanz fest dran glauben dass es höchstens so was kleines, dünnes unbehaartes war,dass da neben meinen Knien unter der Schreibtischplatte in der Ecke stundenlang hockte….

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