Heiraten heute oder: Die Füße tun weh…

Ja, doch, war nett, die Hochzeit. Mir tun zwar immer noch die Beine weh, aber was tut man nicht alles für den perfekten Auftritt. Die Location war eben einfach ungünstig gewählt. Sicher ist es nett, auf einer Burg zu heiraten. Aber wenn es eine mittelalterliche ist und nicht gerade ein Renaissance-Schlösschen, dann können die Gegebenheiten vorort suboptimal sein.

Fangen wir mit dem Aufmarsch zum Schloss an: Es geht – natürlich – bergauf. Das muss so sein. So eine Burg steht ja selten irgendwo im Tal. Zum Pech gab es oben auch keine Parkplätze, denn wir hatten es mit einem besonderen Fall von Denkmalpflege zu tun. Also musste unsereins in voller Festmontur den Berg raufkraxeln.

Jetzt hatte ich als alter Feierhase an alles gedacht und zum Glück Sneaker eingepackt. Die übrigen weiblichen Gäste mussten allerdings mit Pfennigabsatz und angesäuerter Miene den Berg hinauf. Merken Sie sich bei dieser Gelegenheit: Die Liebe kann noch so groß sein, Ihr Gatte wird Sie NICHT den Berg herauftragen. (Nur, damit Sie mir hier keine romantischen Vorstellungen entwickeln…)

Diverse Schwächeanfälle später hatten wir es endlich geschafft. Oben angekommen konnte ich endlich meine Turn- gegen Püppischuhe tauschen. Aber auch das entpuppte sich eher als doofe Idee. Denn der komplette Burgplatz war mit schickem mittelalterlichen Kopfsteinpflaster bedeckt. Dazwischen Moos und Gras. Man konnte also wahlweise umknicken und sich die Haxen brechen oder ausrutschen und die Hüfte. So blieben die meisten Damen denn auch – hatten sie sich erst ein sicheres Plätzchen gesichert – an Ort und Stelle und schickten die männliche Begleitung oder Kinder nach Speis und Trank. Auch ich verwurzelte mit dem Untergrund und deligierte.

Sei´s drum. Was ich eigentlich erzählen wollte und weswegen Sie ja sicher hier sind: Ja, es war schön. Die Braut war schön und der Bräutigam hatte sein Möglichstes getan. Das Essen war gut. Und ich hatte mich als Einzige an das Motto gehalten… Ach ja, die Torte… war auch nett. Hat schöner ausgesehen als sie geschmeckt hat, aber darum gehts ja nicht.

Und die Quintessenz des Festes:

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10 Kommentare zu “Heiraten heute oder: Die Füße tun weh…

  1. Doktor Peh sagt:

    Wenn ich mir die Quintessenz anschaue, stellt sich mir lediglich die Frage: wollten Sie den Burggraben wieder bewässern?

    Natürlich interessiert uns alle hier das Motto, an das nur Sie sich hielten: welches war es? Raubritter? Gipfelstürmer? Burgfreulein?

  2. Inch sagt:

    Genau Herr Doktor! Sonst hätte sie ja keine Püppischuhe sondern z.B. Bergstiefel angehabt (was freilich besser zur Burg gepasst hätte, oder zum Burghofboden)

  3. Magenta sagt:

    Das sind tolle Schuhe. Aber halt Sitzschuhe.
    Hatten Sie was im 20er-Jahre-Look dazu an?

  4. asty sagt:

    „der Bräutigam hatte sein Möglichstes getan“ ??? Da bestelle ich das Bild ;-).

    Liebe Grüsse
    asty

  5. rebhuhn sagt:

    wirklich geile schuhe. aber wo ist bei dem kleid der halloween-teil? 😉 ups. hollywood. nicht halloween. naja. *g

    • Frau Müller sagt:

      Jetzt sagen Sie bloß, Sie kennen Bettie Page nicht!
      Bettie Page hat ihrerzeit durchaus Hollywood-Story geschrieben und hat vor allem klamottentechnisch viele Trends gesetzt. Passt ins Motto 😉

      • rebhuhn sagt:

        na klar kenne ich die!1elf allerdings wollte ich doch meckern, daß Ihr style wenig mit halloween, dem MOTTO *zwinkerzwinker der party, zu tun hatte. ne?

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