Das Rollenmodell…

Mädchen haben Zöpfe und Pullis mit Elfen drauf. Ihre Schuhe sind rosa oder lila und haben Glitzerblumen. Manchmal sind auch Einhörner drauf, aber bitte mit Glitzer. Mädchen tragen hübsche Kleider und sagen immer Bitte und Danke. Sie sind süß und nett, gehen brav an der Hand und wollen im Haushalt mithelfen. Mädchen malen Bilder aus und basteln Blumen. Sie backen Kuchen und Kekse mit Gesichtern drauf. Mädchen haben eine Barbie mit Pferdekutsche und einen pinken Sportwagen, mit dem Ken nicht fahren darf. Mädchen sind immer brav. Sie toben nicht, sie schlagen sich nicht die Knie auf, sie rennen nicht herum, sie essen anständig und lächeln stets.

Jungs haben Bob-der-Hausmeister-Pullis an. Auf ihrem Rucksack sind Rennautos und auf der Brotdose Ritter oder Cowboys. Jungs rennen immer viel herum und sind sehr laut dabei. Sie bauen Ritterburgen aus Legosteinen und reißen sie mit Transformers-Figuren wieder ein. Jungs haben ständig aufgeschlagene Knie und blaue Flecken an den Beinen. Jungs kloppen sich in der Spielecke. Sie ziehen die Mädchen an den Zöpfen und spielen Feuerwehrmann. Jungs müssen immer irgend etwas Reparieren. Oft haben sie es vorher selbst kaputt gemacht, denn Jungs spielen immer sehr wild.

Gelle? So ist es doch!

Träumen Sie weiter…

(inspiriert durch Achtung: Klischee! von Mitblogger Michael444)

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10 Kommentare zu “Das Rollenmodell…

  1. mama007 sagt:

    Öhm, ehrlich gesagt passt unser Kleiner Mann 100%ig auf Ihre Jungs-Beschreibung. Bis hin zu den blauen Flecken. Nur, dass wir ihm die Bob-der-Baumeister-Pullover nicht kaufen, weil wir fiese Eltern sind, die sich dem Markenwahn nur gering beugen möchten.
    Immerhin: er hat eine Bob-der-Baumeister-Badehose.

    • Frau Müller sagt:

      Seien Sie froh: Genderspezifisch wird Ihnen Hello Kitty nicht begegnen… Da ist Bob das geringere Übel.

      • mama007 sagt:

        Ja, darüber bin ich auch sehr froh. Ich passte als Kind nämlich nur zu 50 % in das Mädchenklischee und wollte kein Rosa. Prinzessin ging aber klar. Aber die abgeschabten Hosen, auf Bäume klettern und Babypuppen hassen – das passte eher nicht so.
        Insofern bin ich 1.) froh, dass es ein Junge ist und 2.) noch viel froher, dass ich ohne Hello Kitty durchgekommen bin. dann lieber „Können wir das schaffen????“ und „Feuerwehrmann Sam“ bis zum Abwinken.
        Aber: auch in unserem Kindergarten gibt es bei einer Gruppenstärke von 25 Kindern zwischen 3 und 4 Jahren nur 3 Mädels, die KEINEN Prinzessinnen-Hello Kitty-Rosa-Dauerschaden haben….
        Entschuldigen Sie das Wort „Schaden“. Möglicherweise verwächst sich das Rosa noch. Ist sogar sehr wahrscheinlich.

  2. Meine Mädels passen auch 100%ig auf ihre Jungsbeschreibung. Nein, die Große nur zu 80%. Dafür hat sich die Kleine neulich beschwert, dass sie als kleines Kind immer Jungsachen anziehen musste und nie die voll süßen Mädchensachen tragen durfte!
    Hä?
    DIE WOLLTE das nicht
    Aber denken Sie , so eine 18 jährige glaubt Ihnen auch nur ein Wort?

  3. Juliane sagt:

    Wieso „träumen“?
    So sieht’s doch in jedem mitteldeutschen KiGa aus.
    Und die Mädchen, die mit BobBaumeister-Pulli draußen im Matsch bolzen, kann man an 2 Fingern abzählen.

  4. Mist…..33 Jahre hab ich gedacht ich sei eine Frau….nun wurde ich gerade eines Besseren belehrt *ggggggggg* Von klein auf passe ich zu 100 % in Ihre Jungs-Beschreibung 😉

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