Psst… das ist Kunst…

Stellen Sie sich bitte einmal folgendes Szenario vor: Sie öffnen am Morgen die Augen und blicken in das Gesicht einer Bulldogge. Langsam wenden Sie den Blick nach rechts und stellen fest, dass Sie dort von einem glasig schauenden Wildschwein beobachtet werden. Sie wollen sich aufsetzen, aber das ist unmöglich, denn auf Ihrer Brust sitzt ein Bär…

Unser Kind steht ja neuerdings unglaublich früh auf. Meist wurschtelt es schon herum, wenn wir noch friedlich schlummern und es zudem finster, weil statistisch gesehen Nacht, ist. Normalerweise stellt das Kind sich dann, unterstützt von unseren Katzen, ans Bett und verlangt, dass wir auch aufstehen. Das wird so lange mit Nachdruck wiederholt, bis wir uns schließlich ergheben. Selten schaffen wir es, dass wir das Kind dazu überreden können, noch einmal ins eigene Bett oder zumindest Zimmer zu verschwinden. Auf diese Weise kann man mit Glück eine halbe Stunde Zeit herausschlagen, in der es unter Umständen gelingt, noch einmal einzuschlummern. Wenn das Kind dann mit dem Satz: „Ich habe ein gaaaaanz langweiliges Buch angeguckt.“ wieder an unserem Bett steht, hat der Tag endgültig begonnen.

Heute aber hatten wir ein anderes Bühnenbild. Heute bin ich aufgewacht und fand mich als Teil einer liebevollen Konstruktion wieder: Eingebaut in Kuscheltiere.

Irgendwann im Laufe des vermutlich sehr frühen Morgens muss unser Kind Stück für Stück seine Plüscharmee in unser Schlafzimmer geschafft und dann behutsam um meinen Kopf herum drapiert haben. Die Teddys, die noch übrig waren, wurden entlang des Bettrandes aufgereiht. All das ist passiert, ohne dass Herr Müller oder ich auch nur im Schlaf gezuckt haben – mucksmäuschenstill nämlich. Und als Krönung des Ganzen hat sich das Kind schließlich mit seiner Decke am Fußende des Bettes zusammengerollt – da schlafen normalerweise die Katzen – und sich noch einmal in Morpheus Arme begeben.

Beim Weckerklingeln hieß es dann nur: „Mama, die Teddys wollen noch schlafen. Du musst gaaaanz leise sein.“

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6 Kommentare zu “Psst… das ist Kunst…

  1. Penelope sagt:

    „mucksmäuschenstill“ welch zauberhaftes Wort *-* und welch verzaubertes Gefühl, als Kunstwerk zu erwachen…;-)

  2. Tanni sagt:

    aaawww das is aber allerliebst 🙂 wieviele Knuffels waren’s denn? 24,3 ? ich hoffe ihr Bett hat genug Kapazität???

    • Frau Müller sagt:

      Wenn ich von einer Armee spreche, meine ich auch eine Armee… wir haben irgendwann aufgehört zu zählen. Dreistellig sind wir bestimmt schon, aber soviel passt zum Glück nicht ins Bett. 😉 Da saßen nur 23… inklusive der 11 auf dem Foto.
      Die väterliche Instanz wurde übrigens nicht eingebaut. Sollte uns das etwas sagen?

      • Tanni sagt:

        *grübel* okeeee d.h. dann übersetzt Mama is die Beste 😀 was sonst!! weil sich alle Knuffis nämlich um Frau Müller versammelten……Zufälle gibt es keine 😉

  3. ichnuwieder sagt:

    nee,nee….
    mama=frau=schwach, braucht mehr schutz durch kuscheltierarmee als papa…
    das hat töchterling begriffen und umgesetzt…
    (ps: freuen sie sich über ein aufwachen inmitten von kuscheltieren— aufwachen mit death-metal -u.ä.- ist schlimmer!!)

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