Feuerwerk…

Wir wohnen in einem wunderlichen Viertel. Hier und da konnte man diesen Eindruck ja unter Umständen schon erlangen. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor… wahrscheinlich bin eher ich wunderlich, dass ich mich so viel wundere…

Wir wohnen in einer feuerwerkslastigen Ecke. Aufs Jahr mitgezählt, sind wir 2010 auf 18 Feuerwerke gekommen. Das ist alle drei Wochen eins… so ungefähr. Rechnen Sie das besser nicht nach, ist vermutlich falsch. 2011 werden wir diese Zahl hochwahrscheinlich toppen, aber das Jahr ist noch nicht vorbei, deshalb verrate ich an dieser Stelle nichts.

Wenn man die Stadtfeste und Silvester aus dieser Rechnung ausklammert, sind wir immer noch bei 14 Feuerwerken. Dann hatten wir eine Hochzeit: Macht 13. Was also sind die ganzen anderen Festivitäten, zu denen, meist gegen 22Uhr, noch lustig Feuerwerk in den Himmel geschossen wird? Das können doch nicht alles Geburtstage oder Goldene Hochzeiten sein… obwohl… Sie bringen mich da ins Grübeln… Bei dem Rentnerbestand und durchschnittlicher Ehezeit der uns umgebenen Senioren sind das wahrscheinlich doch alles hochzeitliche Jubiläen…

Was mich zu einer anderen Frage treibt. Muss Pyrotechnik gleich welcher Art nicht irgendwie angemeldet werden? Ich will ja nicht pingelig erscheinen, aber in den Tagen vor Silvester wird dermaßen hart durchgesetzt, dass auch ja keiner auch nur eine Knallerbse auf den Boden schmeißt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die Gemeinde nicht aufspringt, wenn unter dem Jahr irgendwas in der Nachbarschaft explodiert. Es bleibt aber ruhig. Das Amtsblättchen, das wir regelmäßig im Briefkasten vorfinden, meckert lediglich jugendlichen Vandalismus durch Bierflaschen am Bahnhof an. Kein Wort von Böllern um 22Uhr in Oma Elfriedes Garten.

Und kommen Sie mir nicht mit dem 2. Weltkriegs-Gedenk-Verein… die dürfen zwar viel, aber das auch nicht…

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3 Kommentare zu “Feuerwerk…

  1. pitdieerste sagt:

    Verboten ist das schon, das problem ist nur: wenn nicht der direkte nachbar eine anzeige macht, der gesehen hat wers war ist das amt machtlos. Sie können natürlich die Polizei rufen wenn nachts einer böllert…nur: bis die da ist ist alles rum – wenn sich berhaupt einer genug gernervt fühlt um das zu tun.
    Es ist halt wie meist: wo kein kläger da kein Richter – von daher: einfach geniessen, ich mag feuerwerke*g*

  2. Juliane sagt:

    Da auch wir zu den Feuerwerkfreunden gehören, wenn es um Hochzeitstage, Geburtstage, Ferienbeginn, Ferienende, Jubiläum, usw., weiß ich natürlich, dass man sowas beim Ordnungsamt anmelden muss.
    Es muss dann, je nach Anzahl der Feuerwerkskörper mindestens ein Feuerlöscher oder aber ein Feuerwehrmann anwesend sein.
    (Man kanns auch lassen, muss dann aber sicher sein, dass kein missgünstiger Nachbar einen verpetzt.)

    • Ich mag keine Feuerwerke mehr. Grund: Ich wohne in einer feuerwerkssüchtigen Stadt. Da explodiert jedes Wochenende was. Und da ich im Zentrum unserer ansonsten ganz gemütlichen Stadt wohne, entgeht mir auch keins.
      Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, meine Nachbarn würden auch noch rumböllern, angemeldet oder nicht, ich täte einen Antifeuerwerksverein gründen. Aber zum Glück reichen meinen Nachbarn die wöchentlichen öffentlichen Ruhestörungen scheinbar auch aus.

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