Beschränkte Einsicht…

Mitbloggerin Silberdistel sei Dank haben wir im Büro an unserer Zitatewand wieder einen Neuzugang zu verzeichnen.

Vielen Dank an dieser Stelle!

Bei Silberdistel hängt der oben zu sehende Spruch übrigens auch im Büro: Lesen Sie bei ihr mal nach.

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13 Kommentare zu “Beschränkte Einsicht…

  1. anna sagt:

    „iſt“, bitte!

    • Frau Müller sagt:

      Da schlägt der Unterschied zwischen „langem s“ und „kurzem s“ zu. Das „kurze s“ im Sütterlin wird wie S geschrieben, das „lange s“ eben wie ein f.
      Hat schon seine Richtigkeit.

      • Wolfram sagt:

        Äh… Anna hat recht, denn das „kurze s“ (besser: „runde s“) gehört nur ans Silbenende, nicht aber in ein st.
        Merke: rundes s nur, wenn direkt danach eine Silbentrennung stattfinden kann – und zwar nach klassischen Regeln, nicht nach Zeitungsgepflogenheiten. 😀

        Und das ſ existiert nicht nur in Sütterlin und Fraktur (das Foto zeigt Frakturschrift, nicht Sütterlin: Sütterlin ist eine spezielle Form der deutschen Handschrift), sondern auch in lateinischer Schrift, und es wird – mit den gleichen Regeln – beispielsweise im Englischen und Französischen ebenfalls verwendet, jedenfalls in älteren Texten. Verschwunden ist es mit dem Aufkommen der Schreibmaschine.

        • Frau Müller sagt:

          Stimmt, Fraktur ist es, sorry.
          Was die S-Regel anbelangt, habe ich es damals mit deutlichem Beispiel für „ist“ so gelernt, wie es auch oben steht… *grübel*

          • anna sagt:

            erstmal: Sorry fürs Geklugscheissere, aber da Sie irgendwo beschrieben haben, wie Ihnen Schreibfehler ins Auge springen, hoffe ich, dass Sie auch bei anderen dafür Verständnis haben ;-). Und „ist“ mit rundem s (in gebrochener Schrift) springt bei mir los; einen logischen Grund für diese Schreibweise fällt mir nicht ein, als Gegenbeispiel… wie wärs hiermit:

            ?

            Ach ja: Der Spruch ist allerliebst. Ihr Blog auch. Aber jeweils mit unterschiedlicher Betonung…

          • Wolfram sagt:

            Ich bin sehr verwundert, denn überall, wo ich nachgeschlagen habe, steht es anders. Nicht nur in den Büchern in meinem Schrank wird es anders verwandt, sondern auch auf der Wikipedia-Seite anders beschrieben.
            Ich weiß nicht, ob das Bild hier eingefügt werden kann:

    • Farroukh sagt:

      Klugscheisserei die Zweite:

      In Gänze und Orginal lautet das Zitat eigentlich:
      „Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt; aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.“

      Gustav Adolf Rochus von Rochow (1792-1847)
      Preußischer Innen- und Staatsminister

      Warum das irgendwann verkürzt dem armen Kurfürst zugeschrieben wurde entzieht sich leider meiner Kenntnis…..:-)

      • Frau Müller sagt:

        Das ist korrekt, Daumen hoch!
        Silberdistel hat auch schon drauf hingewiesen, ich habs allerdings hier nicht weitergegeben.

        • Silberdistel sagt:

          So, und jetzt Silberdistel nochmal. Ich habe das Schildchen vor Jahren auch als Kopie erhalten und nicht daran herumgeschlimmbessert. Es ist noch im Originalzustand des „Herstellers“. Die hier geäußerten Kritiken sind berechtigt. Was bemängelt wurde, war mir auch schon aufgefallen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon das Wort „Gasthaus“ mit falschem ’s‘ gesehen habe. So ist das, wenn man etwas auf „alt“ trimmen will. Da lauern Gefahren 😉
          Dann war das Schild auf jeden Fall für eine nette Diskusson gut! 😉
          Danke übrigens Frau Müller für das Verlinken 🙂
          – der eigentliche Text ist beispielswiese zu finden in: Geflügelte Worte. – 3., unveränderte Aufl. – Leipzig: Bibliogr. Inst., 1984, Seite 471
          … und dann gibt es noch ältere „Geflügelte Worte“ mit den richtigen s-Lauten.
          Ende dieser Klugscheisserei 😉

  2. […] von ihm stammen, habe ich auch dort in einem meiner Kommentare hingewiesen. Nun hat Mitbloggerin Frau Müller ebenfalls einen kurzen Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht. Es gab in ihrem Blog dazu eine […]

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