Wilde Nachbarschaft…

Panik im Renterviertel: Nachbars Katze hat eine Schlange erlegt. Will man den Ausführungen des entsetzten Katzenbesitzers Glauben schenken, hat es sich mindestens um einen Python gehandelt. Einen ausgewachsenen. Das macht die jagende halbe Katzenportion zum tierischen Helden und Retter in einem.

Auf die Bitte hin, die reptile Größe anzugeben, breitet der Nachbar die Arme aus. Das anwesende Publikum macht beeindruckt „Oho!“ und „Aha!“ und einige Damen schmiegen sich verängstigt an ihre bessere Hälfte. Unweigerlich fühle ich mich an Erlebnisberichte aus der Anglerszene erinnert.  Ich wage es, um Ansicht des erlegten Wilds zu bitten. Aber die Anaconda wurde bereits entsorgt – wegen der panischen Ehefrauen.

Bleibt uns nur die Phantasie…

Tatsächlich ist die Geschichte mit der Klapperschlange noch einige Tage später Gesprächsthema in der Nachbarschaft. Man rät mir, im Garten von nun an nur noch Gummistiefel zu tragen und mein Kind am besten gar nicht mehr rauszulassen. Die Katzen auch nicht. Auch einen spitzen Stock sollte ich zur Sicherheit immer bei mir führen. Hat schon jemand den Schädlingsbekämpfer gerufen? Und überhaupt darf man nicht versäumen, im Krankenhaus nach Gegengift zu fragen.  

Denn wenn es irgendwo ein Nest mit Boas gibt, muss man auf alles gefasst sein…

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14 Kommentare zu “Wilde Nachbarschaft…

  1. Benedikt sagt:

    Nimm beim nächsten Marktbesuch mal die Kamera mit. Die bewaffnete Dorfarmee hätte ich gerne mal gesehen.

  2. Wolfram sagt:

    Das war doch höchstens ne blinde Schleiche…

  3. Jule sagt:

    Ha, sicher hochgiftige mutierte Sandvipern, kommen die Giftschlangen in unseren Gefilden doch haufenweise vor!!!

  4. Jule sagt:

    Vielleicht war das auch ein Kaiman oder Alligator? Oder gar ein Komodowaran?

  5. Exilbayerin sagt:

    Möglicherweise hatte das Kätzchen auch nur das Schwänzchen eines panisch gewordenen Eidechschens im Mäulchen…Ach Gottchen, is ja so gefährlich heute!

    • Frau Müller sagt:

      Ich durfte ja nicht gucken! Wenn man dem Nachbarn Glauben schenken darf, war´s das Schwänzchen eines Tyrannosaurus rex. Ganz bestimmt! Die Natur steckt voller Fallen und Tücken!
      Ich habe meinen spitzen Stock schon, wo ist Ihrer?

  6. Anna sagt:

    Ach herrje!
    Immer schön fest auftreten (wegen der Erschütterung… des Bodens, nicht Ihrer… ) und auf keinen Fall Steine hochheben! Da könnten sie drunter liegen!!!

    Sehr unterhaltsam bei Ihnen Frau Müller. Ich werde jetzt häufiger zu Gast sein, wenn ich darf!?!

  7. Wurde denn die Presse informiert? Wenn in ihrem gerontologisch interessanten Wohnviertel eine Monsterkobra-Plage herrscht, darf sich der Bekanntmachungsgrad doch nicht nur auf die nähere Nachbarschaft sowie Blogbesucher beschränken.

    Aber es besteht ja Hoffnung, dass die meisten dieser züngelnden Killer bereits von den in der Kanalisation lebenden Alligatoren oder sich des Abends in die Wohngegend wagenden Wölfen verspeist wurden.

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