Geschafft…

Und wie stehts mit den Vorsätzen, den guten? Still und heimlich in der Ecke verendet oder immer noch aktuell? Gerüchten zufolge leben gute Vorsätze ja nie länger als höchstens 4 Wochen. Besonders die, die mit Fitness, Diät, Alkoholabstinenz oder Nikotinentwöhnung zu tun haben. Kurzum: Alles zum Thema Selbstoptimierung wird relativ schnell wieder über Bord gekippt. Weil ein bloßes Datum eben nicht ausreicht, um sein Leben umzukrempeln.

Wie gut, dass ich gar nicht erst Vorsätze gefasst habe. Auch im Hinblick auf die Tatsache, dass das letzte Jahr in der Summe eher so mittel gewesen ist. Warum also Vorsätze fassen, wenn es das Schicksal eh ganz anders plant?

Nichtsdestotrotz ist der erste Monat dieses noch jungen Jahres gut bis sehr gut verlaufen. Und produktiv! So haben wir tatsächlich den Kellerraum, der seit Jahren nur Kartons und Gerümpel enthält, entmüllt. Die Tatsache, dass der Recyclinghof quasi um die Ecke liegt, war hier durchaus motivationsfördernd. Denn der ganze Kram war rubbeldiekatz weggekarrt. Jetzt stehen im Keller noch Ersatzteile für den Gartenzaun, Herrn Müllers Ski-Ausrüstung und ein Schrank mit Farben, Lacken & Co. Nebenher haben auch die ganzen Spinnweben wieder ausreichend Platz, gespensterhaft zu wabern, wenn man die Tür öffnet. Die Weben zu entfernen, hatte ich bislang noch keinen Mut. Obwohl es recht simpel wäre: An einer Ecke den Staubsauger angesetzt, würde sich vermutlich nur einmal kurz der Raum zusammenziehen und alle Spinnweben wären weg. Das Gespinst hängt nämlich komplett in einer Art Webteppich zusammen – wenn Sie dem Bild gerade nicht folgen konnten.

Freilich könnte man jetzt darüber nachdenken, was man aus dem Kellerraum alles machen könnte. Leider verhindert die Tatsache, dass sich die vier Wände seit 25 Jahren im Rohbau befinden und weder über einen Fußboden noch über gemachte Wände verfügen, eine kurzfristige Nutzbarmachung. Auch Stromleitungen sind nicht verlegt, von einer absolut notwendigen Heizung ganz zu schweigen. Momentan bleibt uns nur die Fantasie. Denn Geld ist seit der Badsanierung keins mehr da.

Dann habe ich das Zimmer von Kind 2 umgeräumt. Weil jetzt groß, braucht die Brut nämlich keinen Wickeltisch mehr. Der freiwerdende Platz nun eröffnet Möglichkeiten, die ich im Vorfeld gar nicht auf dem Schirm hatte. Ein entfernter Wickeltisch, ein umgestelltes Sideboard und ein verschobenes Bett später ist der Raum plötzlich gefühlte 20qm größer. Selbst Kind 2 guckt irritiert, kann sich dann aber ordentlich freuen. Zur Not kann man in dem eigentlich winzigen Zimmer jetzt nämlich sogar Fußball spielen. Aber nur ganz kurz, weil es nämlich sofort Mecker gibt…

Dass das Jahr mit diesem Schwung weitergeht, bezweifle ich zwar. Aber eigentlich haben wir alles Wichtige ja schon erledigt. Und können uns entspannt zurücklehnen.

Wo wir wieder bei den Vorsätzen sind: Wie stehts damit? Schon Meilensteine geschafft? Oder doch schon davon Abstand genommen?

Warum Tiere die besseren Sportler sind…

Kürzlich belegte ein Bluthund bei einem in den USA ausgetragenen Halbmarathon den siebten Platz. Und das völlig untrainiert! Eigentlich wollte Ludivine nämlich nur schnell Pinkeln gehen, entdeckte dann aber ihre Freude am Laufen.
Wir gratulieren herzlich zum Beinahe-Sieg!

Dass Viehzeug generell an Wettkämpfen interessiert ist, beweist auch dieses Video. Das Pferd hätte das Rennen sicher auch gewonnen. Leider sehen die Regeln das Sitzen auf einem Fahrrad vor…

Frostig…

Minus 14°C.

Die Gartenamseln sitzen, zu grauen und schwarzen Puscheln geplustert, neben dem Futterplatz und warten auf ihre morgendlichen Rosinen. Mittlerweile machen sich die Tiere nicht einmal mehr die Mühe davonzufliegen, wenn man sich ihnen nähert. Papa-Amsel, im Sommer Chef im Revier, im Winter in erster Linie frierend, reißt kurz den Schnabel auf und schimpft. Dann beäugt er die Rosinen. Äpfel hätte er auch gern. Ach ja und vielleicht noch ein bisschen von den Haferflocken…

Morgens finden wir nun immer neue Spuren im Schnee. Amseln, Katzen, aber auch Mäusefährten. Auch am Vogelfutterhäuschen hangeln sich nun Mäuschen entlang – was man ihnen gar nicht übel nehmen kann. Jeder muss schließlich sehen, wo er bleibt.

Mäuse übrigens, haben auch den Dorfkindergarten für sich entdeckt. Bereits den zweiten Tag in Folge freuen sich die Kinder über umherflitzende Spitzmäuse. Weil als Nützlinge anerkannt, kann die Tierchen jeder leiden. Sie werden gefüttert, mit Ooohs und Aaahs bedacht und geben anschaulich Auskunft darüber, dass sie eben keinen Winterschlaf halten, wie von vielen angenommen. Nur den Weg, über den sie ins Haus finden, verraten sie nicht.

Das Auto will bei den derzeitigen Temperaturen erstmal gar nicht anspringen. Obwohl bei neueren Dieselmotoren die obligatorische Rudolf-Diesel-Gedenkminute keine Rolle mehr spielt, starte ich den Wagen jetzt erst, nachdem ich einmal bis 10 gezählt habe. Weil ich mir einbilde, dass das dem Auto guttut.

Die Autoscheiben allerdings sind jeden Morgen zugefroren. Von innen. Schon mal mit einem Eiskratzer Autoscheiben von der falschen Seite freigekratzt? Nein? Dann haben Sie es gut. Aufgrund der sanften Wölbung einer jeden Autoscheibe geht das nämlich nicht. Wer über eine Standheizung verfügt, hat es gut und kann im Gefährt für Tauwetter sorgen. Wer nicht, der nicht. Gegen die inwendig gefrosteten Scheiben wird mir nun allerorten ein Luftentfeuchter empfohlen. Oder die Gesetze der Natur. Will heißen: Auto innen aufwärmen, dann beim Aussteigen alle Türen aufreißen, warme feuchte Luft rauslassen und fertig. Eine handelsübliche Klimaanlage tuts allerdings auch. Die entfeuchtet die Luft auch, was verhindert, dass sich Niederschlag an die Scheiben legen kann.

Apropos Niederschlag: Kind 2, das aufgrund seines Alters einen so richtig kalten Winter bislang noch nicht mitgemacht hat, freut sich wie Bolle. Weil man nun besonders am frühen Morgen den Atem sehen kann. “Ich kann´s!” schallt es jeden Morgen durchs Dorf. Denn der kleine Herr Müller stößt Rauchwolken aus wie dereinst der Vater von Grisu.

Zumindest der Schneemann im Garten hat nichts gegen die Kälte. Ganz im Gegenteil: Endlich tauen ihm keine Extremitäten mehr weg. Leider lässt sich der Schnee bei diesen Temperaturen nicht mehr dazu zu verwenden, ihm eine Schneefrau zu bauen. Aber man kann ja nicht alles haben.

Fitter und schon wieder älter…

Der Rücken ist geheilt. Tipps, Tricks, Sport und ein paar Tränen später bin ich wieder fit wie ein junger… na ja, sagen wir mittelalter Hase. Danke in diesem Zusammenhang für Ihren Zuspruch! Herzlich und ehrlich! Vielen Dank! Das zweite Kind nicht mehr zu tragen, hat sich mittlerweile etabliert, so dass in naher Zukunft nicht mehr mit Ischias zu rechnen sein dürfte – so hoffe ich. Kind 2 sieht die Entwicklung mit Sorge. Die mangelnde mütterliche Fürsorge, die sich durch die Weigerung des Tragens ausdrückt, kann nur bedeuten, dass jetzt das losgeht, was man allgemein den “Ernst des Lebens” nennt.

fünfterGeburtstagGanz nebenbei ist der Blog fünf Jahre alt geworden. Fünf! Ein virtuelles Vorschulkind! Ich schwanke zwischen der Irritation, dass es tatsächlich seit fünf Jahren etwas gibt, worüber es sich erzählen lässt und der Freude darüber, dass der Elan immer noch anhält. Obwohl ich zugeben muss, dass mein Schreib-Enthusiasmus seit dem letzten Jahr ziemlichen Schwankungen unterlegen ist. Die Anzahl derer, die hier lesen, ist denn während der letzten Monate auch stark zurückgegangen. Was nicht weiter verwunderlich ist – wer nichts schreibt, darf auch nicht erwarten, dass jemand zum Lesen vorbeischaut. Danke trotzdem fürs Lesen, Kommentieren und überhaupt!

Tja, was noch? Die Weihnachtsdeko ist endlich wieder im Schrank verstaut. Die Osterdeko wartet auf Abruf. Die Heiligen Drei Könige waren letzte Woche nicht da, was bedeutet, dass das Haus gänzlich ungesegnet ist. Und mit ihm alle Bewohner. Die Letztjahressegnung, so hoffen wir, hallt ja vielleicht noch ein paar Wochen nach. Ein Blick ins Dorfblättchen verweist indes auf die Anmeldungen, die rechtzeitig bereits im September zu tätigen sind, wenn man will, dass am 06. Januar verkleidete Kinder mit einem Stück Kreide an der Tür klingeln. Mal gucken, ob unser Gedächtnis so lange anhält. Wahrscheinlich nicht.

Ach ja! Und der Schnee! Allen Miesmachern zum Trotz schneit es seit zwei Tagen ordentlich. Ich bin sogar schon einmal ausgerutscht und habe unbeabsichtigt eine horizontale Position eingenommen! Gott sei Dank war da der Rücken schon wieder heil! Will man der Frau im Radio glauben, war es das mit der weißen Pracht dann aber auch schon wieder. Winter ist ja auch so ein Ding, das man nicht überstürzen darf…

 

 

Blockiert…

Ein gutes Neues Jahr zusammen!

Pünktlich zum Jahreswechsel kann ich mit einer ISG-Blockade aufwarten. Ischias! Hurra! Das tut unglaublich, sprichwörtlich zum Heulen, weh. Besonders beim Stehen, Liegen, Sitzen und Laufen. Kind 2, das trotz seiner fast 4 Jahre immer noch gern getragen werden möchte, kann gar nicht verstehen, warum das praktische Hin- und Hergeschleppe plötzlich nicht mehr drin ist. Stattdessen liegt die Mutter im Wohnzimmer auf dem Teppich und macht Rückengymnastik. Unter Tränen.

Schonung, das müssen Sie wissen, ist bei Rücken nicht mehr angesagt.  Stattdessen rät der Orthopäde des Vertrauens zu “sanftem Durcharbeiten durch den Schmerz.” Rückenmuskeln, das bestätigt man mir, habe ich schon. Was die sonst obligatorische Anmeldung zur Rückenschule überflüssig macht. Dafür zeigt man mir Übungen, die dem ambitionierten Sportler bereits aus der Dehnungsphase einer normalen Sportstunde bekannt sein dürften. Dann gibt es Schmerztabletten, nur zur Sicherheit, und einen warmen Händedruck.

Daheim angekommen, richte ich mich im Wohnzimmer für eine Dauerlagerung ein. Alle Kinder werden dazu angehalten, die Mutter ja nicht anzustupsen. Kind 1 wendet sich gelangweilt ab. Kind 2 legt sich neben mich: “Biste hingefallen?” Der Vater eilt hinzu. “Ganz lieb mit Mama sein!” ruft er panisch. “Musst keine Angst haben,” erwidert Kind 1. “Ich bin ganz vorsichtig.” Diese Vorsichtigkeit drückt sich in der Folge in erster Linie durch besonders leises Sprechen aus. Der Rest bleibt wie immer…

Viele Wärmflaschen, einige Nächte in Stufenlagerung und ganz doll Sport später geht es dem Rücken nun zumindest besser. Jetzt soll ich spazieren gehen. Damit sich die Verspannung dauerhaft löst. Aber bloß nicht joggen. Meine Freude hält sich in Grenzen. Ich darf auch Fahrrad fahren. Das aber nur im Keller auf dem Fitnessgerät. Richtigen Sport allerdings soll ich erstmal noch bleiben lassen. Bis alles wieder heile ist.

Und Sie so? Auch schon was gerissen im Neuen Jahr?

Rückgeblickt…

Das war ein eigenartiges Jahr… Komisch, aber nicht haha-komisch. Ein Jahr, in dem nicht umsonst so wenige Blogbeiträge wie nie gepostet wurden. Ein Jahr, das gut anfing, gefühlsmäßig bis mindestens  Juli ein einziger Januar/Februar war und dann nur noch Unsinn gemacht hat.

Todesfälle, gesundheitliche Schüsse vor den Bug, Irrungen, Wirrungen und vor allem Unsicherheiten, ausgefallene Urlaube und in der Summe irgendwie das Gefühl, dass das Universum ständig boshaft kichert.

Pünktlich zum Advent lässt sich nun die Katze zu einer Lungenentzündung hinreißen. Weil Katzen lange verstecken, dass es ihnen schlecht geht, bemerken wir die Krankheit erst kurz vor dem sprichwörtlichen Ende. Seit zwei Wochen nun sind wir mit dem Tier täglich beim Viehdoktor. Mittlerweile sieht es so aus, als wäre die Katze fast beinahe über den Berg. Unser geplanter Weihnachtsurlaub aber ist abgesagt. Weil es das Vieh ohne das gute Antibiotikum einmal am Tag noch nicht packt.

Bleibt zu wünschen, dass es im nächsten Jahr wieder besser werden möge. Kann ja nur besser werden…

Übrigens: Frohes Fest!